{"id":384442,"date":"2025-08-30T12:55:25","date_gmt":"2025-08-30T12:55:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/384442\/"},"modified":"2025-08-30T12:55:25","modified_gmt":"2025-08-30T12:55:25","slug":"berlin-brandenburg-konsortium-angelt-sich-mega-auftrag-fuer-berliner-s-bahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/384442\/","title":{"rendered":"Berlin &#038; Brandenburg: Konsortium angelt sich Mega-Auftrag f\u00fcr Berliner S-Bahn"},"content":{"rendered":"<p>                    Berlin &amp; Brandenburg<br \/>\n                Konsortium angelt sich Mega-Auftrag f\u00fcr Berliner S-Bahn<\/p>\n<p>\t\t\t\t              30.08.2025, 14:30 Uhr<\/p>\n<p><strong>Bei der S-Bahn d\u00fcrfte sich nach einer milliardenschweren Auftragsvergabe einiges \u00e4ndern. Wer k\u00fcnftig neue Z\u00fcge liefert &#8211; und wie lange die alten noch fahren sollen.<\/strong><\/p>\n<p>Berlin (dpa\/bb) &#8211; Die milliardenschwere Ausschreibung f\u00fcr einen gro\u00dfen Teil des Berliner S-Bahn-Netzes ist nach jahrelangen Verz\u00f6gerungen entschieden: Den Zuschlag f\u00fcr wichtige Nord-S\u00fcd- sowie Ost-West-Verbindungen erhielt nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ein Konsortium aus Deutscher Bahn, Stadler und Siemens. Dieses setzte sich gegen den Mitbewerber Alstom durch. Zuerst hatten &#8222;Tagesspiegel&#8220; und RBB berichtet.\u00a0<\/p>\n<p>In dem gr\u00f6\u00dften Vergabeverfahren f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Nahverkehr in Europa geht es um ein Auftragsvolumen von rund 15 Milliarden Euro. Es umfasst den Betrieb mehrerer S-Bahn-Linien ab den 2030er Jahren f\u00fcr 15 Jahre, die Lieferung von 1.400 neuen Wagen und die Fahrzeugwartung f\u00fcr 30 Jahre.\u00a0<\/p>\n<p>Bisher werden die sogenannten Teilnetze Nord-S\u00fcd und Stadtbahn ebenso von der Bahntochter S-Bahn Berlin GmbH betrieben wie die Ringbahn. Letztere war nicht Teil der bereits 2020 gestarteten Ausschreibung der L\u00e4nder Berlin und Brandenburg.<\/p>\n<p>Jahrelange H\u00e4ngepartie<\/p>\n<p>Diese verz\u00f6gerte sich immer wieder. Die Gr\u00fcnde sind vielf\u00e4ltig, es gab auch juristische Auseinandersetzungen. Im Nord-S\u00fcd-Teilnetz war die Betriebsaufnahme urspr\u00fcnglich bereits f\u00fcr Ende 2027 geplant, auf der Stadtbahn f\u00fcr das Fr\u00fchjahr 2028. Da die Vergabe nun erst in den 2030er Jahren greift, m\u00fcssen die aktuellen, teils schon recht alten S-Bahn-Z\u00fcge wohl l\u00e4nger auf den fraglichen Linien verkehren als geplant.<\/p>\n<p>Der Berliner Senat kommentierte die Auftragsvergabe auf Anfrage zun\u00e4chst nicht. Ein Sprecher der Deutschen Bahn AG erkl\u00e4rte, man werde mit Blick auf das nicht vollst\u00e4ndig abgeschlossene Ausschreibungsverfahren keinerlei Stellung beziehen.\u00a0<\/p>\n<p>Alstom mahnt &#8222;echten Wettbewerb&#8220; an\u00a0<\/p>\n<p>Der franz\u00f6sische Bahnkonzern Alstom \u00e4u\u00dferte sich zum Vergabeergebnis ebenfalls nicht, verwies aber auf die Kritik des Berliner Kammergerichts am Vergabeverfahren. &#8222;Es ist ein Fakt, dass das Berliner Kammergericht im M\u00e4rz 2024 diese Ausschreibung in zentralen Punkten als vergaberechtswidrig eingestuft hat&#8220;, sagte ein Alstom-Sprecher.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Bei einer Vergabe dieser Dimension muss sichergestellt sein, dass echter Wettbewerb stattfindet und sich dadurch das beste S-Bahn-Angebot zum besten Preis durchsetzt&#8220;, sagte er weiter. &#8222;Dies ist ein ordnungspolitisches Gebot und im Sinne der Steuerzahler und Fahrg\u00e4ste.&#8220;<\/p>\n<p>Gericht wurde bereits angerufen<\/p>\n<p>Alstom hatte gegen das Vergabeverfahren geklagt, weil sich das Unternehmen im Vergleich zu anderen Bietern benachteiligt sah. Im M\u00e4rz vergangenen Jahres wies das Berliner Kammergericht die Klage in den meisten Punkten ab. Das Vergabeverfahren ging mit leichten \u00c4nderungen weiter.\u00a0<\/p>\n<p>Gleichwohl machte das Gericht seinerzeit deutlich, dass es in dem S-Bahn-Verfahren weitere Verst\u00f6\u00dfe gegen das Vergaberecht sieht. Allerdings habe Alstom die R\u00fcgen zu diesen Punkten nicht rechtzeitig erhoben.<\/p>\n<p>Verband gegen Vergabeentscheidung\u00a0<\/p>\n<p>Die Initiative &#8222;Bahn f\u00fcr Alle&#8220; sprach vor dem Hintergrund der Auftragsvergabe von einer &#8222;Teilprivatisierung&#8220; der Berliner S-Bahn und forderte den Senat zu einem Kurswechsel auf. &#8222;Statt zwei Drittel des Betriebs f\u00fcr 15 bis 20 Milliarden Euro in eine ungewisse Zukunft zu katapultieren, muss sich Berlin f\u00fcr einen niedrigen einstelligen Milliardenbetrag die Mehrheit an der S-Bahn GmbH sichern&#8220;, meinte Sprecher Carl Wa\u00dfmuth. &#8222;Berlin sollte das S-Bahn-Netz kaufen und Netz und Betrieb zukunftsf\u00e4hig ausbauen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin &amp; Brandenburg Konsortium angelt sich Mega-Auftrag f\u00fcr Berliner S-Bahn 30.08.2025, 14:30 Uhr Bei der S-Bahn d\u00fcrfte sich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":384443,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1816],"tags":[1960,1958,1959,1957,296,1956,8436,1890,29,30,103762,103763,1949],"class_list":{"0":"post-384442","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-brandenburg","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin-und-brandenburg","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-brandenburg","10":"tag-aktuelle-news-aus-berlin-und-brandenburg","11":"tag-aktuelle-news-aus-brandenburg","12":"tag-berlin","13":"tag-berlin-und-brandenburg","14":"tag-berliner","15":"tag-brandenburg","16":"tag-deutschland","17":"tag-germany","18":"tag-konsortium","19":"tag-mega-auftrag","20":"tag-s-bahn"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115117826002447737","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/384442","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=384442"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/384442\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/384443"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=384442"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=384442"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=384442"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}