{"id":387002,"date":"2025-08-31T20:34:15","date_gmt":"2025-08-31T20:34:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/387002\/"},"modified":"2025-08-31T20:34:15","modified_gmt":"2025-08-31T20:34:15","slug":"zehn-jahre-wir-schaffen-das-triebfeder-fuer-europas-asylreform","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/387002\/","title":{"rendered":"Zehn Jahre &#8222;Wir schaffen das&#8220;: Triebfeder f\u00fcr Europas Asylreform"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 30.08.2025 17:12 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Entwicklungen des Sommers 2015 mit den Millionen Gefl\u00fcchteten in Europa wirkten wie ein Katalysator f\u00fcr die Reform der europ\u00e4ischen Asylpolitik. Kommendes Jahr wird das neue Asylsystem vollst\u00e4ndig in Kraft treten.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/kathrin-schmid-102.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Kathrin Schmid\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1756672455_43_kathrin-schmid-104.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAls die damalige Kanzlerin Angela Merkel vor zehn Jahren in Berlin ihren ber\u00fchmten Satz &#8222;Wir schaffen das&#8220; sagte, hatte das nicht nur Folgen f\u00fcr Deutschland, sondern auch f\u00fcr Europa.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nRund f\u00fcnf Wochen sp\u00e4ter fand Merkel im EU-Parlament in Stra\u00dfburg \u00e4hnlich gro\u00dfe Worte: &#8222;Die \u00fcberaus gro\u00dfe Zahl der Fl\u00fcchtlinge ver\u00e4ndert Europas Tagesordnung.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDenn auch in der gesamten EU stieg die Zahl der Asylbewerber damals sprunghaft\u00a0an: 2015 auf gut 1,2 Millionen, 2016 schon auf mehr als anderthalb Millionen Antr\u00e4ge, und die Zahl blieb auch in den Jahren danach &#8211; mit Ausnahme des ersten Corona-Jahrs 2020 &#8211; \u00e4hnlich hoch.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch Merkel betonte damals schon, dass Europa seine Asylpolitik anpassen m\u00fcsse: &#8222;Niemand verl\u00e4sst seine Heimat leichtfertig. Auch nicht die, die aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden kommen. Aber denen m\u00fcssen wir sagen, dass sie nicht bei uns bleiben k\u00f6nnen, damit wir denen wirklich helfen k\u00f6nnen, die tats\u00e4chlich unseren Schutz vor Krieg und Verfolgung brauchen. Und dazu brauchen wir einen politischen Prozess in Europa.&#8220;<\/p>\n<p>    Ein Weckruf f\u00fcr die EU<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Ereignisse 2015 waren ein Weckruf f\u00fcr die EU &#8211; aber nur einer von vielen. Auch die dramatischen Szenen auf dem Mittelmeer etwa oder die \u00fcberf\u00fcllten Aufnahmezentren in Italien und Griechenland z\u00e4hlten dazu, sagt die CDU-Europaabgeordnete Lena D\u00fcpont.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSie gestaltet die EU-Asylpolitik seit rund sechs Jahren entscheidend mit und erz\u00e4hlt: &#8222;Wir haben zu Beginn der letzten Legislaturperiode erst einmal die Scherben des &#8218;alten Paketes&#8216; aufsammeln m\u00fcssen. Auch dadurch, dass es eine jahrelange Blockade unter den Mitgliedstaaten gegeben hat. Die EU-Kommission musste erst mal sehr viel Zeit in Hauptstadt-Diplomatie investieren, um dann mit einem neuen Gesetzesvorschlag auf Parlament und Rat zuzukommen.&#8220;<\/p>\n<p>    Das neue Gemeinsame Europ\u00e4ische Asylsystem<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nHerausgekommen ist schlie\u00dflich ein dickes Gesetzeswerk namens GEAS: das Gemeinsame Europ\u00e4ische Asylsystem, das kommenden Sommer vollst\u00e4ndig in Kraft treten wird. Mit ihm sollen die Au\u00dfengrenzen der EU besser gesch\u00fctzt, Migration begrenzt und Abschiebungen beschleunigt werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZw\u00f6lf umfangreiche Rechtsakte regeln tausende Details, unter anderem, dass Gefl\u00fcchtete sich nicht &#8211; wie vor zehn Jahren etwa von Ungarn aus &#8211; unregistriert durch die EU bewegen, so D\u00fcpont. Kerngedanke sei insbesondere aus deutscher Perspektive das Verhindern von Sekund\u00e4rmigration, also das Weiterziehen innerhalb der EU. &#8222;Dies ist aufgenommen worden in die Reform von Eurodac.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Fingerabdruck-Identifizierungssystem Eurodac soll etwa daf\u00fcr sorgen, dass Gefl\u00fcchtete nicht mehrfach Asyl in der EU beantragen. &#8222;F\u00fcr die Au\u00dfengrenzstaaten ist die Registrierung der Gefl\u00fcchteten jetzt Pflicht, weil schlicht und ergreifend daran auch der Solidarit\u00e4tsmechanismus h\u00e4ngt.&#8220;<\/p>\n<p>    Das Problem der solidarischen Verteilung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTats\u00e4chlich ist Solidarit\u00e4t in der europ\u00e4ischen Asylpolitik ein kompliziertes Thema. Wenige Tage nach Merkels &#8222;Wir schaffen das&#8220; sagte der damalige EU-Parlamentspr\u00e4sident Martin Schulz: &#8222;Wenn es hei\u00dft: Die Menschen wollen ja alle gar nicht in Ungarn bleiben, die wollen nach Deutschland &#8211; dann mag das zutreffen. Es ist aber kein Vorschlag zur Probleml\u00f6sung. Wenn sie 500.000 Fl\u00fcchtlinge haben, die nach Europa kommen, und sie verteilen sie unter gut 500 Millionen Menschen, die in den 28 Mitgliedsstaaten der EU leben, dann ist das kein Problem.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas eigentliche Problem scheint aber noch nicht wirklich aus der Welt geschafft: Im neuen Asyl- und Migrationspakt bekennen sich die jetzt noch 27 EU-Staaten zwar dazu, solidarisch bei der Verteilung von Gefl\u00fcchteten zu sein. Sie wollen dies aber wohl ganz unterschiedlich ausgestalten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm Oktober wird die EU-Kommission nun zum ersten mal konkrete Verteilquoten vorschlagen &#8211; und Br\u00fcssel erwarten wohl sehr hei\u00dfe Diskussionen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 30.08.2025 17:12 Uhr Die Entwicklungen des Sommers 2015 mit den Millionen Gefl\u00fcchteten in Europa wirkten wie ein&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":387003,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,1680,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12,101556],"class_list":{"0":"post-387002","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-asylpolitik","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europe","15":"tag-european-union","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-wir-schaffen-das"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115125293401804504","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/387002","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=387002"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/387002\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/387003"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=387002"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=387002"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=387002"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}