{"id":383559,"date":"2025-08-30T04:33:11","date_gmt":"2025-08-30T04:33:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/383559\/"},"modified":"2025-08-30T04:33:11","modified_gmt":"2025-08-30T04:33:11","slug":"die-nummer-fuers-kaertchen-itsg-seit-einem-jahr-in-offenbach-ansaessig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/383559\/","title":{"rendered":"Die Nummer f\u00fcrs K\u00e4rtchen ITSG seit einem Jahr in Offenbach ans\u00e4ssig"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.op-online.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_startseite\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Startseite<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.op-online.de\/offenbach\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_offenbach\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Offenbach<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 30.08.2025, 06:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-authors id-Story-authors--default\">Von: <a class=\"id-Story-authors-link lp_west_author\" href=\"https:\/\/www.op-online.de\/autor\/veronika-schade-jg7mz64mp.html\" title=\"Zur Autorenseite von Veronika Schade\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" author-link=\"\" schade=\"\" data-k5a-pos=\"west_author\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Veronika Schade<\/a><\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Es geschah etwas abseits der breiten Aufmerksamkeit, ist aber doch ein gro\u00dfer Erfolg f\u00fcr Offenbach: die Informationstechnische Servicestelle der gesetzlichen Krankenversicherung (ITSG) hat vor einem Jahr ihr neues Hauptquartier im ehemaligen Siemensgeb\u00e4ude am Kaiserlei bezogen. Im Interview berichten Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stefan Haibach und Unternehmenskommunikations-Chefin Monika Niedermeier \u00fcber den Standort Offenbach, die Aufgaben und Herausforderungen ihres Unternehmens.   <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-question\">Wie kam es dazu, dass sich ITSG f\u00fcr den Umzug nach Offenbach entschied?<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-answer\">Haibach: Zum einen war unser Mietvertrag im Rainbow Center in Heusenstamm ausgelaufen. Da die R\u00e4ume nicht mehr unseren Vorstellungen entsprachen, haben wir im Sommer \u00b423 entschieden, dort auszuziehen. Wir haben uns mehrere B\u00fcrofl\u00e4chen angeguckt im Gro\u00dfraum Offenbach. Wichtig war uns eine gute Erreichbarkeit, mehr N\u00e4he zum urbanen Zentrum. Gerade j\u00fcngere Leute wollen gern mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, also haben wir nach etwas gesucht, was zentral liegt. Nat\u00fcrlich muss auch die entsprechende Infrastruktur vorhanden sein, wir ben\u00f6tigen ein sehr leistungsf\u00e4higes Netz f\u00fcr unsere digitalen Prozesse und die Sicherheit aller anfallenden Daten. Unser neuer Standort im Kaiserlei erf\u00fcllt all das voll und ganz. Kaum hat festgestanden, dass wir nach Offenbach ziehen, hat uns Herr Oberb\u00fcrgermeister Schwenke zusammen mit Frau Niermann von der Wirtschaftsf\u00f6rderung zum Essen eingeladen. Das haben wir nicht erwartet und so noch nie erlebt, wir waren sehr positiv \u00fcberrascht. Dabei sind wir in Offenbach nicht mal der gr\u00f6\u00dfte Gewerbesteuerzahler. Man k\u00fcmmert sich sehr, das ist wirklich klasse.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-question\">Sie verf\u00fcgen hier \u00fcber das gesamte f\u00fcnfte Stockwerk. Haben Sie sich im Vergleich zu vorher vergr\u00f6\u00dfert?<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-answer\">Haibach: Nein, wir haben uns sogar verkleinert. Wir hatten in Heusenstamm 4100 Quadratmeter, jetzt sind es 3200. Das hat aber nichts damit zu tun, dass die Firma sich verkleinert h\u00e4tte, die ist gewachsen. Es liegt an unserer Regelung mit 40 Prozent Anwesenheit, 60 Prozent Homeoffice. Da braucht man weniger Fl\u00e4che. Wir haben keine festen Arbeitspl\u00e4tze, sondern Desksharing, jeder hat sein Schr\u00e4nkchen mit seinen Sachen drin, kann sich seinen Platz aussuchen. Der Vermieter hat alles nach unseren Bed\u00fcrfnissen umgebaut. Damit Mitarbeiter gern herkommen, braucht es attraktive Angebote.