{"id":385864,"date":"2025-08-31T05:26:16","date_gmt":"2025-08-31T05:26:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/385864\/"},"modified":"2025-08-31T05:26:16","modified_gmt":"2025-08-31T05:26:16","slug":"architektur-in-stuttgart-die-coolness-der-60er-stuttgarter-architekturjuwel-steht-zum-verkauf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/385864\/","title":{"rendered":"Architektur in Stuttgart: Die Coolness der 60er \u2013 Stuttgarter Architekturjuwel steht zum Verkauf"},"content":{"rendered":"<p>Was ist schon typisch <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a>? Die Maultasche? Der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.stuttgarts-groesste-arbeitgeber-wer-ist-der-groesste-arbeitgeber-das-sind-stuttgarts-big-5.23f0414c-7678-4f24-8901-1d942d6476ca.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mercedes-Stern<\/a>? <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.neubau-der-john-cranko-schule-fertig-gestellt-tanz-und-architektur-auf-weltniveau.ef630011-502e-46de-a9fc-b4fbc54fb900.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die John-Cranko-Ballettschule?<\/a> Die St\u00e4ffele? Die nervigste Bahnhofsbaustelle der Welt? Ja, auch. Doch vor allem ist Stuttgart eine Stadt, die sich gerne selbst betrachtet. Diese sympathische Egozentrik dieser Stadt und ihrer Bewohner ist der<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.liebeserklaerung-an-stuttgart-im-kessel-brodelt-kultur-wenig-eitelkeit-eine-stadt-zum-verlieben.fdd60d4d-5c1d-436b-a7c1-b38e16abab71.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Kessellage geschuldet<\/a>. Ist man unten im Tal, schaut man nach oben, ist man oben, guckt man hinunter, wo der Neckar und der nie versiegende Autostrom flie\u00dft. <\/p>\n<p>Kaum bezahlbare Wohnlage in Stuttgart <\/p>\n<p>Am sch\u00f6nsten aber ist die Aussicht von einer dieser vielen <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.wohnen-auf-der-stuttgarter-halbhoehe-lichtdurchflutetes-holzhaus-am-hang.dadf222d-e121-4fd5-a873-e5f3a0ecd8bf.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Halbh\u00f6hen<\/a>, nach oben, nach unten, oder hin\u00fcber zum n\u00e4chsten H\u00fcgel. Typisch Stuttgart ist allerdings auch die Tatsache, <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.architektur-spaziergang-in-stuttgart-sieben-der-schoensten-alten-stadtvillen-auf-stuttgarts-halbhoehe.c35f73e9-abc8-472f-ae81-b061c4a1ab4f.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dass diese Halbh\u00f6hen dank der gro\u00dfen Sehnsucht der hier lebenden Menschen <\/a>nach einem weiten, unverstellten Ausblick zu begehrten, leider f\u00fcr die meisten Stuttgarter kaum bezahlbaren Wohnlagen geworden sind. <\/p>\n<p>Das gilt im Besonderen f\u00fcr ein einzigartiges Geb\u00e4udeensemble in der Schottstra\u00dfe. \u201eDas ist mitunter das Highlight des Hauses: Hier hat man den Hang und den Ausblick. Und das macht ja gerade den Reiz dieser Stadt aus.\u201c Sagt tief durchatmend der Makler Gerrit Koresch, der f\u00fcr die zwei ehemaligen Privath\u00e4user der Architekten Erwin Heinle und Robert Wischer K\u00e4ufer sucht. <\/p>\n<p>Gediegene Villen auf den Stuttgarter Anh\u00f6hen <\/p>\n<p>Der Stuttgarter Architekt Mirko Ruppenstein nickt zur Best\u00e4tigung, <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.schoen-wohnen-in-stuttgart-zwei-brueder-bauen-das-denkmalgeschuetzte-haus-der-oma-um.d17d94f6-94b3-415e-a2b3-533b78826afb.