{"id":38844,"date":"2025-04-17T09:57:08","date_gmt":"2025-04-17T09:57:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/38844\/"},"modified":"2025-04-17T09:57:08","modified_gmt":"2025-04-17T09:57:08","slug":"mieten-in-berlin-berliner-wohnungsbuendnis-jetzt-ohne-vonovia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/38844\/","title":{"rendered":"Mieten in Berlin \u2013 Berliner Wohnungsb\u00fcndnis jetzt ohne Vonovia"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img304289\" src=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/img\/jpeg\/640\/304289\" alt=\"Mieten in Berlin \u2013 Berliner Wohnungsb\u00fcndnis jetzt ohne Vonovia\"\/><\/p>\n<p>Foto: dpa\/Annette Riedl<\/p>\n<p>Es war eine Trennung mit Ank\u00fcndigung. Wie der \u00bbTagesspiegel\u00ab berichtet, fliegt der Immobilienriese Vonovia aus dem \u00bbB\u00fcndnis f\u00fcr Wohnungsneubau und bezahlbares Wohnen\u00ab des Senats. \u00bbDas B\u00fcndnis wird auf Initiative des Regierenden B\u00fcrgermeisters Kai Wegner und in enger Abstimmung mit Bausenator Christian Gaebler neu aufgestellt und als Verb\u00e4ndeb\u00fcndnis fortgesetzt\u00ab, teilt eine Senatssprecherin dem \u00bbTagesspiegel\u00ab mit.<\/p>\n<p>Der Tropfen, der das Fass zum \u00dcberlaufen gebracht hat, d\u00fcrfte sein, dass Vonovia in den letzten Wochen und Monaten immer wieder Mieterh\u00f6hungen mit erfundenen Mietspiegelmerkmalen verschickt. Der Immobilienkonzern begr\u00fcndet diese Mieterh\u00f6hungsverlangen mit <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1186229.mieterhoehung-vonovia-erfindet-wohnwertsteigernde-mietspiegelmerkmale.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00bbguter \u00d6PNV-Anbindung\u00ab und \u00bbguter Nahversorgung\u00ab<\/a> \u2013 diese sind allerdings nicht im Mietspiegel aufgef\u00fchrt. Wie \u00bbnd\u00ab berichtete, scheiterte das Unternehmen immer wieder damit, <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1189712.mietspiegel-vonovia-mieterhoehung-wegen-haltestelle-und-supermarkt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diese Erh\u00f6hungen vor Gericht durchzusetzen.<\/a> Trotzdem verschickt das Unternehmen weiterhin entsprechende Schreiben an seine Mieter*innen.<\/p>\n<p>Das Senatsb\u00fcndnis war 2022 gegr\u00fcndet worden und setzt auf Kooperation von Politik und privaten Akteuren, um den Wohnungsbau anzukurbeln und \u00fcber freiwillige Vereinbarungen Mieten bezahlbar zu halten. Es war aber von Beginn an umstritten. Der Berliner Mieterverein etwa hatte sich wegen unzureichender Verhandlungsergebnisse dagegen entschieden, beizutreten. Im Oktober 2024 hatte der Senat eine Umstrukturierung angek\u00fcndigt. B\u00fcrgermeister Kai Wegner (CDU) sagte, das B\u00fcndnis habe viel geleistet, sei aber \u00bbrenovierungsbed\u00fcrftig\u00ab. Neben den landeseigenen Wohnungsunternehmen und dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU), sind noch weiter Verb\u00e4nde Teil des B\u00fcndnisses.<\/p>\n<p>Es ist nicht das erste Mal, dass es \u00c4rger mit Vonovia im B\u00fcndnis gibt. Bereits im vergangenen Sommer hatte das Unternehmen gegen eine zentrale Vereinbarung des B\u00fcndnisses versto\u00dfen. Es erh\u00f6hte Mieten um die rechtlich maximal m\u00f6glichen 15\u2005Prozent innerhalb von drei Jahren statt der vereinbarten 11\u2005Prozent. Dennoch war Vonovia im B\u00fcndnis verblieben.<\/p>\n<p>Anders hatte das der angeschlagene Wohnunsgkonzern Adler gemacht. Um den rechtlichen Rahmen bei Mieterh\u00f6hungen ausreizen zu k\u00f6nnen, war das Unternehmen 2023 <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1175536.mietmarkt-senat-wohnungsbuendnis-adler-macht-den-abflug.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">aus dem B\u00fcndnis ausgetreten<\/a>. Wohnungssenator Christian Gaebler (SPD) hatte damals noch gesagt: \u00bbWer nicht bereit ist, sich an die getroffenen Vereinbarungen zu halten, kann nicht Teil des B\u00fcndnisses sein.\u00ab Nach dem Austritt von Adler war Vonovia das letzte Wohnungsunternehmen, das im B\u00fcndnis verblieben war.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n<p>\u00bbDer Senat muss jetzt endlich mal anfangen, vern\u00fcnftige Politik zu machen, und Vonovia &amp; Co enteignen\u00ab<\/p>\n<p>Niklas Schenker (Linke)<br \/>wohnungspolitischer Sprecher<\/p><\/blockquote>\n<p>Zuletzt hatte der Vorstandsvorsitzende von Vonovia, Rolf Buch, im Januar f\u00fcr erhebliche Verstimmung in der Hauptstadtpolitik gesorgt. Bei einer Veranstaltung des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) behauptete er \u2013 ohne Belege\u2005\u2013, dass bei der Erstellung des Berliner Mietspiegels \u00bbget\u00fcrkt\u00ab worden sei, zu Ungunsten von Vermietern.<\/p>\n<p>\u00bbDas Wohnungsb\u00fcndnis ist endg\u00fcltig am Ende\u00ab, sagt Niklas Schenker, wohnungspolitischer Sprecher der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus zu \u00bbnd\u00ab. Unklar sei, ob nun auch der BBU das B\u00fcndnis verlassen m\u00fcsse. Dieser vertrete als Lobbygruppe neben den Landeseigenen auch die Genossenschaften und Vonovia. \u00bbAls Linke haben wir schon vor mehr als drei Jahren prognostiziert, dass es so kommen w\u00fcrde. Der Senat muss jetzt endlich mal anfangen, vern\u00fcnftige Politik zu machen, und Vonovia &amp; Co enteignen\u00ab, fordert der Linke-Politiker. <\/p>\n<p>\u00bbDieser Schritt kommt sehr sp\u00e4t, aber besser sp\u00e4t als nie\u00ab, kommentiert Marcel Eupen vom Alternativen Mieter- und Verbraucherschutzbund das Ausscheiden von Vonovia aus dem B\u00fcndnis. Vonovia habe in der Vergangenheit bereits mehrfach gezeigt, dass man nicht bereit sei, sich an die Vereinbarungen im B\u00fcndnis zu halten, so Eupen weiter. Was die Mietspiegeltricks von Vonovia betrifft, fordert Eupen, dass die vom Senat geschaffene Mietpreispr\u00fcfstelle aktiv werden und Mieter*innen aufkl\u00e4ren sollte, dass die behaupteten Merkmale von Vonovia nicht existieren. \u00bbDer Mieterschutz erfordert ein umgehendes Handeln\u00ab, so Eupen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Foto: dpa\/Annette Riedl Es war eine Trennung mit Ank\u00fcndigung. 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