{"id":383838,"date":"2025-08-30T07:13:12","date_gmt":"2025-08-30T07:13:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/383838\/"},"modified":"2025-08-30T07:13:12","modified_gmt":"2025-08-30T07:13:12","slug":"zahlen-bitte-aber-getrennt-das-sagen-weindorf-wirte-zum-zahl-zoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/383838\/","title":{"rendered":"\u201eZahlen, bitte, aber getrennt!\u201c: Das sagen Weindorf-Wirte zum Zahl-Zoff"},"content":{"rendered":"<p>Getrennte Rechnungen: Der Zankapfel f\u00fcr Gastronomen <\/p>\n<p>\u201eJe sp\u00e4ter der Abend, desto gr\u00f6\u00dfer die Erinnerungsl\u00fccken\u201c, sagt Sarah Mohamaden vom <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.gastronomie-im-stuttgarter-rathaus-zurueck-in-die-zukunft-die-plaene-des-neuen-im-ratskeller.0084a585-cb9e-45f5-96fc-b176e4310631.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Stuttgarter Ratskeller<\/a>. Auch sie kennt also das Ph\u00e4nomen, dass bei Einzelzahlungen einige Posten \u00fcbrigbleiben, aber: \u201eH\u00e4ufig \u00fcbernimmt das dann einfach jemand.\u201c Einen gro\u00dfen Unterschied zwischen dem Ablauf im regul\u00e4ren Betrieb im Restaurant und dem in der Weindorflaube sehe sie nicht. <\/p>\n<p>Nach kurzer R\u00fcckversicherung bei den Mitarbeitern sch\u00e4tzt die Betriebsleiterin, dass erstaunliche 70 Prozent der Weindorfg\u00e4ste gemeinsam und 30 Prozent getrennt zahlen. Die sch\u00f6nsten Gruppenerlebnisse seien: Rechnung in die Mitte, und jeder schmei\u00dft was rein.<\/p>\n<p>Am schwierigsten sei das Handling bei Bussen. \u201eWenn bei 60 Personen jeder einzeln zahlt, und man eine Minute pro Bezahlvorgang rechnet \u2026\u201c \u2013 ja, dann m\u00fcssten die G\u00e4ste eigentlich schon bei der Bestellung anfangen zu bezahlen. Wenn aber schon der Fahrer auf die Gruppe wartet, dann komme es vor, dass einer die Rechnung \u00fcbernimmt und alles Weitere eben im Bus gekl\u00e4rt werden muss.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Stuttgarter_Weindorf\" title=\"Weindorf\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Weindorf<\/a>-Urgesteine: \u201eWir g\u00e4ngeln unsere G\u00e4ste nicht\u201c <\/p>\n<p>Bei unserem Rundgang \u00fcbers Stuttgarter Weindorf merken wir: Jeder Gast ist anders. Pauschal l\u00e4sst sich h\u00f6chstens sagen: Je gr\u00f6\u00dfer die Gruppe, desto h\u00e4ufiger wird getrennt gezahlt, ab sechs bis acht Personen etwa. Helli Schmieg ist als Zur-Weindorfwirtin von Anfang im Einsatz, seit 49 Jahren also. Und es bleibt dabei: Sie m\u00f6chte \u201edie G\u00e4ste nicht g\u00e4ngeln\u201c. Weder beim Konsum- noch beim Bezahlverhalten habe sie in all den Jahren einen gro\u00dfen Unterschied festgestellt \u2013 auch nicht zu ihrer Besenwirtschaft im <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/region\/rems-murr-kreis\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Remstal<\/a>. Au\u00dfer, dass eben <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.stuttgarter-weindorf-teurer-rostbraten-teures-wasser-das-sagen-die-veranstalter-zu-hohen-preisen.f04fad5e-cd9f-4b68-a6c9-1ba652aaf280.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u201ealles teurer geworden\u201c<\/a> ist, womit sie auch die Umlagen auf dem Weindorf meint. Nat\u00fcrlich sei getrenntes Bezahlen zeitaufwendiger, \u201eaber sogar gro\u00dfe Gruppen machen die mit links\u201c, sagt sie \u00fcber ihre Serviceleute, die zum Teil auch schon seit 20, 30 Jahren dabei sind. <\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/media.media.e83fc3e3-26c8-44e9-a586-fa1b37c830fd.original1024.media.jpeg\"\/>     Das Servicepersonal auf dem Weindorf ist flink \u2013 auch einzelne Bezahlvorg\u00e4nge werden schnell abgefr\u00fchst\u00fcckt, sagt Helli Schmieg.    