{"id":3873,"date":"2025-04-03T03:51:16","date_gmt":"2025-04-03T03:51:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/3873\/"},"modified":"2025-04-03T03:51:16","modified_gmt":"2025-04-03T03:51:16","slug":"vor-us-zoellen-vw-und-bmw-legen-in-usa-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/3873\/","title":{"rendered":"Vor US-Z\u00f6llen: VW und BMW legen in USA zu"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 02.04.2025 12:13 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>US-Konsumenten nutzen offenbar ihre &#8222;letzte Chance&#8220; vor etwaigen Preissteigerungen durch den Handelskonflikt und kaufen deutsche Autos. Langfristig ist der Ausblick f\u00fcr deutsche Konzerne aber d\u00fcster.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn den USA handeln Kunden und Kundinnen vor denkbaren Z\u00f6llen auf EU-Importe offenbar noch schnell: Die deutschen Autobauer legten auf dem f\u00fcr sie sehr wichtigen Markt im ersten Quartal mehrheitlich zu. Volkswagen und BMW konnten ihre Verk\u00e4ufe teils sp\u00fcrbar steigern. Mit den angek\u00fcndigten h\u00f6heren US-Einfuhrz\u00f6llen d\u00fcrften die Konzerne k\u00fcnftig in Zugzwang geraten. Die Festsetzung der Z\u00f6lle durch US-Pr\u00e4sident Donald Trump wird an diesem Abend deutscher Zeit in Washington erwartet.<\/p>\n<p>    VW und BMW im plus &#8211; Audi verliert<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Volkswagen steigerte die Verk\u00e4ufe in den USA um 7,1 Prozent auf 87.915 Fahrzeuge, wie das Unternehmen in Reston mitteilte. Die Verk\u00e4ufe des SUV-Modells Taos und der Limousine Jetta trieben das Wachstum der Marke an. Auch das Elektroauto ID.4 kam besser an. Vom neu aufgelegten Elektro-Bulli ID.Buzz verkaufte Volkswagen aus dem Stand rund 1.900 Fahrzeuge. Bei der VW-Tochter Audi hingegen lief es nicht so rund. Die Ingolst\u00e4dter verkauften 42.710 Fahrzeuge und damit rund drei Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Im M\u00e4rz allein gesehen zogen die Verk\u00e4ufe beim BMW-Rivalen allerdings um acht Prozent an.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBMW konnte in den ersten drei Monaten 2025 in den USA ebenfalls Fahrt aufnehmen. Von der Hausmarke BMW lieferten die Bayern 87.615 Autos aus, das waren 3,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen mitteilte. Schwung gaben die vollelektrischen Autos, die um 26,4 Prozent auf 13.538 Wagen anzogen. Die BMW-Limousinenmodelle konnten mit den SUV-Autos des Konzerns insgesamt fast gleichziehen. Bei der BMW-Tochter Mini legten die Verk\u00e4ufe um 9,5 Prozent auf 6.976 Autos zu.<\/p>\n<p>    M\u00f6gliche Vorzieheffekte<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMercedes-Benz und die VW-Sportwagentochter Porsche AG legen ihre US-Zahlen erst noch vor. Die Resultate von VW, BMW und Audi k\u00f6nnten aber einen Hinweis darauf geben, dass die schon l\u00e4nger angedrohten h\u00f6heren US-Einfuhrz\u00f6lle auf EU-Importe zu Vorziehk\u00e4ufen gef\u00fchrt haben.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie US-Regierung hatte zun\u00e4chst angek\u00fcndigt, bis Anfang April Vorschl\u00e4ge zu erarbeiten. Vergangene Woche k\u00fcndigte Trump dann Z\u00f6lle von zus\u00e4tzlichen 25 Prozent auf EU-Autoimporte an. Bisher erheben die USA 2,5 Prozent auf Pkw aus der EU, aber bereits 25 Prozent auf Pick-ups und besonders schwere Autos. Im Gegenzug schl\u00e4gt die EU bisher schon zehn Prozent Zoll auf Autoimporte aus den USA auf.\u00a0<\/p>\n<p>    Z\u00f6lle als Druckmittel<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTrump will mit h\u00f6heren Z\u00f6llen Druck auf Handelspartner aus\u00fcben, das chronische Handelsdefizit der USA mit gro\u00dfen Bl\u00f6cken wie der EU und China reduzieren und so Produktion in die Vereinigten Staaten zur\u00fcckholen. Fachleute bezweifeln, dass das gelingen kann, unter anderem wegen h\u00f6herer Kosten f\u00fcr die Produktion vor Ort und damit anziehender Inflation.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGegen\u00fcber Mexiko und Kanada hatte Trump die Regeln bereits in Teilen versch\u00e4rft. Das trifft bereits den Autobauer BMW, dessen in Mexiko produzierte Autos nicht den Anforderungen des nordamerikanischen Freihandelsabkommens USMCA gen\u00fcgen. Diese schreiben einen Wertsch\u00f6pfungsanteil von 75 Prozent in Nordamerika vor. BMW hatte daher und f\u00fcr Z\u00f6lle aus Aluminium und Stahl sowie auf US-Importe aus China bereits eine Milliardenbelastung in seine Jahresprognose einkalkuliert. Sollten die US-Einfuhrz\u00f6lle gegen die EU wie angek\u00fcndigt in Kraft treten, kommt es noch dicker.\u00a0<\/p>\n<p>    Struktureller Unterschied zu China<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZwar ist China f\u00fcr die deutschen Autobauer der insgesamt wichtigste Einzelmarkt. F\u00fcr den riesigen Markt in der Volksrepublik produzieren die Autobauer aber \u00fcberwiegend vor Ort in China. Die Handelsverflechtungen mit den USA aus der EU heraus sind tiefgreifender. Ein Verkaufsr\u00fcckgang in den USA k\u00f6nnte daher die europ\u00e4ischen Werke hart treffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 02.04.2025 12:13 Uhr US-Konsumenten nutzen offenbar ihre &#8222;letzte Chance&#8220; vor etwaigen Preissteigerungen durch den Handelskonflikt und kaufen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3874,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[3646,175,170,169,29,30,171,174,113,173,172,64,211],"class_list":{"0":"post-3873","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-auto-industrie","9":"tag-business","10":"tag-companies","11":"tag-companies-markets","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-markets","15":"tag-maerkte","16":"tag-trump","17":"tag-unternehmen","18":"tag-unternehmen-maerkte","19":"tag-usa","20":"tag-zoelle"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114272002565243768","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3873","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3873"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3873\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3874"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3873"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3873"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3873"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}