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">er verantwortet die denkmalgerechte Sanierung dieser H\u00e4user <\/a>und kennt mittlerweile jede Ecke der architektonischen Zwillinge. Koresch, Ruppenstein und der Journalist stehen an einem herrlichen Sommertag gemeinsam auf dem frisch gedeckten und isolierten Flachdach des Heinle-Hauses, sehen hin\u00fcber zum Fernsehturm. <\/p>\n<p>Man tastet mit den Augen die h\u00e4ufig dicht bebauten Anh\u00f6hen ab, blickt hinunter zur Russischen Kirche, <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.klimawandel-und-staedtebau-leichenschau-fahle-lunge-wenn-man-an-baumloser-strasse-wohnt.175f4ec5-32b5-4a7a-a3ee-29cebd07762b.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zum Stuttgarter Westen und wieder zur\u00fcck <\/a>zur Schottstra\u00dfe, in deren weiterem Verlauf zwischen gediegenen Villen <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.architektur-spaziergang-in-stuttgart-9-der-huebschesten-mini-haeuser-in-stuttgart.af6a12b6-1c0a-4465-8bd3-57b06e634654.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">noch weitere architektonische Sehensw\u00fcrdigkeiten<\/a> zu entdecken sind, wie etwa das glei\u00dfend helle und nicht zu \u00fcbersehende <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.luxus-wohnbau-in-stuttgart-von-architekt-richard-meier-ozeankreuzer-in-halbhoehenlage.1553f77d-3129-47c9-b0ba-d3e96f0a880f.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wohngeb\u00e4ude des ber\u00fchmten US-Architekten und Pritzkerpreistr\u00e4gers Richard Meyer<\/a>.<\/p>\n<p>Mit unverbaubarem Blick \u00fcber die Stuttgarter City   <\/p>\n<p>Geradezu bescheiden lugen hingegen die Bauten von Heinle und Wischer aus dem Gr\u00fcn: die verglasten, miteinander \u00fcber ein gemeinsames B\u00fcrogeschoss verbundenen Wohnw\u00fcrfel schmiegen sich dezent in den Hang mit seinem alten Baumbestand. Sie sind selbst f\u00fcr<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.schoen-wohnen-in-stuttgart-eine-junge-familie-zeigt-ihre-perfekt-sanierte-stadtvilla-aus-den-30er-jahren.511b36e5-63bd-4ad9-9833-f6f4c69e03fc.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Kenner der Stadt vom H\u00f6lderlinplatz weiter unten<\/a> kaum auszumachen. \u201eDie Lage der beiden Kuben ist einzigartig: ruhig, kaum einsehbar, am S\u00fcdwesthang des Killesbergs gelegen \u2013 mit unverbaubarem Blick \u00fcber die Stuttgarter City bis zum Fernsehturm\u201c, sagt Gerrit Koresch. \u201eGrundst\u00fccke dieser Qualit\u00e4t sind kaum verf\u00fcgbar.\u201c<\/p>\n<p> Perfekter Ort f\u00fcr eine Rooftop-Party <\/p>\n<p>Die drei M\u00e4nner auf dem Dach sind sich einig: viel stilvoller kann man in dieser Stadt wohl nicht residieren. Fehlt eigentlich nur noch ein Sonnenschirm und ein spritziges Kaltgetr\u00e4nk. Fr\u00fcher hat die Familie Heinle auf diesem Dach gelegentlich eine Fete geschmissen, um sprachlich in der Zeit zu bleiben, also Ende der 60er, in den 70ern, die Nachbarn wurden selbstredend rechtzeitig gewarnt und eingeladen, heute w\u00fcrde man wohl von einer Rooftop-Party sprechen. <\/p>\n<p> Der Geist der jungen Bundesrepublik <\/p>\n<p>Dass diese <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Architektur\" title=\"Architektur\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Architektur<\/a> Geschichte atmet und f\u00fcr einen bestimmten Lifestyle steht, ja auch f\u00fcr einen technikfreundlichen Fortschrittsglauben in der damals noch jungen Bundesrepublik, ist hier ganz deutlich sp\u00fcrbar. Die H\u00e4user mit ihren gro\u00dfz\u00fcgigen, bodentiefen Glasfl\u00e4chen wirken leicht, schwebend, transparent. <\/p>\n<p> Bekenntnis zur Moderne: Das Landtagsgeb\u00e4ude Baden-W\u00fcrttembergs <\/p>\n<p>Ein anderes Stuttgarter Geb\u00e4ude ist in diesem Geist entstanden und tr\u00e4gt die Handschrift von Erwin Heinle: <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.stuttgart-im-architekturpreis-rennen-nike-preis-fuer-sanierung-des-landtags.8e9bc932-a8eb-4f7d-b332-0e04a745588b.