Foto: Ferdinando Iannone\/Lichtgut\/Ferdinando Iannone    <\/p>\n<p>Und doch gibt es Ver\u00e4nderungen, etwa bei Firmengruppen, wo man fr\u00fcher gro\u00dfz\u00fcgiger gewesen sei, heute mehr mit Gutscheinen arbeite \u2013 und h\u00e4ufiger einzeln zahle. Und noch eine allgemeine Erkenntnis kann man aus den Aussagen von Matthias Knobloch, Personalchef im Roten Hirsch, ableiten: In der Regel bedeute getrennt zahlen zwar mehr Aufwand, aber eben auch mehr Trinkgeld \u2013 wobei man nicht nur von ihm h\u00f6rt, \u201edie zehn Prozent gelten schon lange nicht mehr\u201c. Er k\u00f6nne verstehen, dass Gruppenzahlungen bequemer sind, aber moderne Kassensysteme wie Orderman machten das Rechnung-Splitten erheblich einfacher, obwohl er \u201eein Fan vom guten alten Block\u201c ist.<\/p>\n<p>Bargeld, Karte oder Tap-to-Pay? <\/p>\n<p>Auch Tap-to-Pay und ein inzwischen stabiles Netz auf dem Stuttgarter Weindorf (dank Starlink) erleichtern die Abwicklung, sagt Holger K\u00f6ckritz, Mitinhaber von Currles Culinarium im Dreim\u00e4delhaus. Aber der Anteil an Barzahlungen sei in der Traditionslaube mit 70 Prozent weiterhin sehr hoch, was vor allem bei der Vorhaltung von M\u00fcnzgeld m\u00fchsam und auch teurer sei als Kartengeb\u00fchren. Das Verh\u00e4ltnis von gemeinsam und getrennt zahlen beziffert er auf 50 zu 50. Er kenne aber viele gesellige Runden, \u201eda zahlt der Gruppenf\u00fcrst, auch bei Firmen\u201c.<\/p>\n<p>K\u00f6ckritz, der \u201edie abschwingende Konjunktur, in der alles sehr genau kalkuliert wird\u201c, schon sp\u00fcre, hat viele Jahre in Asien gearbeitet und stellt einen gro\u00dfen kulturellen Unterschied fest. Im Gegensatz zu den Schwaben zahlten asiatische Gruppen zu 95 Prozent zusammen, was an der Sharing-Kultur liege, die schon beim Teilen von gro\u00dfen Platten beginne. <\/p>\n<p> Am Ende z\u00e4hlt die Zufriedenheit <\/p>\n<p>Aber das Gruppenverhalten \u00e4ndert sich langsam. Der Oberkellner der Zai\u00dferei gibt an, dass man gerade j\u00fcngere Leute besser steuern k\u00f6nne, gemeinsam zu zahlen, zumal sie sich unkompliziert \u00fcber Paypal wieder ausgleichen k\u00f6nnten. Margret Zai\u00df, die wie Helli Schmieg seit 49 Jahren auf dem Weindorf ist, findet \u201edie italienische Art\u201c gar nicht unsympathisch, zumal beim Getrennt-Zahlen auch in der Zai\u00dferei oft was \u00fcbrigbleibe: \u201eEin Sprudel, ein Kaffee, ein Schnaps \u2013 meist zahlt derjenige, der den Tisch bestellt hat, dann den Rest\u201c, so die Seniorchefin. Aber Vorschriften machen? \u201eEs ist doch wichtig, dass alle Leute zufrieden sind\u201c, gerade auf \u201eder sch\u00f6nsten Veranstaltung in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stuttgart<\/a>\u201c, findet Margret Zai\u00df, die auch schon 32 Jahre auf dem <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Volksfest\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Volksfest<\/a> pr\u00e4sent war.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Getrennte Rechnungen: Der Zankapfel f\u00fcr Gastronomen \u201eJe sp\u00e4ter der Abend, desto gr\u00f6\u00dfer die Erinnerungsl\u00fccken\u201c, sagt Sarah Mohamaden vom&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":383839,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[1634,103658,3364,29,103659,30,103655,103654,1441,82655,36256,103657,103656],"class_list":{"0":"post-383838","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-bezahlen-gastronomie","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-digitales-bezahlen-weindorf","13":"tag-germany","14":"tag-getrennte-rechnungen","15":"tag-salvatore-marrazzo","16":"tag-stuttgart","17":"tag-stuttgarter-weindorf","18":"tag-trinkgeld","19":"tag-weindorf-wirte","20":"tag-zahlverhalten-gastronomie"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115116481349450595","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/383838","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=383838"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/383838\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/383839"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=383838"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=383838"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=383838"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}