{"id":385068,"date":"2025-08-30T21:04:09","date_gmt":"2025-08-30T21:04:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/385068\/"},"modified":"2025-08-30T21:04:09","modified_gmt":"2025-08-30T21:04:09","slug":"braunschweig-job-beben-bei-lieferando-hat-ueble-folgen-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/385068\/","title":{"rendered":"Braunschweig: Job-Beben bei Lieferando hat \u00fcble Folgen!"},"content":{"rendered":"\n<p>Sie stehen f\u00fcr schnellen Genuss und leicht gemachten Lieferservice. In St\u00e4dten und mittlerweile auch in l\u00e4ndlicheren Regionen ist Lieferando die Anlaufstelle, wenn es um eine Bandbreite an Essens-Angeboten samt Lieferservice geht. Auch in Braunschweig hat sich der Anbieter fest integriert.<\/p>\n<p>Umso gr\u00f6\u00dfer der Aufschrei, als klar wurde, dass Lieferando Hunderte Arbeitspl\u00e4tze streicht. Belegschaft sowie Kunden sind ersch\u00fcttert \u2013 ebenso in Braunschweig (<a href=\"https:\/\/www.news38.de\/braunschweig\/article300595091\/braunschweig-entlassungen-streik-lieferando-mitarbeiter.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wir berichteten<\/a>). Die Folgen wiegen schwer, f\u00fcr die Mitarbeiter. Es geht dabei nicht nur um den Job-Verlust per se, sondern auch um tiefe Einschnitte im Arbeitsalltag, wie zwei Sprecher des Betriebsrats in Braunschweig gegen\u00fcber News38 deutlich machen. <\/p>\n<p> Lieferando Braunschweig setzt 100 Menschen auf die Stra\u00dfe <\/p>\n<p>Es ist eine Nachricht, die wie eine Schockwelle durch die Belegschaft rollte. Betriebsratsvorsitzender Florian Rohwer und sein Stellvertreter Max von Minden erkl\u00e4ren auf Anfrage von News38, die Tragweite dieser Entscheidung: \u201eDer ganze Standort Braunschweig wird (neben Hannover, G\u00f6ttingen und viele mehr) komplett geschlossen. Es verlieren um die 100 Kollegen allein in Braunschweig inklusive uns Betriebsratsmitgliedern ihren Job\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.news38.de\/braunschweig\/article300595117\/braunschweig-einzelhandel-insolvenz-naturladen-ruckert-braunschweiger.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">+++ Braunschweiger Laden droht das Aus \u2013 \u201eF\u00fchrt kein Weg dran vorbei\u201c +++<\/a><\/p>\n<p>Der Betriebsrat kritisiert unter anderem, dass die Belegschaft Mitte Juli \u00fcber diese Entscheidung informiert wurde. Nur wenige Minuten, bevor die Infor auch an die Presse rausgegangen war. Viel Zeit bleibe den Arbeitnehmern wohl nicht mehr. Die Standortschlie\u00dfungen sollen wohl schnellstm\u00f6glich durchgef\u00fchrt werden. Nur noch bis Ende Oktober seien die Standorte noch in Betrieb. <\/p>\n<p> \u201eWird es nicht mehr geben\u201c <\/p>\n<p>Florian Rohwer bef\u00fcrchtet, dass sich unterdessen an den \u00fcbrigen Standorten die Arbeitsbedingungen drastisch verschlechtern k\u00f6nnten: \u201eDie von diversen Betriebsr\u00e4ten erk\u00e4mpfte unbefristete Festanstellung k\u00f6nnte wegfallen. Uns liegen dazu diverse Berichte aus anderen St\u00e4dten vor, die das vermuten lassen. Bei Wolt und Uber Eats kann man bereits beobachten, wie das Subunternehmertum in der Branche gestaltet wird. Fahrer werden nach gelieferten Auftr\u00e4gen verg\u00fctet und m\u00fcssen wohl oft ein Gewerbe anmelden. Auch von Schwarzarbeit und Unterschreitung des Mindestlohns h\u00f6rt man in dem Zusammenhang regelm\u00e4\u00dfig.\u201c Viele hart erk\u00e4mpfte Regelungen in Sachen Schichtplanung, Urlaub oder Krankheit k\u00f6nnten hinf\u00e4llig werden.<\/p>\n<p>Ganz konkret beschreibt es der Betriebsratsvorsitzende so: \u201eIn Zukunft wird es keinen mitbestimmten Schichtplan mehr geben. Aktuell wird auf die Belange von Arbeitgeber und auch Arbeitnehmer eingegangen, wenn der w\u00f6chentliche Plan erstellt wird. Anbieter wie Uber und Wolt beispielsweise verteilen die Schichten willk\u00fcrlich oder arbeiten nach einem \u201afirst come first serve\u2018 Prinzip um ihre Zeiten bestm\u00f6glich abzudecken.\u201c Auch die Arbeitssicherheit werde leiden, wenn Kuriere pro Auftrag bezahlt werden und sich entsprechend beeilen m\u00fcssen und es keine Betriebsr\u00e4te gibt, die Arbeitsschutzstandards aufstellen oder kontrollieren k\u00f6nnten. <\/p>\n<p>Mehr News:<\/p>\n<p>Beh\u00f6rden k\u00f6nnten die Ma\u00dfe an Subunternehmen kam noch \u00fcberblicken. Der Betriebsrat sieht deshalb auch die Gewerkschaft NGG in der Pflicht, da \u201eSchwarzarbeit und Scheinselbst\u00e4ndigkeit kaum zu kontrollieren\u201c seien. Die Angestellten seien verunsichert und auch wegen bestehender Sprachbarrieren oft verzweifelt. Denn auch die Sozialkassen leiden laut Betriebsrat unter diesem Modell, weil Schwarzarbeit und Scheinselbst\u00e4ndigkeit kaum zu kontrollieren seien. Selbst\u00e4ndigkeit im Niedriglohnsektor k\u00f6nne nicht funktionieren, weil am Ende nicht genug Geld bleibe, um selbst f\u00fcr die Rente vorzusorgen oder Ausfall durch Krankheit und Urlaub zu kompensieren.<\/p>\n<p>Angek\u00fcndigt ist laut Angaben des Betriebsrats, \u201edass Lieferando neben Braunschweig noch 33 weitere Standorte komplett schlie\u00dfen und an weiteren Standorten zum Teil massiv reduzieren wird.\u201c Welche das genau sind, ist noch nicht bekannt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sie stehen f\u00fcr schnellen Genuss und leicht gemachten Lieferservice. In St\u00e4dten und mittlerweile auch in l\u00e4ndlicheren Regionen ist&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":366996,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1850],"tags":[6429,3364,29,548,663,3934,30,13,14,15,1411,12],"class_list":{"0":"post-385068","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-braunschweig","8":"tag-braunschweig","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europe","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-niedersachsen","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115119749021313914","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/385068","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=385068"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/385068\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/366996"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=385068"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=385068"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=385068"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}