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der Landtag von Baden-W\u00fcrttemberg \u2013 \u00fcbrigens das erste Parlamentsgeb\u00e4ude, das in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurde<\/a>. Erwin Heinle setzte 1961 gemeinsam mit dem Leiter der Staatlichen Hochbauverwaltung, Horst Linde \u2013 basierend auf dem Entwurf von Kurt Viertel \u2013 den Bau des viel gelobten Parlamentsgeb\u00e4udes um. <\/p>\n<p> Bau des Olympischen Dorfes in M\u00fcnchen <\/p>\n<p>Der Landtag ist ein markantes Bekenntnis zur Moderne und eines des zahlreichen Referenzgeb\u00e4ude des 2002 verstorbenen Architekten und Hochschulprofessors Erwin Heinle sowie seines Kompagnons Robert Wischer. Die Mitarbeit am Stuttgarter Fernsehturm <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.wohnhaus-in-warmbronn-so-wohnte-der-weltberuehmte-architekt-frei-otto.ca87f22d-6d85-435a-8e75-16a38a2faa22.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sowie der Bau des Olympischen Dorfes in M\u00fcnchen <\/a>geh\u00f6rten ebenfalls zu jenen prestigetr\u00e4chtigen Arbeiten Heinles, die den geb\u00fcrtigen Stuttgarter weit \u00fcber die Grenzen seiner Heimatstadt bekannt gemacht haben. <\/p>\n<p>Die Auftragslage muss also dementsprechend gut gewesen sein, sodass sich Erwin Heinle und sein B\u00fcropartner Robert Wischer auf einem gro\u00dfen, park\u00e4hnlichen Grundst\u00fcck in allerbester Aussichtslage am Stuttgarter Relenberg <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.weissenhofsiedlung-stuttgart-stuttgart-versteckt-die-wichtigste-wohnsiedlung-der-welt.be568f44-6c5c-4baf-a205-9d548fefdce2.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">unweit des Kriegsbergturms und der ber\u00fchmten Weissenhofsiedlung<\/a> diese zwei Wohnkuben errichten lie\u00dfen. Das war 1966 und 1967. Seit 2010 steht das Anwesen aus zwei Einfamilienh\u00e4usern mit gemeinsamem B\u00fcro unter <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Denkmalschutz\" title=\"Denkmalschutz\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Denkmalschutz<\/a>. <\/p>\n<p>Das ist auch nachvollziehbar. Die Proportionen, die Materialanmutung, die Lage \u2013 alles passt in der Schottstra\u00dfe, ist gut ausbalanciert und selbst der Laie wei\u00df sofort: das ist gro\u00dfe Architektur. Gewollt \u2013 und gekonnt. Die Stahlskelettkonstruktion und Vertikalsprossen \u00fcberziehen die Kuben mit einer feinen Gitterstruktur, die wiederum mit den dunklen Holzeinbauten wunderbar kontrastiert. <\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/media.media.7184b2d6-8830-403d-92a9-2f18eac9fa79.original1024.media.jpeg\"\/>     Im ehemaligen Wohnzimmer von Erwin Heinle: Der Architekt Mirko Ruppenstein und Gerrit Koresch von Moventia Real Estate.    Foto: Moventia    <\/p>\n<p>Viele Originaleinbauten sind noch vorhanden und werden professionell aufgearbeitet. Mittlerweile befinden sich die beiden H\u00e4user mit jeweils knapp 270 Quadratmetern Wohnfl\u00e4che (sowie Schwimmbad, Garten und der Atelierfl\u00e4che von 439 Quadratmetern) nicht mehr im Familienbesitz der Erben. Der jetzige Eigent\u00fcmer will das Objekt verkaufen, und zwar als Ensemble. <\/p>\n<p> Midcentury auf der Stuttgarter Halbh\u00f6he  <\/p>\n<p>Wer sich dazu entschlie\u00dft, <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.50-jahre-denkmalschutz-wohnen-im-denkmal.a9124828-417e-48d5-ba7a-78b96806d287.