{"id":386048,"date":"2025-08-31T08:05:12","date_gmt":"2025-08-31T08:05:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/386048\/"},"modified":"2025-08-31T08:05:12","modified_gmt":"2025-08-31T08:05:12","slug":"politik-und-datenschutz-verbraucher-suchen-alternativen-zu-us-tech-produkten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/386048\/","title":{"rendered":"Politik und Datenschutz: Verbraucher suchen Alternativen zu US-Tech-Produkten"},"content":{"rendered":"<p>                    Politik und Datenschutz<br \/>\n                Verbraucher suchen Alternativen zu US-Tech-Produkten<\/p>\n<p>\t\t\t\t              31.08.2025, 09:40 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>An Paypal, Google, ChatGPT und WhatsApp f\u00fchrt f\u00fcr viele Menschen kein Weg vorbei. Doch manche Verbraucher und Verbraucherinnen suchen inzwischen bewusst nach europ\u00e4ischen Alternativen &#8211; auch aus politischen Gr\u00fcnden.<\/strong><\/p>\n<p>Wer die Restaurantrechnung per Revolut-App teilt und auf seinem Rechner den Vivaldi-Browser nutzt, mag in manchen Kreisen als spleeniger Au\u00dfenseiter gelten. Doch einige Entwicklungen der vergangenen Monate haben dazu gef\u00fchrt, dass sich mittlerweile auch Menschen, die bisher auf digitale Produkte und Dienstleistungen von Marktf\u00fchrern wie Google, Paypal, Amazon oder Meta setzen, mehr Gedanken machen \u00fcber Datenschutz und Abh\u00e4ngigkeiten. <\/p>\n<p>Das Bewusstsein f\u00fcr diese Problematik sei bei Verbrauchern zwar insgesamt nicht so gro\u00df wie bei Unternehmen und Beh\u00f6rden, sagt Florian Glatzner von der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Er habe jedoch den Eindruck, dass viele Nutzer inzwischen &#8222;ein schlechtes Gef\u00fchl in der Magengegend&#8220; h\u00e4tten, nicht nur bei Soft- und Hardware aus China, sondern auch bei Produkten aus den USA. Da es meist einfacher sei, Apps und andere Produkte zu nutzen, die weit verbreitet, benutzerfreundlich und h\u00e4ufig sogar schon auf den Ger\u00e4ten voreingestellt seien, f\u00fchre dieses Unwohlsein aber in den meisten F\u00e4llen nicht zu einer \u00c4nderung des Verhaltens. Oder zumindest nicht sofort. Psychologen nennen so etwas kognitive Dissonanz.<\/p>\n<p>Dabei geht es gar nicht unbedingt immer um die Sorge, ein US-Konzern k\u00f6nnte auf Grundlage politischer Vorgaben ohne Vorwarnung den Zugang zu den eigenen Daten sperren. Auch andere, banalere Zw\u00e4nge sorgen daf\u00fcr, dass Nutzerinnen und Nutzer ins Nachdenken kommen. Zu den F\u00e4llen, die in j\u00fcngster Zeit f\u00fcr einigen \u00c4rger bei Verbrauchern gesorgt haben, z\u00e4hlt Glatzner die schon l\u00e4nger angek\u00fcndigte Entscheidung von Microsoft, dass der kostenlose Support f\u00fcr Windows 10 am 14. Oktober endg\u00fcltig endet. Mit eventuellen Sicherheitsl\u00fccken bleiben die Nutzer des Betriebssystems dann allein. F\u00fcr Privatkunden gibt es &#8211; Stand jetzt &#8211; dann nur noch die M\u00f6glichkeit gegen Geb\u00fchr f\u00fcr ein Jahr Sicherheitsupdates zu erhalten. <\/p>\n<p>Gleichzeitig sind die Mindestanforderungen, die ein Ger\u00e4t erf\u00fcllen muss, damit darauf Windows 11 installiert werden kann, so hoch, dass viele ansonsten noch voll funktionsf\u00e4hige Hardware ersetzt werden muss &#8211; falls die Betroffenen nicht auf ein anderes Betriebssystem umsteigen wollen. Das verursache unn\u00f6tige Kosten und gro\u00dfe Mengen von Elektroschrott, so die Kritik einiger Nutzer. <\/p>\n<p>Online-Bezahldienst &#8222;made in Europe&#8220; <\/p>\n<p>Bei Paypal waren vor knapp einer Woche Sicherheitssysteme ausgefallen, die betr\u00fcgerische Lastschriften herausfiltern sollen. Daraufhin hatten etliche Banken in Deutschland von der Paypal-Bank in Luxemburg weitergereichte Lastschriften gestoppt. Dabei ging es um Lastschriften, bei denen Paypal das Geld vom Bankkonto der Kunden einzieht, nachdem diese etwa Waren im Internet gekauft haben. Nicht erst seit dieser gro\u00dfen Panne bem\u00fchen sich europ\u00e4ische Wettbewerber wie die Neobank Revolut oder Wero, der Dienstleister der European Payments Initiative (EPI), mit dem Argument &#8222;Made in Europe&#8220; dem Online-Zahlungsdienstleister aus den USA Konkurrenz zu machen.