{"id":386272,"date":"2025-08-31T11:04:17","date_gmt":"2025-08-31T11:04:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/386272\/"},"modified":"2025-08-31T11:04:17","modified_gmt":"2025-08-31T11:04:17","slug":"benefiz-lesung-bei-funke-in-essen-mit-einem-hospiz-krimi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/386272\/","title":{"rendered":"Benefiz-Lesung bei Funke in Essen mit einem Hospiz-Krimi"},"content":{"rendered":"<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Am 9. Oktober gibt es in der Lounge des Funke-Medienhauses \u00fcber den D\u00e4chern von Essen einen Benefiz-Abend f\u00fcr die Hospiz-Bewegung. Neben einer Lesung des H\u00f6rzu-Chefreporters Mike Powelz aus seinem Krimi \u201eDie Flockenleserin\u201c, der auf einer Palliativ-Station spielt, gibt es ein Gespr\u00e4ch zwischen <a href=\"https:\/\/www.waz.de\/lokales\/essen\/article409790946\/mit-35-noch-studieren-aber-die-rente-mit-70-fordern.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.waz.de\/lokales\/essen\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1756090800\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann<\/a> (CDU) und Thomas Sitte, dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Palliativ-Stiftung. Wir sprachen mit Autor Mike Powelz \u00fcber seinen Roman.<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body mb-5 mt-10 font-bold\">Herr Powelz, Ihre \u201eFlockenleserin\u201c kommt \u00e4u\u00dferlich wie ein Mystery-Thriller daher und handelt von einem Serienmord in einem Hospiz. Wie wollen Sie denn damit Werbung machen f\u00fcr die in der Tat ja wichtige Palliativ-Medizin?<\/p>\n<p data-storyline=\"answer\" class=\"expressive-copy-lg-body mb-10 mt-5 [&amp;:has(+[data-storyline=answer])]:mb-5\"><strong>Mike Powelz:<\/strong> Eigentlich wollte ich im August 2009 nur sieben Tage f\u00fcr eine \u201eH\u00f6rzu\u201c-Reportage im Hamburger Hospiz \u201eLeuchtfeuer\u201c verbringen. Aber nachdem ich mich mit mehreren der todkranken \u201eG\u00e4ste\u201c angefreundet hatte \u2013 und es immer wieder neue Anl\u00e4sse f\u00fcr Besuche gab, beispielsweise Geburtstage, Trauerfeiern, Weihnachten, Silvester und Ostern \u2013, war ich letztlich fast ein Jahr dort. In dieser Zeit habe ich wahnsinnig viele Einblicke in den Alltag von Menschen am Lebensende bekommen. Beispielsweise von Managern und Professoren, aber auch von \u00e4lteren Damen, Hausfrauen und ja, auch in die Gedankenwelt einer aidskranken jungen Frau.\u00a0<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body mb-5 mt-10 font-bold\">Und wie kam es dann zu einem Krimi?<\/p>\n<p data-storyline=\"answer\" class=\"expressive-copy-lg-body mb-10 mt-5 [&amp;:has(+[data-storyline=answer])]:mb-5\">Nach ungef\u00e4hr elf Monaten hatte ich unterm Strich so viel Wissen \u00fcber psychologische Probleme, medizinische Herausforderungen, den Umgang mit Krebs und vieles mehr gewonnen, dass ich zuerst daran dachte, eine Art Ratgeber \u00fcber die Herausforderungen am Lebensende zu schreiben. Einen Ratgeber, der mein gesammeltes Wissen \u00fcber die Palliativmedizin umfassen sollte, aber auch typische psychologische \u201eBaustellen\u201c und die verschiedenen Phasen des Sterbens und Loslassens.\u00a0<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body mb-5 mt-10 font-bold\">Aber Sie haben gez\u00f6gert, weil es nicht der erste Ratgeber dieser Art gewesen w\u00e4re?\u00a0<\/p>\n<p data-storyline=\"answer\" class=\"expressive-copy-lg-body mb-10 mt-5 [&amp;:has(+[data-storyline=answer])]:mb-5\">Bis mir pl\u00f6tzlich die Idee kam, das Thema vielleicht besser in Krimiform zu verpacken \u2013 ganz \u00e0 la <a href=\"https:\/\/www.waz.de\/lokales\/dortmund\/article409828459\/ueberraschung-hauptdarstellerin-verlaesst-dortmunder-tatort.