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">erh\u00e4lt ein Kulturdenkmal <\/a>im edlen Rohbauzustand. \u201eDer Preis ist auf Anfrage, auf Wunsch des Eigent\u00fcmers. Zum Preis im Ist-Zustand kommen dann noch Kosten f\u00fcr den weiteren Innenausbau\u201c, sagt Gerrit Koresch. \u201eEin Konzept daf\u00fcr liegt vor und kann auf Wunsch mit individuellen Anpassungen von unserer Seite realisiert werden.\u201c<\/p>\n<p> Einklappbare Barhocker von Charles und Ray Eames <\/p>\n<p>Die umfangreiche Kernsanierung ist in vollem Gange, alles wird restauriert, selbst die einklappbaren, f\u00fcr den K\u00fcchenbereich speziell angefertigten Barhocker von Charles und Ray Eames. Treppen, Handl\u00e4ufe, Einbauschr\u00e4nke, T\u00fcren \u2013 die Schreiner haben ordentlich zu tun. Die gesamte Au\u00dfenh\u00fclle wurde bereits erneuert, und zwar auf den neuesten technischen Stand. <\/p>\n<p>\u201eWir haben es geschafft, trotz der energetischen Sanierung denkmalgerecht die urspr\u00fcnglichen Proportionen zu erhalten\u201c, erkl\u00e4rt der Architekt Mirko Ruppenstein. Das klingt erst einmal einfacher als war. Denn die Fassade, die gr\u00f6\u00dftenteils aus Glas besteht, wurde zu einer Zeit konstruiert, <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.hitze-und-heizung-dieser-stuttgarter-kuehlt-und-heizt-mit-demselben-geraet.6b7e8197-fdf1-419d-a831-4a249e1d44e2.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">als das Klima noch prima schien <\/a>und kein Mensch, auch kaum ein Architekt, ans Energiesparen dachte. \u201eEin Problem, das uns Kopfzerbrechen bereitet hat: Die Fassade war thermisch nicht getrennt\u201c, erinnert sich Mirko Ruppenstein. <\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.heizen-und-sanieren-plaene-fuer-waermenetze-in-stuttgart-unklar-oder-unvollstaendig.0750e233-09ba-4592-8865-692d1efd49d1.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der Energieverlust beim Heizen w\u00e4re demnach immens.<\/a> Also wurde get\u00fcftelt, nach L\u00f6sungen gesucht, mit dem hiesigen Denkmalamt diskutiert. Schlie\u00dflich konnte eine zeitgem\u00e4\u00dfe technische Variante entwickelt werden. \u201eDie neue vorgeh\u00e4ngte Fassade wurde ged\u00e4mmt, thermisch getrennt ausgef\u00fchrt und <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.energiesparen-in-stuttgart-anreize-fuer-mega-fenstertausch-im-asemwald-ich-will-einen-sog-erzeugen.a2c2ba52-ca65-4a04-9466-ffcaa97c8442.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mit Sonnenschutz-Isolierglas samt Edelgasf\u00fcllung verglast<\/a>. Erg\u00e4nzt wird das energetische Konzept durch eine moderne Luft-W\u00e4rmepumpe, Fu\u00dfbodenheizung und Klimatisierung\u201c, sagt Mirko Ruppenstein, w\u00e4hrend er durch die beiden H\u00e4user streift, ein wenig vorsichtig, so scheint es, als sei das gar keine Baustelle, sondern vielmehr eine weihevolle St\u00e4tte der Architektur. <\/p>\n<p> Restaurierung durch Schreiner aus Stuttgart <\/p>\n<p>Oft streichelt er die Oberfl\u00e4chen mit der Hand, kennt als gelernter Schreiner alle verbauten Holzarten, spricht \u00fcber die herausragende Leistung des Stuttgarter Schreiners, der die Einbauten nun restauriert. \u201eEs ist anstrengend, anspruchsvoll, es zieht sich lange hin\u201c, gibt der Architekt und Hochschullehrer unumwunden zu. \u201eEs ist aber auch toll, nichts von der Stange. Und, ja, es ist auch eine Ehre, die H\u00e4user von Heinle und Wischer auf diese sorgf\u00e4ltige und durchaus kostspielige Weise sanieren und umbauen zu d\u00fcrfen.