<\/p>\n<p>Wer die mobile Wallet Wero nutzt, braucht im Unterschied zu einer herk\u00f6mmlichen \u00dcberweisung nicht die Kontonummer des Empf\u00e4ngers, sondern kann Geld in Echtzeit an eine Handynummer oder E-Mail-Adresse senden. Der bislang allerdings nur in Deutschland, Frankreich und Belgien nutzbare Service war zun\u00e4chst nur ein Angebot f\u00fcr die Kundschaft von Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken, die ihn \u00fcber die Apps ihrer jeweiligen Institute zur Verf\u00fcgung stellten. Inzwischen gibt es eine eigenst\u00e4ndige Wero-App. Die Direktbank ING hat Wero eingef\u00fchrt und auch Revolut hat Wero mittlerweile in seine App integriert. <\/p>\n<p>Und wenn etwas schiefgeht? Das Bundesamt f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) r\u00e4t bei der Auswahl jedweder Produkte, zu schauen &#8222;was passiert mit den eigenen Daten oder den Daten der Angeh\u00f6rigen?&#8220;. Eine Sprecherin der Beh\u00f6rde sagt: &#8222;Das BSI empfiehlt Verbraucherinnen und Verbrauchern, sich bei der Entscheidung f\u00fcr ein Produkt oder eine Dienstleistung grunds\u00e4tzlich nicht nur die Frage zu stellen, ob die Grundfunktionalit\u00e4t hilfreich ist, sondern darauf zu achten, welche Informationen der Anbieter mit Blick auf Sicherheitsvorf\u00e4lle bereitstellt, etwa entsprechende Ma\u00dfnahmen und Kontaktm\u00f6glichkeiten.&#8220; <\/p>\n<p>Mehrheit beklagt Abh\u00e4ngigkeit von USA und China bei KI <\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie bei den Zahlungsdienstleistern, wo US-Konzerne wie Paypal, Visa und Mastercard in puncto Marktanteil in Deutschland nach wie vor weit vor der europ\u00e4ischen Konkurrenz liegen, sieht es auf dem rasant wachsenden Feld der K\u00fcnstlichen Intelligenz (KI) aus. Im Fr\u00fchjahr ver\u00f6ffentlichte der Branchenverband Bitkom die Ergebnisse einer repr\u00e4sentativen Umfrage. Damals sagten 68 Prozent der Befragten, dass Deutschland im Bereich KI von den USA und China zu stark abh\u00e4ngig sei. 60 Prozent wollten, dass Deutschland unabh\u00e4ngiger von US-amerikanischen KI-Unternehmen wird. <\/p>\n<p>Der Studie zufolge nutzten zwei Drittel (67 Prozent) der Menschen in Deutschland ab 16 Jahren zumindest gelegentlich generative KI. Im vergangenen Sommer waren es 40 Prozent. Dabei beschr\u00e4nkt sich die Nutzung fast ausschlie\u00dflich auf die drei f\u00fchrenden Anbieter OpenAI (ChatGPT), Microsoft (Copilot) und Google (Gemini). Das KI-Start-up Mistral AI (Le Chat) aus Frankreich, das vor allem Open-Source-Sprachmodelle entwickelt und besonders auf Privatsph\u00e4re achtet, ist hierzulande dagegen noch weitgehend unbekannt. Das deutsche Pendant Aleph Alpha fokussiert sich eher auf konkrete KI-L\u00f6sungen f\u00fcr Firmenkunden und \u00f6ffentliche Auftraggeber, die hohe datenschutzrechtliche Anforderungen erf\u00fcllen m\u00fcssen. <\/p>\n<p>Datenschutzfragen und Strategien zur Reduzierung von Abh\u00e4ngigkeiten besch\u00e4ftigen nicht nur Verbraucher und Unternehmen, sondern werden auch politisch kontrovers diskutiert. Das BSI setzt bei digitaler Souver\u00e4nit\u00e4t auf eine Doppelstrategie: Der EU-Markt und die eigene Digitalindustrie sollen gest\u00e4rkt werden. Internationale Produkte sollen technisch so abgesichert werden, dass ein souver\u00e4ner Einsatz m\u00f6glich wird. <\/p>\n<p>Frankreich und Deutschland wollen am 18. November gemeinsam mit der EU-Kommission in Berlin einen Gipfel zum Thema digitale Souver\u00e4nit\u00e4t ausrichten. Der Bundesregierung geht es hier auch darum, Risiken zu minimieren. Oder, wie es Bundeskanzler Friedrich Merz am Freitag bei einer Pressekonferenz mit dem franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Emmanuel Macron ausdr\u00fcckte: &#8222;Das ist wichtig f\u00fcr die Widerstandsf\u00e4higkeit unserer Volkswirtschaften.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Politik und Datenschutz Verbraucher suchen Alternativen zu US-Tech-Produkten 31.08.2025, 09:40 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":386049,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[175,675,170,169,29,30,171,174,13924,6415,104000,173,172,55],"class_list":{"0":"post-386048","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-business","9":"tag-chatgpt","10":"tag-companies","11":"tag-companies-markets","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-markets","15":"tag-maerkte","16":"tag-meta-platforms","17":"tag-paypal","18":"tag-technologiekonzerne","19":"tag-unternehmen","20":"tag-unternehmen-maerkte","21":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115122347871960757","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/386048","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=386048"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/386048\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/386049"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=386048"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=386048"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=386048"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}