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-answer\">Niedermeier: Genau, wir f\u00f6rdern zudem auch alternative Mobilit\u00e4t durch das Deutschlandticket als Jobticket, zus\u00e4tzlich besteht die M\u00f6glichkeit zum Jobrad-Leasing, das nehmen auch viele in Anspruch. Wir haben noch einen zweiten Standort in Berlin, wegen der physischen N\u00e4he dort zu Dachverb\u00e4nden und Auftraggebern. Es wird viel gereist zwischen den Standorten, das ist hier typisch, und klappt seit dem Umzug auch unkomplizierter durch die schnelle Anbindung zum Frankfurter Hauptbahnhof. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-question\">Wie viele Mitarbeiter haben Sie an Ihren beiden Standorten?<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-answer\">Niedermeier: Hier sind es 170, am fr\u00fcheren Standort waren es noch 150. In Berlin sind es 40.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-question\">Da schlie\u00dft sich direkt die Frage an: Was machen diese Menschen \u2013 was macht die ITSG? <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-answer\">Haibach: Im Grundsatz: Wir versuchen, bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen zu helfen. Da ist viel zu tun und das hat mehrere Bl\u00f6cke. Zum einen im Verh\u00e4ltnis zwischen Arbeitgebern mit der Sozialversicherung, da spielen wir eine entscheidende Rolle. Wenn Arbeitgeber eine Meldung bei der Sozialversicherung abgeben, jemand angemeldet oder abgemeldet wird, geht diese Meldung immer \u00fcber den Server der ITSG. Sie wird von hier an die Krankenkassen verteilt, auch die R\u00fcckmeldung von den Krankenkassen geht wieder \u00fcber uns und wir verteilen sie an die Arbeitgeber. Wir sind die zentrale, technische Schnittstelle. Gegr\u00fcndet wurden wir infolge eines entsprechenden Gesetzentwurfs des Bundesgesundheitsministeriums 1996. Es begann als Ein-Mann-Betrieb in Rodgau, damals wurden 3,5-Zoll-Disketten eingespielt, in den Briefumschlag gesteckt, per Post verschickt, eingelesen, der Inhalt gel\u00f6scht, die Diskette nachhaltig zur\u00fcckgeschickt (lacht).   <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-question\">Das kann man sich in der heutigen digitalen Welt gar nicht mehr vorstellen&#8230;<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-answer\">Haibach: Oh ja. Eines unserer Hauptgesch\u00e4fte ist mittlerweile der Betrieb von Rechenzentren. Das machen wir f\u00fcr verschiedene Organisationen der Kassenwelt, haben daf\u00fcr in mehreren Datenzentren in Frankfurt und Offenbach unseren eigenen \u201eCage\u201c. Auch deshalb ist uns das Rhein-Main-Gebiet als Standort so wichtig. Im Laufe der Jahre sind viele Themen dazugekommen. Mit Einf\u00fchrung der elektronischen Gesundheitskarte vor rund 15 Jahren war die Vergabe einer eindeutigen Krankenversichertennummer n\u00f6tig, um Gesundheitsdaten jedem Versicherten eindeutig zuordnen zu k\u00f6nnen. Dabei konnte man nicht einfach auf die bereits vorhandene Rentenversicherungsnummer zur\u00fcckgreifen, da diese dem Sozialgeheimnis unterliegt. Mit einem speziellen Verschl\u00fcsselungsverfahren generiert die ITSG aus der Rentenversicherungsnummer eine Krankenversichertennummer \u2013 eindeutig, pseudonymisiert und lebenslang g\u00fcltig. Jeder tr\u00e4gt also ein St\u00fcck ITSG in seiner Brieftasche. Also alle gesetzlich Versicherten, f\u00fcr die Privaten machen wir derzeit etwa 50 Prozent, aber das wird sich ausweiten. Au\u00dferdem entwickeln und zertifizieren wir die Melde-Software.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-question\">Klingt, als br\u00e4uchten Sie vor allem IT-Experten in Ihren Reihen. Bilden Sie hier am Standort eigentlich auch aus?<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-answer\">Niedermeier: Wir bilden aus und suchen auch neue Auszubildende. In Offenbach f\u00fcrs B\u00fcromanagement, in Berlin bilden wir zum Fachinformatiker f\u00fcr Systemintegration aus. Es w\u00fcrden auch andere Stellen m\u00f6glich sein, aber wir bleiben bei diesen Kernthemen, denn wir wollen gew\u00e4hrleisten, dass die entsprechende Manpower zur Verf\u00fcgung steht. Ausbildende zu haben, um sie dann allein zu lassen, das machen wir nicht. Die Auszubildenden, die wir bisher hatten, sind auch geblieben, das ist uns wichtig. Grunds\u00e4tzlich sind bei uns aber viele Berufe vertreten, wie Produktmanager, Softwareentwickler, Systemadministratoren, Leute f\u00fcr Informationssicherheit und Datenschutz, f\u00fcr die Qualit\u00e4tssicherung, f\u00fcr die Verwaltung. Ja, ein Gro\u00dfteil ist IT. