{"id":383514,"date":"2025-08-30T04:08:21","date_gmt":"2025-08-30T04:08:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/383514\/"},"modified":"2025-08-30T04:08:21","modified_gmt":"2025-08-30T04:08:21","slug":"wie-trump-die-wirtschaft-umbaut-und-wie-die-maerkte-darauf-reagieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/383514\/","title":{"rendered":"Wie Trump die Wirtschaft umbaut &#8211; und wie die M\u00e4rkte darauf reagieren"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 29.08.2025 18:01 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Z\u00f6lle, Sanktionen, Staatsbeteiligungen &#8211; US-Pr\u00e4sident Trump f\u00e4hrt wirtschaftspolitisch schwere Gesch\u00fctze auf. Dabei geht es ihm um mehr als ein starkes Amerika. Er will eine neue Wirtschaftsordnung.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/claudia-wehrle-102.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Claudia Wehrle\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/claudia-wehrle-100.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUS-Pr\u00e4sident Donald Trump versteht es, mit dem, was er tut und wie er es tut, f\u00fcr viel Wirbel zu sorgen. Als Ziel hat er ausgegeben: &#8222;Make America Great Again&#8220;, Amerika wieder gro\u00df und stark zu machen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Tempo, das er dabei vorlegt, k\u00f6nnte einem den Atem verschlagen &#8211; vor allem, wenn man bedenkt, dass es dabei nicht nur um ein besseres Wirtschaften in den USA geht, sondern auch um eine Neugestaltung der globalen Handelsbeziehungen, so der \u00d6konom Rolf Langhammer vom Kiel Institut f\u00fcr Weltwirtschaft.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Trump hat bisher &#8211; und das war auch in seiner ersten Amtszeit so &#8211; immer nach dem Prinzip verfahren, wir verlieren zwar alle. Aber die USA verlieren am wenigsten&#8220;, so Langhammer. &#8222;Also eine Art Negativ-Summenspiel. Und dann bin ich der Gewinner.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>    Importz\u00f6lle und Sanktionen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGewinner zu sein &#8211; wichtige Instrumente dazu sind f\u00fcr den amerikanischen Pr\u00e4sidenten das Verh\u00e4ngen von Importz\u00f6llen oder Sanktionen. Er greift zu solchen Mitteln, wenn sich beispielsweise Staaten nicht so verhalten, wie sie das seiner Meinung nach sollten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIndien etwa kauft immer noch russisches \u00d6l und finanziert damit indirekt Russlands Krieg gegen die Ukraine. Zur Strafe werden Z\u00f6lle <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/zoelle-usa-indien-100.html\" title=\"USA verdoppeln Z\u00f6lle gegen Indien auf 50 Prozent\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">auf Importe aus Indien auf 50 Prozent verdoppelt.<\/a> Ein anderes Beispiel ist China. Trump droht mit Strafz\u00f6llen bis zu 200 Prozent, sollten die Chinesen die Vereinigten Staaten nicht zuverl\u00e4ssig mit seltenen Erden beliefern. Seltene Erden sind f\u00fcr den Bau von Smartphones, Windanlagen oder E-Autos unverzichtbar.\u00a0<\/p>\n<p>    Exportbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr US-Konzerne<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie USA verh\u00e4ngen ihrerseits auch Export-Beschr\u00e4nkungen &#8211; etwa f\u00fcr Chips nach China. Ziel ist es, dass die Chinesen die Amerikaner in technischer und technologischer Hinsicht nicht \u00fcberholen. Solche Ma\u00dfnahmen treffen vor allem die eigene Industrie.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Chip-Entwickler Nvidia bekommt das zu sp\u00fcren. Der Konzern baut Hochleistungschips, die f\u00fcr den Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz gebraucht werden. &#8222;Lange Zeit galt ja die Exportrestriktion des Wei\u00dfen Hauses, so dass man dort nur minderwertige Ware an den Mann bringen konnte&#8220;, so Chris-Oliver Schickentanz von der Capitell AG. &#8222;Mittlerweile hat man jetzt wieder die Genehmigung, zumindest die speziell f\u00fcr den chinesischen Markt designten Hochleistungschips zu exportieren.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/nvidia-amd-china-usa-100.html\" title=\"KI-Chips: Zahlen Nvidia und AMD Exportabgaben an die USA?