{"id":383427,"date":"2025-08-30T03:20:10","date_gmt":"2025-08-30T03:20:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/383427\/"},"modified":"2025-08-30T03:20:10","modified_gmt":"2025-08-30T03:20:10","slug":"berlin-brandenburg-obstschwemme-sorgt-fuer-ansturm-auf-mostereien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/383427\/","title":{"rendered":"Berlin &#038; Brandenburg: Obstschwemme sorgt f\u00fcr Ansturm auf Mostereien"},"content":{"rendered":"<p>                    Berlin &amp; Brandenburg<br \/>\n                Obstschwemme sorgt f\u00fcr Ansturm auf Mostereien<\/p>\n<p>\t\t\t\t              30.08.2025, 05:04 Uhr<\/p>\n<p><strong>Wer zu sp\u00e4t kommt, wartet: Mostereien in Berlin und Brandenburg sind derzeit stark gefragt \u2013 Kunden bringen teils hunderte Kilo \u00c4pfel auf einmal.<\/strong><\/p>\n<p>Berlin (dpa\/bb) &#8211; Wer in diesen Tagen einen Termin in einer Mosterei ergattern will, sollte sich beeilen. &#8222;Es gibt sehr viel Obst dieses Jahr. Diese Schwemme trifft auf wenige Verarbeiter&#8220;, sagt Mario Flach, Inhaber der Mobilen Mosterei Berlin, die auch in Brandenburg unterwegs ist. Terminanfragen erreichen ihn per E-Mail wie am Flie\u00dfband. &#8222;Wir haben gut zu tun&#8220;, sagt auch Marita Skottki von der Mosterei Skotti in Buckow (Oder-Spree). Die B\u00e4ume seien voll, die Kunden k\u00e4men zum Teil mit 350 Kilo \u00c4pfeln. Zum Telefonieren hat sie kaum Zeit, so viel gibt es zu tun.\u00a0<\/p>\n<p>Unterschiedliche Philosophien beim Pressen<\/p>\n<p>Im Havelland ist die Lage \u00e4hnlich. Achim Fie\u00dfinger, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Mostmanufaktur Havelland, berichtet: &#8222;Wir verarbeiten t\u00e4glich zwischen drei und f\u00fcnf Tonnen Obst \u2013 haupts\u00e4chlich von Privatleuten.&#8220; Bei ihm bekommt man den Saft aus den eigenen \u00c4pfeln. &#8222;Das hebt uns ein bisschen ab von der klassischen Mosterei&#8220;, sagt er. In der Buckower Mosterei Skottki werden die \u00c4pfel der Kunden hingegen gemischt. &#8222;Unserer Meinung nach schmeckt der Saft dann besser&#8220;, sagt Marita Skotti. Au\u00dferdem sei es dann auch unproblematischer, wenn mal einige \u00c4pfel noch nicht ganz reif seien.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Unreife \u00c4pfel ergeben dickfl\u00fcssigen Saft, der nicht besonders schmeckt&#8220;, erkl\u00e4rt Mario Flach. &#8222;Man sollte den Reifegrad pr\u00fcfen \u2013 zum Beispiel mit dem Gabeltest oder indem man auf die Farbe der Kerne achtet. Die sollten braun sein&#8220;, erkl\u00e4rt der Mosterei-Betreiber, der immer wieder erlebt, dass Gartenbesitzer voreilig ernten.\u00a0<\/p>\n<p>Ernte insgesamt \u00fcberdurchschnittlich gut<\/p>\n<p>In Deutschland k\u00f6nnte die Apfelernte in diesem Jahr insgesamt \u00fcberdurchschnittlich gut ausfallen, wie das Statistische Bundesamt auf Basis einer ersten Erntesch\u00e4tzung aus dem Juli mitteilte. Die Bedingungen waren in diesem Jahr deutlich g\u00fcnstiger, weil es zur Bl\u00fctezeit mild war und weil Frost und Hagel in den meisten Anbauregionen ausblieben.\u00a0<\/p>\n<p>Die Brandenburger Apfelsaison 2025 beginnt offiziell am Montag. Agrarministerin Hanka Mittelst\u00e4dt (SPD) will sie auf der Apfelplantage der BB Brandenburger Obst GmbH in Altlandsberg (M\u00e4rkisch-Oderland) er\u00f6ffnen, so der Gartenbauverband Berlin-Brandenburg. Die Ernte beginne in Brandenburg erst, noch lasse sich die Menge nicht absch\u00e4tzen, sagte eine Referentin des Verbands.