{"id":38727,"date":"2025-04-17T08:48:23","date_gmt":"2025-04-17T08:48:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/38727\/"},"modified":"2025-04-17T08:48:23","modified_gmt":"2025-04-17T08:48:23","slug":"wto-prognose-welthandel-droht-wegen-der-zoelle-deutlich-zu-schrumpfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/38727\/","title":{"rendered":"WTO-Prognose: Welthandel droht wegen der Z\u00f6lle deutlich zu schrumpfen"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 16.04.2025 16:19 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Der aktuelle Zollstreit wird laut Prognose der Welthandelsorganisation (WTO) global gesehen zu weniger Handel f\u00fchren und das Wirtschaftswachstum bremsen. Besonders betroffen sind demnach die USA, aber auch Kanada.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAngesichts der von den USA ausgel\u00f6sten Zollspirale k\u00f6nnte der Welthandel dieses Jahr zur\u00fcckgehen. Diese Prognose stellt die Welthandelsorganisation (WTO) in ihrem am Mittwoch vorgelegten Ausblick.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie WTO-Experten gehen davon aus, dass das Volumen des Welthandels 2025 um mindestens 0,2 Prozent zur\u00fcckgehen wird &#8211; im schlimmsten Fall sogar um 1,5 Prozent. Ohne die j\u00fcngsten Entwicklungen im Zollstreit w\u00e4ren demnach rund drei Prozentpunkte mehr und somit ein Wachstum drin gewesen. Laut den Experten ist erst f\u00fcr 2026 mit einer moderaten Erholung zu rechnen: Dann winke ein Zuwachs von 2,5 Prozent.<\/p>\n<p>    Starke Folgen f\u00fcr Nordamerika<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie gr\u00f6\u00dften Auswirkungen haben die Z\u00f6lle laut WTO auf die USA selbst &#8211; und auf Kanada. Abgesehen vom Handelsvolumen werde auch die Wirtschaftsleistung stark leiden: Die WTO rechnet dieses Jahr nur noch mit 0,4 statt zwei Prozent Wachstum beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Nordamerika. Sie legt ihre Daten nur f\u00fcr die USA und Kanada zusammen vor.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn Nordamerika d\u00fcrften die Exporte in diesem Jahr um 12,6 Prozent zur\u00fcckgehen, die Importe um 9,6 Prozent, hei\u00dft es in der WTO-Analyse. Vor den Zollank\u00fcndigungen hatte sie plus 2,2 Prozent bei den Exporten und plus 2,8 Prozent bei den Importen erwartet.<\/p>\n<p>    Europa weniger betroffen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie chinesischen Exporte in die USA gehen nach WTO-Prognosen im derzeitigen Szenario um 77 Prozent zur\u00fcck. F\u00fcr Europa sind die Folgen weniger drastisch: Hier rechnet die WTO mit einem Exportplus von einem Prozent (statt vorher erwarteten 1,4 Prozent) und plus 1,9 Prozent Importe statt 2,1 Prozent. Insgesamt prognostiziert die WTO Europa f\u00fcr das laufende Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,2 statt 1,4 Prozent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBeim globalen BIP rechnet die WTO 2025 noch mit 2,2 Prozent Wachstum, reduziert von 2,8 Prozent, die sie vor den US-Zollank\u00fcndigungen erwartet hatte.\u00a0Bei der Analyse der WTO handelt es sich um eine Momentaufnahme mit den g\u00fcltigen Zollregeln am 14. April.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUS-Pr\u00e4sident Donald Trump hatte den 2. April zum &#8222;Tag der Befreiung&#8220; erkl\u00e4rt und gegen Handelspartner pauschale Z\u00f6lle von 20 Prozent verh\u00e4ngt. Diese wurden kurz danach f\u00fcr 90 Tage auf Eis gelegt. Die Ausnahme bildet China: Die Importz\u00f6lle auf Waren aus der Volksrepublik wurden sogar auf 145 Prozent hochgeschraubt, worauf China mit Gegenz\u00f6llen von 125 Prozent auf US-Waren konterte.<\/p>\n<p>    China d\u00fcrfte mehr in andere L\u00e4nder exportieren<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAlleine der Zollstreit zwischen China und den USA d\u00fcrfte Auswirkungen auf andere L\u00e4nder haben, hei\u00dft es von der WTO. So k\u00f6nne es wegen der hohen Handelsh\u00fcrden in den USA zu einer Umleitung von Handelsstr\u00f6men aus der Volksrepublik in andere Regionen der Welt kommen. Waren-Exporte Chinas in Regionen au\u00dferhalb Nordamerikas d\u00fcrften danach um vier bis neun Prozent zulegen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZugleich werden die Einfuhren der USA aus China in einigen Bereichen voraussichtlich deutlich sinken &#8211; so etwa bei Textilien und elektrischer Ausr\u00fcstung. Dies er\u00f6ffne wiederum Chancen f\u00fcr Entwicklungsl\u00e4nder, ihre Exporte in die USA zu steigern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie WTO wies bei ihrer Prognose darauf hin, dass man sich bei der Bewertung der Auswirkungen des Zollkonflikts auf weitgehend unbekanntes Territorium vorwage. &#8222;Der beispiellose Charakter der j\u00fcngsten \u00c4nderungen in der Handelspolitik stellt eine Herausforderung f\u00fcr Wirtschaftsprognostiker dar, da es in der j\u00fcngeren Geschichte kein direkt vergleichbares Ereignis gab.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 16.04.2025 16:19 Uhr Der aktuelle Zollstreit wird laut Prognose der Welthandelsorganisation (WTO) global gesehen zu weniger Handel&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":38728,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[13,10268,14,15,12,10,8,9,11,113,103,3945,104,5631,211],"class_list":{"0":"post-38727","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-headlines","9":"tag-konjunktur","10":"tag-nachrichten","11":"tag-news","12":"tag-schlagzeilen","13":"tag-top-news","14":"tag-top-meldungen","15":"tag-topmeldungen","16":"tag-topnews","17":"tag-trump","18":"tag-welt","19":"tag-wirtschaftswachstum","20":"tag-world","21":"tag-wto","22":"tag-zoelle"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114352443033136734","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38727","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=38727"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38727\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/38728"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=38727"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=38727"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=38727"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}