{"id":384454,"date":"2025-08-30T13:02:30","date_gmt":"2025-08-30T13:02:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/384454\/"},"modified":"2025-08-30T13:02:30","modified_gmt":"2025-08-30T13:02:30","slug":"world-press-photo-ausstellung-in-flensburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/384454\/","title":{"rendered":"\u201eWorld Press Photo\u201c-Ausstellung in Flensburg"},"content":{"rendered":"<p class=\"\">\n                    Ersch\u00fctternde Dokumente von Krieg, Krisen und dem Leid unz\u00e4hliger Menschen. Wer diese Ausstellung besucht, darf auf Erbauliches nicht hoffen. Tut er in der Regel auch nicht. Daran hat sich in den letzten 70 Jahren nichts ge\u00e4ndert. Seit 1955 schon werden beim Wettbewerb \u201eWorld Press Photo\u201c die jeweils weltbesten, preisgekr\u00f6nten Arbeiten des Fotojournalismus und der Dokumentarfotografie ausgestellt. Sie zeigen nicht nur Bilder, sondern auch die Kraft, die hinter dem visuellen Journalismus steckt.<\/p>\n<p>Dazu muss man nicht zwingend nach Mailand, London oder New York reisen. Als einziger Ort in Schleswig-Holstein zeigt das Robbe &amp; Berking Museum am Harniskai in Flensburg noch bis zum 5. Oktober die 42\u00a0besten\u00a0aus fast 60.000 eingereichten Werken. \u201e120 Fotografen lie\u00dfen im letzten Jahr ihr Leben \u2013 \u00fcberwiegend in Gaza\u201c, erkl\u00e4rte Mariana Rettore\u00a0Baptista\u00a0und lie\u00df als Repr\u00e4sentantin der Foundation einige der 141 krisengesch\u00fcttelten L\u00e4nder Revue passieren, in denen die Aufnahmen unter atemberaubenden, zum Teil lebensgef\u00e4hrlichen Bedingungen entstanden sind.\n            <\/p>\n<p>            Ein Rundgang durch die Ausstellung<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Gleichwohl sei es wichtig, betonte sei, dass diese Fotos gemacht wurden. \u201eSie sind ein Spiegel unserer Geschichte.\u201c Und es sei besonders jetzt nicht die Zeit, komplexe Zusammenh\u00e4nge zu vereinfachen.\u00a0Hausherr Oliver Berking erg\u00e4nzte, dass sich der Betrachter mit Blick auf die heute \u00fcber die Menschen hereinbrechende Bilderflut einmal in Ruhe mit den einzelnen Motiven besch\u00e4ftigen k\u00f6nne.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Bei einem Rundgang durch die Ausstellung erl\u00e4uterte Mariana Rettore\u00a0Baptista\u00a0die Hintergr\u00fcnde, die besonderen Umst\u00e4nde, die sich hinter jedem der gezeigten Fotos verbergen. Und so wurden die G\u00e4ste mit unendlichem Leid, Brutalit\u00e4t und Blutvergie\u00dfen konfrontiert \u2013 aber auch mit Zeichen der Resilienz, des Aufbegehrens, des Widerstands.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Luis Tato etwa fing die die Jugendrevolte in Kenia ein, als junge Menschen zur treibenden Kraft des Protests gegen Korruption und Polizeigewalt wurden. Sein Foto zeigt im Gesicht des Protagonisten mit dem pinken Farbspray Verzweiflung und trotzige Wut zugleich.\n            <\/p>\n<p>\n                                Kenias Jugendrevolte.<br \/>\n                            Foto: Luis Tato<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.noz-mhn.de\/img\/49202266\/crop\/ccom.escenic.master-w628\/1634820693\/98211019\/pxl-20250828-161721254-1.jpg\" title=\"Kenias Jugendrevolte.\" alt=\"Kenias Jugendrevolte.\" class=\"lightbox__single-image__content__image-wrapper__img\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"282\"\/>Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize<\/p>\n<p>SchliessenX ZeichenKleines Zeichen welches ein X symbolisiert<\/p>\n<p><img class=\"lightbox--enabled__container__image-wrapper__img\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"\">\n                    In Myanmar musste der sechsj\u00e4hrige Ye Aung Thu den Milit\u00e4rputsch von 1988 miterleben. Als sein Sohn genauso alt wurde, wiederholte dich die Geschichte. Seitdem, so hei\u00dft es in der Bildbeschreibung, \u201edokumentiert er Widerstandsgruppen, deren Entschlossenheit ein Hoffnungsschimmer in dunklen Zeiten ist\u201c.\n            <\/p>\n<p>\n                                Myanmar &#8211; eine Nation im Konflikt.<br \/>\n                            Foto: Ye Aung Thu<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/pxl-20250828-154027038.jpg\" title=\"Myanmar - eine Nation im Konflikt.