\u00a0<\/p>\n<p>Bis zu acht Tonnen \u00c4pfel pro Tag in der Presse<\/p>\n<p>Mario Flach hat schon seit mehreren Tagen gut zu tun. Seine Kunden m\u00fcssen mindestens 100 Kilo Obst mitbringen. Bei kleinere Mengen k\u00f6nne man sich mit anderen Kunden zusammentun. Gefragt seien bei ihm momentan vor allem reiner Apfelsaft, aber auch Mischungen mit Johannisbeere oder Sauerkirsche. &#8222;Wir bieten das im Schlauchbeutel an \u2013 der h\u00e4lt nach dem \u00d6ffnen bis zu 90 Tage.&#8220; Sein Betrieb kann bis zu acht Tonnen \u00c4pfel pro Tag verarbeiten. &#8222;Das ergibt rund 5.600 Liter Saft&#8220;, sagt Flach. Auch bei ihm bekommen Kunden Saft des eigenen Obstes.\u00a0<\/p>\n<p>Das m\u00fcssen nicht nur die Klassiker Apfel und Birne sein: In der Havelland-Mosterei sei auch Ingwersaft in den vergangenen Jahren gefragt gewesen, sagt Achim Fie\u00dfinger. &#8222;Der Hype ist etwas abgeflacht. Aber wir hatten auch schon Leute, die Kiwis aus dem eigenen Garten mitgebracht haben.&#8220;<\/p>\n<p>Mosten als Erlebnis\u00a0<\/p>\n<p>Seine Mosterei setze auf Erlebnischarakter. &#8222;Man kann bei uns zuschauen, wie der eigene Saft gepresst wird&#8220;, sagt Fie\u00dfinger. &#8222;Das ist f\u00fcr viele ein Highlight.&#8220; Nach den \u00c4pfeln werden den Verarbeitern zufolge demn\u00e4chst auch verst\u00e4rkt Birnen und Quitten gepresst. Und auch sonst gibt es genug zu tun: &#8222;Wenn die Heidelbeerbauern so viele Heidelbeeren haben, dass sie die einfrieren,\u00a0dann kann ich im Februar, M\u00e4rz, April verarbeiten,\u00a0weil die Maschine auch Tiefk\u00fchlware pressen kann&#8220;, so Flach. Au\u00dferdem beliebt seien Erdbeer-Smoothies und Apfelmus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin &amp; Brandenburg Obstschwemme sorgt f\u00fcr Ansturm auf Mostereien 30.08.2025, 05:04 Uhr Wer zu sp\u00e4t kommt, wartet: Mostereien&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":383428,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1816],"tags":[1960,1958,1959,1957,73260,296,1956,1890,29,30,103564,103563],"class_list":{"0":"post-383427","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-brandenburg","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin-und-brandenburg","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-brandenburg","10":"tag-aktuelle-news-aus-berlin-und-brandenburg","11":"tag-aktuelle-news-aus-brandenburg","12":"tag-ansturm","13":"tag-berlin","14":"tag-berlin-und-brandenburg","15":"tag-brandenburg","16":"tag-deutschland","17":"tag-germany","18":"tag-mostereien","19":"tag-obstschwemme"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115115565172848050","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/383427","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=383427"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/383427\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/383428"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=383427"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=383427"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=383427"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}