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nvidia<\/a> bedeutet das vor allem eines: Eine gro\u00dfe Unsicherheit. Der Konzern hat sich bereits sehr zur\u00fcckhaltend zu den eigenen Gesch\u00e4ftsprognosen ge\u00e4u\u00dfert.\u00a0<\/p>\n<p>    US-Regierung will \u00fcberall mitmischen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSchon jetzt wird deutlich, dass US-Pr\u00e4sident Trump dabei ist, nicht nur sein eigenes Land zu ver\u00e4ndern, sondern durch Z\u00f6lle, Sanktionen und Exportbeschr\u00e4nkungen auch das internationale Handelssystem &#8211; also die Handelsordnung, so, wie sie Jahrzehnte lang funktioniert hat &#8211; zu zerst\u00f6ren. Der Experte Langhammer vom Kiel Institut f\u00fcr Weltwirtschaft spricht von einen &#8222;fragmentierten Handelsmarkt mit Zersplitterungen, die \u00fcberall nur Kosten hervorrufen&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnd noch etwas wird immer deutlicher. Amerika galt lange Zeit als Hort der freien Marktwirtschaft. Die Einflussnahme des Staates bei Unternehmen oder Institutionen war unvorstellbar oder wurde zumindest nur in \u00e4u\u00dfersten Notf\u00e4llen zugelassen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch auch das \u00e4ndert sich gerade. Jetzt steigt die US-Regierung beim angeschlagenen Chipkonzern Intel ein. Auch beim R\u00fcstungskonzern Lockheed Martin will der Staat k\u00fcnftig mitmischen. Dann ist da noch der massive Druck, den Trump auf die US-Notenbank aus\u00fcbt, weil er m\u00f6chte, dass die Zinsen in den USA gesenkt werden. Die horrenden US-Schulden sollen finanzierbar bleiben.<\/p>\n<p>    Attacken auf die Gesch\u00e4ftswelt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTrump ist bei seinen Attacken nicht gerade zimperlich. Intel-Chef Lip Bu-Tan hat er zum R\u00fccktritt aufgefordert, wegen dessen Verbindungen zu chinesischen Firmen. Apple-Chef Tim Cook musste sich Kritik anh\u00f6ren, weil er in den USA <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/unternehmen\/apple-iphone-china-indien-produktion-100.html\" title=\"Kommen iPhones f\u00fcr den US-Markt k\u00fcnftig aus Indien?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">verkaufte iPhones im Ausland herstellen l\u00e4sst. <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTrump beschimpfte auch die Investmentbank Goldman Sachs und verlangt, dass der deutsche Chefvolkswirt Jan Hatzius geht. Er wirft dem Geldhaus vor, mit einer Prognose falsch gelegen zu haben. Trump hat <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/trump-fed-cook-100.html\" title=\"US-Pr\u00e4sident Trump entl\u00e4sst Gouverneurin der Fed-Notenbank\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">auch der Zentralbank-Gouverneurin Lisa Cook gek\u00fcndigt<\/a>. So etwas hat noch nie ein US-Pr\u00e4sident gemacht.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n\u00a0<\/p>\n<p>    &#8222;Europa muss sich von Amerika emanzipieren&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer \u00d6konom Martin L\u00fcck beobachtet all das mit Sorge. &#8222;Wir reden hier von der gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaft der Welt, wir reden von der gr\u00f6\u00dften Milit\u00e4rmacht der Welt, wir reden auch von einer Gesellschaft, die eine ungeheure Softpower hat.&#8220; \u00dcber Jahrzehnte h\u00e4tten die besten K\u00f6pfe aus Europa, aus Asien in die Vereinigten Staaten gewollt, um dort Karriere zu machen, so der Experte. &#8222;Und diese Gesellschaft implodiert gerade.&#8220;\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Finanzm\u00e4rkte reagieren. Immer wieder geraten Aktienindizes auf der ganzen Welt unter Druck. Der US-Dollar hat an Wert verloren. F\u00fcr die USA wird es teurer, sich am Kapitalmarkt Geld zu leihen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Situation k\u00f6nnte sich in den kommenden Monaten weiter zuspitzen, wenn die Folgen von Trumps Ma\u00dfnahmen immer deutlicher zu Tage treten. F\u00fcr viele \u00d6konomen gibt es daraus nur eine Schlussfolgerung: Europa muss sich von Amerika emanzipieren und auf seine eigenen St\u00e4rken konzentrieren.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 29.08.2025 18:01 Uhr Z\u00f6lle, Sanktionen, Staatsbeteiligungen &#8211; US-Pr\u00e4sident Trump f\u00e4hrt wirtschaftspolitisch schwere Gesch\u00fctze auf. 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