{"id":38773,"date":"2025-04-17T09:14:30","date_gmt":"2025-04-17T09:14:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/38773\/"},"modified":"2025-04-17T09:14:30","modified_gmt":"2025-04-17T09:14:30","slug":"warum-die-sparplaene-der-britischen-regierung-so-brisant-sind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/38773\/","title":{"rendered":"Warum die Sparpl\u00e4ne der britischen Regierung so brisant sind"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 26.03.2025 17:40 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die britische Wirtschaft w\u00e4chst deutlich weniger als bislang angenommen. Die sozialdemokratische Regierung hat deswegen eine brisante Streichliste erstellt. Es soll auch an Sozialleistungen gehen. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/christoph-proessl-106.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Christoph Pr\u00f6ssl\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/christoph-proessl-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Wirtschaftsaussichten f\u00fcr das Vereinigte K\u00f6nigreich sind nicht gut. Die Prognose der staatlichen Beh\u00f6rde OBR f\u00fcr 2025 muss halbiert werden &#8211; runter auf 1,0 Prozent, wie Finanzministerin Rachel Reeves heute im Parlament bekanntgeben musste.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie neue Prognose hat deutliche Auswirkungen auf die Finanzpolitik. Wenn das Wachstum schw\u00e4chelt, fallen die Steuereinnahmen geringer aus &#8211; es droht ein Defizit. Eine Steuererh\u00f6hung hat die britische Regierung ausgeschlossen. Mehr Kredite aufzunehmen ist auch schwierig. Die Staatsverschuldung ist in Gro\u00dfbritannien deutlich h\u00f6her als in Deutschland: Im Vereinigten K\u00f6nigreich betr\u00e4gt die Staatsschuldenquote nahezu 100 Prozent. Ein Investitionspaket wie das von der deutschen Politik angeschobene w\u00e4re in Gro\u00dfbritannien schlicht undenkbar.<\/p>\n<p>    Mehr junge Erwachsene sollen arbeiten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAlso muss gespart werden &#8211; zum Beispiel bei den Sozialausgaben. Die sozialen Sicherungssysteme funktionierten nicht mehr, sagte Reeves im Unterhaus. Jeden Tag w\u00fcrden etwa 1.000 Personen zugelassen f\u00fcr Unterst\u00fctzungsleistungen bei Langzeiterkrankungen und f\u00fcr Menschen mit Behinderung. Hier will die Labour-Regierung sparen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nReeves betonte au\u00dferdem, dass viel zu viele junge Menschen &#8211; etwa eine Million &#8211; weder arbeiteten noch in der Ausbildung steckten. Labour m\u00f6chte junge Erwachsene in Arbeit bringen. Dazu sollen noch weitere Ma\u00dfnahmen kommen, die in den n\u00e4chsten Monaten ausbuchstabiert werden.<\/p>\n<p>    Murren in der Labour-Partei<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nInsgesamt ist der Betrag, den die sozialdemokratische Regierung einsparen muss, gar nicht so gro\u00df: Es geht um knapp 20 Milliarden Euro. Doch die Streichliste ist politisch brisant. In der Partei murren bereits einige und argumentieren, Labour spare jetzt schlimmer als die Konservativen in 14 Jahren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nRachel Reeves machte heute auch deutlich, wo investiert werden soll, um das Wachstum anzukurbeln. Die Labour-Regierung hat mehrere Gro\u00dfprojekte versprochen, beispielsweise eine dritte Start- und Landebahn f\u00fcr den Flughafen Heathrow. Au\u00dferdem werden etwa 2,4 Milliarden Euro in den Wohnungsbau gesteckt, um erschwinglichen Wohnraum zu schaffen. Solche Ma\u00dfnahmen d\u00fcrften jedoch eher mittelfristig wirken. Es fehlen auch Arbeitskr\u00e4fte, Genehmigungen dauern oft viel zu lang.<\/p>\n<p>    Extra-Ausgaben f\u00fcr die Verteidigung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAu\u00dferdem k\u00fcndigte Reeves an, dass die Regierung die Verteidigungsindustrie f\u00f6rdern will. In diesem Bereich soll das Vereinigte K\u00f6nigreich eine Supermacht werden. Die Regierung hat bereits in Aussicht gestellt, dass sie die Verteidigungsausgaben bis 2027 auf 2,5 Prozent des j\u00e4hrlichen Wirtschaftswachstums erh\u00f6hen wird, in den Jahren danach auf 3,0 Prozent. Davon sollen auch mittelst\u00e4ndische Betriebe profitieren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Finanzministerin k\u00fcndigte schlie\u00dflich an, die Ausschreibungsverfahren zu vereinfachen. Zahlreiche britische Konzerne sind eng mit europ\u00e4ischen Unternehmen bei R\u00fcstungsprojekten verflochten, zum Beispiel beim Radpanzer &#8222;Boxer&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nExperten bef\u00fcrchten, dass sich die Wirtschaftslage im Jahresverlauf noch st\u00e4rker eintr\u00fcben k\u00f6nnte &#8211; zum Beispiel, wenn die US-Regierung weitere Z\u00f6lle einf\u00fchrt. Bislang ist Gro\u00dfbritannien davon ausgenommen. Aber auch ohne Z\u00f6lle auf britische Waren k\u00f6nnte die US-Politik das Wachstum weltweit bremsen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 26.03.2025 17:40 Uhr Die britische Wirtschaft w\u00e4chst deutlich weniger als bislang angenommen. 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