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-answer\">Haibach: IT ist ein Feld, das viele Leute zum Quereinstieg nutzen. Wir haben hier Stuckateure, Theologen, es ist spannend, wo manche Mitarbeiter ihren beruflichen Ursprung haben. Der Bedarf an IT-Leuten ist h\u00f6her, als der Markt hergibt. Der Fachkr\u00e4ftemangel ist leider momentan auch bei uns ein Problem. Wir versuchen, auch an Leute aus dem Ausland zu kommen, haben bewusst zwei Damen aus der Ukraine eingestellt. Was mitunter schwierig ist, ist die Unterst\u00fctzung seitens der Beh\u00f6rden, es gibt viele b\u00fcrokratische Hindernisse. Dabei m\u00fcsste es doch auch im Interesse des Landes sein, dass man die Leute schneller an Bord kriegt. Ohne Migranten funktioniert es in unserer Branche auf Dauer nicht. Wir brauchen den Zuzug.   <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-question\">Was unternehmen Sie noch, um neue Mitarbeiter zu akquirieren? <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-answer\">Niedermeier: Wir gehen an die Hochschulen, stellen uns Absolventen vor, haben eine Kooperation mit einer Fachschule in Weilburg. Die haben dieselben Fragen: Was ist die ITSG, wof\u00fcr stehen diese vier Buchstaben? Es ist erkl\u00e4rungsbed\u00fcrftig. Wir sind nat\u00fcrlich nicht so exponiert wie gro\u00dfe Player wie die Telekom. Sich da die Zeit zu nehmen, sich zu pr\u00e4sentieren, das hilft. Es gibt durchaus Leute, die einen anderen Fokus haben, die nicht in einen Dax-Konzern wollen \u2013 mit einem sechsstelligen Gehalt und Dienstwagen. Die sagen, sie wollen was Sinnhaftes machen, in einem mittelst\u00e4ndischen Unternehmen mit famili\u00e4rer Atmosph\u00e4re. Das ist das gro\u00dfe Pfund, das wir haben, mit dem wir wuchern k\u00f6nnen: Wir sehen zu, das Gesundheitswesen zu digitalisieren, dadurch Verwaltungskosten zu minimieren. Das kommt jedem einzelnen in Deutschland zugute.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/39452637-blo-010825-offenbach-itsg-kaiserlei-stefan-haibach-und-monika-niedermeier-3Hfe.jpg\" loading=\"lazy\"   height=\"619\" width=\"1100\" alt=\"blo 010825 Offenbach ITSG Kaiserlei Stefan Haibach und Monika Niedermeier\"\/>Das Wandbild symbolisiert die Aufgaben der ITSG: Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stefan Haibach und Kommunikations-Chefin Monika Niedermeier sind froh \u00fcber den Standort in Offenbach. \u00a9\u00a0Sommer, FrankZur Person<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-factBox-paragraph\"><strong>Stefan Haibach<\/strong>, 56 Jahre, verheiratet, drei Kinder, wohnt in Weilburg. Er absolvierte eine klassische Lehre zum Sozialversicherungsfachangestellten bei der AOK, kam dort in die Direktion, war sieben Jahre in Bonn. Es folgte eine T\u00e4tigkeit f\u00fcr das Unternehmen ICW (InterComponentWare AG) mit den Schwerpunkten elektronische Gesundheitsakten und Gesundheitsmanagement-Systeme. Im November 2008 wechselte er zur ITSG, die damals 25 Mitarbeiter hatte. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der ITSG ist er seit 2022.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-factBox-paragraph\"><strong>Monika Niedermeier<\/strong>, 51 Jahre, verheiratet, zwei Kinder, wohnt in Wiesbaden. Die gelernte Onlineredakteurin ist seit dem Jahr 2020 fest bei der ITSG, dort zust\u00e4ndig f\u00fcr die Unternehmenskommunikation. Zuvor war sie im Projektmanagement t\u00e4tig, elf Jahre als freie Mitarbeiterin der ITSG. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Startseite Offenbach Stand: 30.08.2025, 06:00 Uhr Von: Veronika Schade DruckenTeilen Es geschah etwas abseits der breiten Aufmerksamkeit, ist&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":383560,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1829],"tags":[29,2050,2051,30,2052],"class_list":{"0":"post-383559","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankfurt-am-main","8":"tag-deutschland","9":"tag-frankfurt","10":"tag-frankfurt-am-main","11":"tag-germany","12":"tag-hessen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115115852213339817","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/383559","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=383559"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/383559\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/383560"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=383559"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=383559"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=383559"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}