\" alt=\"Myanmar - eine Nation im Konflikt.\" class=\"lightbox__single-image__content__image-wrapper__img\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"276\"\/>Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize<\/p>\n<p>SchliessenX ZeichenKleines Zeichen welches ein X symbolisiert<\/p>\n<p><img class=\"lightbox--enabled__container__image-wrapper__img\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Von bedr\u00fcckender \u00c4sthetik ist das Motiv des Ausstellungsplakats \u2013 Teil einer Fotoserie: Ein Mann ist dort mit dem R\u00fccken zur Kamera zu sehen, nackter Oberk\u00f6rper, ein Strohhut gegen die glei\u00dfende Sonne, zwei Plastikt\u00fcten in der Hand. Er ist umgeben von unendlicher Weite, der D\u00fcrre im Amazonasgebiet. Er bringt seiner Mutter Lebensmittel ins Dorf \u2013 die er einst noch mit dem Boot transportieren konnte.\n            <\/p>\n<p>\n                                D\u00fcrre im Amazonasgebiet.<br \/>\n                            Foto: Musuk Nolte<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/pxl-20250828-153633910.jpg\" title=\"D\u00fcrre im Amazonasgebiet.\" alt=\"D\u00fcrre im Amazonasgebiet.\" class=\"lightbox__single-image__content__image-wrapper__img\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"274\"\/>Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize<\/p>\n<p>SchliessenX ZeichenKleines Zeichen welches ein X symbolisiert<\/p>\n<p><img class=\"lightbox--enabled__container__image-wrapper__img\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Pfade verzweifelter Hoffnung erleben wir auch in Kolumbien: Fl\u00fcchtlinge vor der Bedrohung durch Gewalt, Ausbeutung und wirtschaftliche Not haben eine unvorstellbar riskante Route durch den t\u00fcckischen Dschungel vor sich. Das Ziel: ausgerechnet die USA. Auch El Salvador wird thematisiert, ein Land, in dem mit der Verh\u00e4ngung des \u201eAusnahmezustands mehr als 80.000 Menschen verhaftet wurden \u2013 ohne jede Erkl\u00e4rung: Sie mussten Folter und Misshandlungen \u00fcber sich ergehen lassen, viele von ihnen starben.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    John Moore hat chinesische Migranten bei der illegalen \u00dcberquerung der Grenze zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten begleitet. Tats\u00e4chlich geben Tutorials im Internet detaillierte Auskunft dar\u00fcber, wie man es schaffen kann. Und nat\u00fcrlich darf in diesem Kontext der Attentatsversuch auf Pr\u00e4sident Donald Trump nicht fehlen \u2013 der Wendepunkt im Wahlkampf. \u201eFight, Fight, Fight\u201c, schreit der Pr\u00e4sident medienwirksam, als er von Leibw\u00e4chtern aus der Schusslinie gebracht wird.\n            <\/p>\n<p>\n                                Mariana Rettore\u00a0Baptista\u00a0aus Brasilien f\u00fchrt Besucher durch die Ausstellung; hier vor dem weltbekannten Foto des Attentatsversuchs auf US-Pr\u00e4sident Donald Trump.<br \/>\n                            Foto: Gunnar Dommasch<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/pxl-20250828-160114576.jpg\" title=\"Mariana Rettore\u00a0Baptista\u00a0aus Brasilien f\u00fchrt Besucher durch die Ausstellung; hier vor dem weltbekannten Foto des Attentatsversuchs auf US-Pr\u00e4sident Donald Trump.\" alt=\"Mariana Rettore\u00a0Baptista\u00a0aus Brasilien f\u00fchrt Besucher durch die Ausstellung; hier vor dem weltbekannten Foto des Attentatsversuchs auf US-Pr\u00e4sident Donald Trump.\" class=\"lightbox__single-image__content__image-wrapper__img\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"268\"\/>Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize<\/p>\n<p>SchliessenX ZeichenKleines Zeichen welches ein X symbolisiert<\/p>\n<p><img class=\"lightbox--enabled__container__image-wrapper__img\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"\">\n                    \u201eBisweilen denkt man vielleicht, das ist nicht meine Welt\u201c, sagt Oliver Berking. \u201eDoch es ist die gleiche Welt, in der wir leben.\u201c\n            <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ersch\u00fctternde Dokumente von Krieg, Krisen und dem Leid unz\u00e4hliger Menschen. 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