{"id":385388,"date":"2025-08-31T00:45:14","date_gmt":"2025-08-31T00:45:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/385388\/"},"modified":"2025-08-31T00:45:14","modified_gmt":"2025-08-31T00:45:14","slug":"treffen-mit-xi-putin-sucht-schulterschluss-mit-china","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/385388\/","title":{"rendered":"Treffen mit Xi: Putin sucht Schulterschluss mit China"},"content":{"rendered":"<p>Der Kreml erkl\u00e4rte am Freitag, dass die Beziehungen zwischen Russland und China eine privilegierte strategische Partnerschaft darstellten, deren Potenzial noch lange nicht voll ausgesch\u00f6pft sei. Moskau wolle wissen, ob es mit weiterer Unterst\u00fctzung aus China rechnen k\u00f6nne und wie Peking reagieren w\u00fcrde, wenn es von den USA aufgefordert w\u00fcrde, Druck auf Russland auszu\u00fcben, um die K\u00e4mpfe zu beenden, analysierte Alexander Gabuev vom Carnegie Russia Eurasia Centre im Interview mit dem \u201eGuardian\u201c.<\/p>\n<p>Der Ukraine-Krieg sei \u201ezu einem der wichtigsten Pfeiler ihrer Beziehung geworden\u201c, entsprechend sei eine Abstimmung ihrer Positionen zum Krieg erforderlich. China wurde w\u00e4hrend des Ukraine-Krieges zudem zum wichtigsten Handelspartner f\u00fcr Russland.<\/p>\n<p>Wirtschaftliche Abh\u00e4ngigkeit, \u201egrenzenlose Freundschaft\u201c<\/p>\n<p>Der bilaterale Handel stieg 2024 auf \u00fcber 245 Mrd. Dollar (rund 209 Mrd. Euro) \u2013 etwa zwei Drittel mehr als vor der Invasion Russlands in der Ukraine 2022. Die Gesch\u00e4fte werden vor allem in Rubel und Yuan abgewickelt. Vor allem als Hauptabnehmer von russischem \u00d6l und Gas ist China unverzichtbar geworden. Diese Abh\u00e4ngigkeit w\u00fcrde sich Fachleuten zufolge auch nach einem Ende des Ukraine-Krieges fortsetzen.<\/p>\n<p>Daher wird erwartet, dass Putin die wirtschaftliche Tangente thematisiert, um den Trend zur\u00fcckgehender \u00d6lexporte nach China umzukehren. Auch eine Vertiefung der milit\u00e4rischen Zusammenarbeit ist f\u00fcr Putin relevant. China liefert laut den USA Russland wesentliche Teile f\u00fcr die Kriegsproduktion.<\/p>\n<p>Der Kreml spricht von einem wegen der L\u00e4nge und des Umfangs an Treffen und Themen bisher beispiellosen China-Aufenthalt Putins. Kommentatoren in Moskau sehen die Reise als neuen Beweis der klaren Abkehr Russlands vom Westen und f\u00fcr die \u201egrenzenlose Freundschaft\u201c mit China. Moskau und Peking zeigten damit zudem, dass es den USA nicht gelinge, einen Keil zwischen die beiden Nachbarn zu treiben, hie\u00df es. Beide L\u00e4nder hatten 2022 eine \u201egrenzenlose\u201c strategische Partnerschaft ausgerufen.<\/p>\n<p>Putin Ehrengast bei Milit\u00e4rparade<\/p>\n<p>Beim SCO-Gipfeltreffen in der nordchinesischen Stadt Tianjin nehmen mehr als 20 Staats- und Regierungschefs teil. Neben dem indischen Premier Narendra Modi und Putin werden auch der iranische Pr\u00e4sident Massud Peseschkian und der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident Recep Tayyip Erdogan erwartet. Die SCO wurde vor 24 Jahren als Organisation f\u00fcr den Kampf gegen Terrorismus und f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>In einem Interview mit der chinesischen staatlichen Agentur Xinhua sprach sich Putin im Vorfeld des Gipfels erneut f\u00fcr ein Ende der US-Vorherrschaft und eine Schw\u00e4chung des Dollars aus. Symbolisch kann das Gro\u00dfmachtdenken bei der Milit\u00e4rparade am Mittwoch demonstriert werden, anl\u00e4sslich des 80. Jahrestags der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg. Putin wird wie schon Xi bei der Siegesparade in Moskau im Mai Ehrengast sein.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%206198%204132'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/2749396_bigpicture_1059336_russland_china_putin_reise_body01_r.jpg\"  alt=\"Der russische Pr\u00e4sident und Xi Jinping\"\/><\/p>\n<p>   Reuters\/Sputnik\/Mikhail Metzel<\/p>\n<p>      Xi (li.) war bereits im Mai Ehrengast bei Putin in Moskau<\/p>\n<p>\u201eSchicksalsgemeinschaft Grundlage f\u00fcr Partnerschaft\u201c<\/p>\n<p>Wasiliy Kaschin vom Institut f\u00fcr Fernoststudien an der Russischen Akademie der Wissenschaften sieht bei Russland und China eine \u00e4hnliche Sichtweise auf die Geschichte. Sie s\u00e4hen sich als Siegerm\u00e4chte des Zweiten Weltkrieges: \u201eDieses Gef\u00fchl einer gemeinsamen Schicksalsgemeinschaft bildet nun die Grundlage ihrer Partnerschaft\u201c, sagte Kaschin gegen\u00fcber dem \u201eGuardian\u201c.<\/p>\n<p>Auch Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un erhielt eine Einladung f\u00fcr die Parade. Er wird zum ersten Mal seit sechs Jahren in China erwartet. Au\u00dfer dem slowakischen Ministerpr\u00e4sidenten Robert Fico wird kein westlicher Staats- und Regierungschef teilnehmen.<\/p>\n<p>Position der St\u00e4rke gegen\u00fcber den USA<\/p>\n<p>In den USA wird Putins China-Reise intensiv beobachtet, versucht doch die US-Regierung, Moskau von Peking zu entfernen. Das sei aber unrealistisch, so Kaschin: \u201eDie Beziehungen zwischen Russland und China werden immer eng bleiben.\u201c Zudem befinden sich beide L\u00e4nder derzeit in einer Position der St\u00e4rke gegen\u00fcber den USA.<\/p>\n<p>Obwohl China wie Indien in gro\u00dfem Ausma\u00df \u00d6l aus Russland bezieht, wurde nur Indien mit US-Strafz\u00f6llen deswegen belegt. Putin wiederum h\u00e4lt bisher den Drohungen von US-Pr\u00e4sident Donald Trum stand, Russland zu strafen, sollte es den Krieg nicht beenden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Kreml erkl\u00e4rte am Freitag, dass die Beziehungen zwischen Russland und China eine privilegierte strategische Partnerschaft darstellten, deren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":385389,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,14,15,12,317],"class_list":{"0":"post-385388","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115120618126620910","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/385388","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=385388"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/385388\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/385389"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=385388"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=385388"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=385388"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}