{"id":387372,"date":"2025-09-01T00:38:13","date_gmt":"2025-09-01T00:38:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/387372\/"},"modified":"2025-09-01T00:38:13","modified_gmt":"2025-09-01T00:38:13","slug":"ukrainische-schuelerinnen-malen-in-saarbruecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/387372\/","title":{"rendered":"Ukrainische Sch\u00fclerinnen malen in Saarbr\u00fccken"},"content":{"rendered":"<p>Ein Mann kehrt nach langer Trennung zur\u00fcck, f\u00e4llt seiner Frau in die Arme. Es ist ein Bild voller Sehnsucht \u2013 gemalt von der 15-j\u00e4hrigen Andriana aus Iwano-Frankiwsk in der Westukraine. F\u00fcr sie steht das Motiv f\u00fcr den Traum vieler Menschen in ihrer Heimat: das Wiedersehen mit geliebten Menschen und das <a href=\"https:\/\/www.sr.de\/sr\/home\/nachrichten\/politik_wirtschaft\/ukraine_demonstration_saarbruecken_104.html\" title=\"Zum Beitrag: 1000 Menschen demonstrieren in Saarbr\u00fccken f\u00fcr Frieden in der Ukraine \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ende des Krieges<\/a>.<\/p>\n<p>                          Eine lange Reise nach Saarbr\u00fccken<\/p>\n<p>Andriana ist eine von zehn Sch\u00fclerinnen aus der Ukraine, die f\u00fcr eine Woche nach Saarbr\u00fccken gereist sind, um hier gemeinsam mit deutschen Jugendlichen zu malen. 26 Stunden sa\u00dfen sie im Bus, bevor sie ihr Ziel erreichten. Eingeladen wurden sie von Pfarrer Thomas Hufschmidt von der Jugendkirche eli.ja. <\/p>\n<p>Bei einer Reise in die Ukraine hatte er die Sch\u00fclerinnen im vergangenen Jahr kennengelernt. Die Begegnung wollte er fortsetzen \u2013 diesmal in Saarbr\u00fccken. Ihm war wichtig, den Jugendlichen zu zeigen, dass Grenzen \u00fcberwunden werden k\u00f6nnen und dass gerade in einer Region wie dem Saarland, die selbst eine Geschichte von Konflikten und Vers\u00f6hnung kennt, Frieden wachsen kann.<\/p>\n<p>                          Kunst zwischen Alltag und Krieg<\/p>\n<p>Die Woche in Saarbr\u00fccken war f\u00fcr die M\u00e4dchen eine willkommene Abwechslung vom Alltag im Kriegsgebiet. In ihren Bildern dr\u00fccken sie dennoch immer wieder ihre Erfahrungen und Gef\u00fchle aus. \u201eWir wollen Frieden, wir wollen, dass der Krieg aufh\u00f6rt\u201c \u2013 das ist die Botschaft, die viele ihrer Werke tragen. <\/p>\n<p>F\u00fcr einige ist das Malen eine M\u00f6glichkeit, \u00c4ngste sichtbar zu machen, f\u00fcr andere eine Pause von den Nachrichten, die sie auch hier st\u00e4ndig verfolgen. Die 16-j\u00e4hrige Sophia beschreibt, wie sie in Saarbr\u00fccken die Leichtigkeit der Menschen sp\u00fcrt: das Lachen, Singen und Tanzen, das zu Hause gerade unm\u00f6glich scheint. Gleichzeitig bleibt die Unruhe: Die Gedanken an die Heimat lassen sie nicht los.<\/p>\n<p>                          Begegnungen und neue Eindr\u00fccke<\/p>\n<p>Die Sch\u00fclerinnen sind w\u00e4hrend ihres Aufenthalts im Saarland bei Gastfamilien untergebracht. Sie haben sich auf einen Aufruf der Gemeinde in den sozialen Medien gemeldet. So standen neben dem k\u00fcnstlerischen Arbeiten auch Ausfl\u00fcge auf dem Programm: nach Trier, Metz und Luxemburg. Besonders die Architektur beeindruckte viele, die in den St\u00e4dten aufmerksam fotografierten und skizzierten. <\/p>\n<p>Begleitet wurde der Workshop von dem K\u00fcnstler Uwe Appold. Er betont, dass Kunst eine besondere Kraft habe, Menschen miteinander ins Gespr\u00e4ch zu bringen und Br\u00fccken zu schlagen. F\u00fcr ihn ist Kunst nicht nur ein Ausdrucksmittel, sondern auch eine Form der Pers\u00f6nlichkeitsbildung: ein Raum, in dem Jugendliche lernen, ihre Gedanken sichtbar zu machen und miteinander zu teilen. In Saarbr\u00fccken sei das auf besondere Weise gelungen.<\/p>\n<p>                          Botschaften f\u00fcr die Zukunft<\/p>\n<p>Die Werke, die im Workshop entstanden sind, sind voller Symbolik: vom Wiedersehen getrennter Familien \u00fcber Szenen der Zerst\u00f6rung bis hin zu Bildern der Hoffnung. Sie spiegeln die Lebenswirklichkeit junger Menschen wider, die mit Krieg aufwachsen und dennoch eine Zukunft ohne Gewalt ertr\u00e4umen. <\/p>\n<p>Eine Sch\u00fclerin formuliert es schlicht: Sie w\u00fcnsche sich, dass die Ukrainerinnen und Ukrainer stark bleiben \u2013 und noch st\u00e4rker werden. Die Bilder sind noch bis zum 12. Oktober in der Jugendkirche eli.ja in Saarbr\u00fccken ausgestellt. Sie sind ein Zeugnis f\u00fcr Kreativit\u00e4t, Begegnung \u2013 und f\u00fcr den Wunsch nach Frieden.<\/p>\n<p>\u00dcber dieses Thema hat auch der \u201eaktuelle bericht\u201c im SR Fernsehen am 29.08.2025 berichtet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein Mann kehrt nach langer Trennung zur\u00fcck, f\u00e4llt seiner Frau in die Arme. 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