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.waz.de\/lokales\/dortmund\/\" data-paid-status=\"default\" data-article-publish-date=\"1756097720\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eTatort\u201c<\/a>, wo ein schwieriges, abschreckendes Sujet wie die Traumatisierung von ehemals in Afghanistan stationierten deutschen Soldaten den Zuschauern auch \u201eunterjubelt\u201c wird, weil sie sich ansonsten, so zumindest meine Wahrnehmung, eher nicht mit etwas so Be\u00e4ngstigendem und mit Vorurteilen und Tabubehaftetem besch\u00e4ftigen w\u00fcrden. Aber eine alte Dame \u00e0 la Miss Marple, die zum Sterben ins Hospiz geht und dort erst noch eine Mordserie aufkl\u00e4ren m\u00f6chte, wobei sie gegen die Zeit, sprich: gegen ihr eigenes Ableben, k\u00e4mpft? Darin sah ich ein Potenzial, um viele Leser zu begeistern \u2013 und sie zugleich aufzukl\u00e4ren.<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body mb-5 mt-10 font-bold\">Was hat Sie denn am meisten beeindruckt in den elf Monaten im Hospiz?\u00a0<\/p>\n<p data-storyline=\"answer\" class=\"expressive-copy-lg-body mb-10 mt-5 [&amp;:has(+[data-storyline=answer])]:mb-5\">Am meisten \u00fcberrascht hat mich, dass der Alltag in einem Hospiz nicht d\u00fcster, dunkel und traurig ist \u2013 sondern dass es durchaus auch so genannte \u201amobile Phasen\u2018 gibt, in denen die Bewohner, auch \u201aG\u00e4ste\u2018 genannt, mehrere Tage lang gemeinsam am Essenstisch sitzen, miteinander lachen und scherzen, zwischendurch auch mal ernst reflektieren, aber sich unterm Strich gegenseitig ihre (Alltags-)Geschichten erz\u00e4hlen. Und, dass sie, wenn die Schmerzen auf ein ertr\u00e4gliches Ma\u00df gelindert wurden, wieder Spa\u00df an vielen Dingen haben. <\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body mb-5 mt-10 font-bold\">Gab es denn ein besonderes Ereignis, das ihnen im Ged\u00e4chtnis geblieben ist?<\/p>\n<p data-storyline=\"answer\" class=\"expressive-copy-lg-body mb-10 mt-5 [&amp;:has(+[data-storyline=answer])]:mb-5\">Ich werde nie eine Nachtschicht vergessen, bei der ich die Pfleger als Reporter von 22 bis 6 Uhr begleiten durfte. Denn in jener Nacht, als es im Hospiz still und ruhig wurde und die Alltagsger\u00e4usche nicht mehr f\u00fcr Ablenkung sorgten, hatte so mancher Gast das Bed\u00fcrfnis, aus seinem Leben und von seinen \u00c4ngsten zu erz\u00e4hlen. Aus diesem Grund beinhaltet die Krimilesung auch zwei je 45-min\u00fctige Bl\u00f6cke. Zuerst erz\u00e4hle ich vom lustig-lauten Leben im Hospiz, rei\u00dfe dabei den Krimiaspekt an \u2013 und entf\u00fchre die Besucher der Lesung dann in eine finster-bedrohliche Nachtschicht, die mit einem Doppelmord endet.<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\"><strong>Der Abend in der Funke-Lounge beginnt um 19 Uhr, Einlass ist ab 18:30 Uhr. Es gibt Getr\u00e4nke und kleine Speisen, vom Eintritt (20 Euro) gehen 15 Euro an die Palliativ-Stiftung. Erwartet wird auch die bekannte TV-Reporterin Antonia Rados, die das Vorwort zur \u201eFlockenleserin\u201c geschrieben hat. Tickets gibt es unter <a href=\"https:\/\/eur02.safelinks.protection.outlook.com\/?url=https%3A%2F%2Fwir-lieben-tickets.de%2Fdie-flockenlesern-tickets-4246.html&amp;data=05%7C02%7CJens.Dirksen-Delgado%40funkemedien.de%7Cfd6ac1f652d4418b841608dde7105cfc%7C23db520766134b9987ed0998fcf9e578%7C0%7C0%7C638920779648527557%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&amp;sdata=ahsWUlgNAfIC5Bk6ainbcG2vcpLIjFGbNwDn5zJCc4g%3D&amp;reserved=0\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wir lieben Tickets.<\/a> <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am 9. 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