\u201c <\/p>\n<p>Dass beim Blick auf die beiden luftigen, geradezu schwebenden Geb\u00e4ude recht eindeutige Assoziationen entstehen und sich das angenehme Gef\u00fchl einstellt, als k\u00f6nnte man seiner Zeit, seiner Epoche entfliehen, war und ist wom\u00f6glich beabsichtigt. Gute Architektur ist nicht selten zeitlos. Ein bisschen good old America am Killesberg. <\/p>\n<p> Das eigene Stuttgarter Traumhaus <\/p>\n<p>\u201eDie H\u00e4user sind eine gelungene Mixtur aus den Case Study Houses und der \u00c4sthetik Mies van der Rohes\u201c, findet Mirko Ruppenstein. Heinle und Wischers <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.buchtipp-architektur-was-passiert-mit-mies-van-der-rohes-erster-bauhaus-villa.f6bc4928-cb21-43a1-9f63-c1770013aa66.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00c4sthetik ist von Ludwig Mies van der Rohes Geist durchweht<\/a>, sie ist inspiriert von der Architektur der Chicagoer Nachkriegszeit mit ihrer n\u00fcchternen, konstruktionsbetonten Formensprache. <\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich hat auch Erwin Heinle h\u00f6chstselbst einmal die Frage nach seinem Traumhaus so beantwortet: \u201e<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.architekturfotografie-in-der-weissenhofwerkstatt-eigenwillige-blicke-auf-den-bauhaus-architekten.07281b93-b38f-446f-90e2-e52ab80141e9.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Das Farnsworth House bei Chicago von Mies van der Rohe<\/a>.\u201c Und als er noch gefragt wurde, was denn sein gelungenstes Objekt gewesen sei, entgegnete er schlicht: \u201eUnser Wohnhaus.\u201c <\/p>\n<p> Info <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Immobilie<\/strong><br \/>Die beiden ehemaligen Wohnh\u00e4user von Erwin Heinle und Robert Wischer werden \u00fcber die Stuttgarter Moventia Real Estate GmbH angeboten. Der Preis ist auf Anfrage. <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>B\u00fcro<\/strong><br \/>1962 begann die Geschichte des B\u00fcros Erwin Heinle (1917-2002) und Robert Wischer (1930-2007). Das B\u00fcro war direkt in einem unterhalb der Wohnh\u00e4user gelegenen Ateliergeschoss untergebracht. Das Architekturb\u00fcro besteht noch heute, ist aber in ein anderes Geb\u00e4ude umgezogen. Es wird von Thomas Heinle, dem Sohn von Erwin Heinle, geleitet. Aktuell erstellen Heinle Wischer und Partner unter anderem ein Geb\u00e4ude in der Hamburger Hafencity, das im Gebrauch CO2neutral sein soll. <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Tag des offenen Denkmals<\/strong><br \/>Am 14. September ist Tag des offenen Denkmals \u2013 und die Wohnh\u00e4user von Heinle und Wischer k\u00f6nnen ebenfalls besichtigt werden. Mehrere 20-min\u00fctige F\u00fchrungen an diesem Tag sind vorgesehen, unter fachkundiger Begleitung von Mirko Ruppenstein, der als Architekt auch die Kernsanierung der Geb\u00e4ude verantwortet. Treffpunkt ist die Schottstra\u00dfe 110 in 70192 Stuttgart, n\u00e4here Informationen zur Anmeldung unter www.tag-des-offenen-denkmals.de sowie bei Fragen unter ruppenstein@ruppenstein-ia.de.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Was ist schon typisch Stuttgart? Die Maultasche? Der Mercedes-Stern? Die John-Cranko-Ballettschule? Die St\u00e4ffele? 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