{"id":388684,"date":"2025-09-01T15:18:10","date_gmt":"2025-09-01T15:18:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/388684\/"},"modified":"2025-09-01T15:18:10","modified_gmt":"2025-09-01T15:18:10","slug":"artenschuetzer-starten-protestmarsch-201-kilometer-fuer-den-wolf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/388684\/","title":{"rendered":"Artensch\u00fctzer starten Protestmarsch: 201 Kilometer f\u00fcr den Wolf"},"content":{"rendered":"<p>\tArtensch\u00fctzer starten Protestmarsch<br \/>\n\t &#8211; <\/p>\n<p>\t\t201 Kilometer f\u00fcr den Wolf<\/p>\n<p>\n        Mo 01.09.25 | 17:04 Uhr  | Von Annette Kufner\n    <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1756739890_778_size=708x398.jpg\" alt=\"Zwei Wolfswelpen streifen durch die Kernzone der D\u00f6beritzer Heide. (Quelle: dpa\/Ingolf K\u00f6nig-Jablonski)\" title=\"Zwei Wolfswelpen streifen durch die Kernzone der D\u00f6beritzer Heide. (Quelle: dpa\/Ingolf K\u00f6nig-Jablonski)\" id=\"2072649581\"\/><\/p>\n<p>dpa\/Ingolf K\u00f6nig-Jablonski<\/p>\n<p>Audio: Antenne Brandenburg | 01.09.2025 | Matthias Gindorf | Bild: dpa\/Ingolf K\u00f6nig-Jablonski <\/p>\n<p>Die &#8222;Allianz Wolf Brandenburg&#8220; ist zum &#8222;Schutzmarsch f\u00fcr W\u00f6lfe&#8220; gen Brocken gestartet. Dort will sie ihre Forderungen zum Wolfsschutz vorstellen. Das Umweltministerium plant indes einen Dialog und wirkt zerstritten. Von Annette Kufne<b>r<\/b> <\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_0\"\/><\/p>\n<p>Es ist ein warmer Sommermorgen auf dem Alten Markt in Potsdam. Sandalenwetter. Umso auff\u00e4lliger: das feste Schuhwerk an den F\u00fc\u00dfen derer, die sich hier versammelt haben. Viele sind sie nicht &#8211; zu siebt brechen sie auf. Innerhalb einer Woche wollen sie 201 Kilometer laufen \u2013 zum jeweils h\u00f6chsten Punkt der wolfreichsten Bundesl\u00e4nder Deutschlands, hei\u00dft es in ihrem Aufruf.<\/p>\n<p>Mit dem Marsch wolle man gegen den abgeschw\u00e4chten Schutzstatus f\u00fcr W\u00f6lfe protestieren, sagt Hans-Holger Liste von der &#8222;Allianz Wolf&#8220;. Das EU-Parlament hatte <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/panorama\/beitrag\/2025\/05\/brandenburg-wolf-abschuss-leichter-eu-parlament-jagd-gesetz.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">den Status der Tiere im Mai von &#8222;streng gesch\u00fctzt&#8220; auf &#8222;gesch\u00fctzt<\/a>&#8220; herabgesetzt. Perspektivisch k\u00f6nnte der Wolf damit ins Jagdrecht aufgenommen werden, auch in Brandenburg.<\/p>\n<p>Die Mitglieder der &#8222;Allianz Wolf&#8220; sind strikt dagegen. Die Zahl der W\u00f6lfe reguliere sich selbst, argumentiert Sprecher Liste. Nahrung und Lebensraum seien begrenzt. In Brandenburg sei l\u00e4ngst sp\u00fcrbar, dass die Zahl der W\u00f6lfe nur noch langsam zunehme. &#8222;Ein Zuviel an W\u00f6lfen gibt es nicht&#8220;, so Liste.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1613657012\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tIn Brandenburg leben deutschlandweit die meisten W\u00f6lfe<\/p>\n<p>In Brandenburg gibt es inzwischen mehr W\u00f6lfe als in allen anderen Bundesl\u00e4ndern. Das merken vor allem Weidetierhalter: Laut Landesamt f\u00fcr Umwelt (LfU) wurden im vergangenen Jahr rund 1.000 F\u00e4lle von get\u00f6teten oder verschwundenen Nutztieren gemeldet, bei der der Wolf dahinterstecken k\u00f6nnte. Das LfU dr\u00fcckt sich vorsichtiger aus und spricht von F\u00e4llen, bei denen der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden konnte.<\/p>\n<p>Die Zahl ist demnach bis 2020 kontinuierlich gestiegen und schwankt seitdem. Die meisten dieser Tiere seien allerdings auch nicht ausreichend gesch\u00fctzt gewesen, betont die Beh\u00f6rde: &#8222;Herdenschutz ist der Schl\u00fcssel, um die Fallzahlen zu reduzieren&#8220;, hei\u00dft es auf der Webseite des LfU. Deshalb stelle das Land F\u00f6rdermittel daf\u00fcr bereit &#8211; auch f\u00fcr den Unterhalt von Z\u00e4unen und der Schutzhunde.<\/p>\n<p>Der Landesjagdverband Brandenburg fordert indes, den Wolfsbestand durch Abschuss zu verkleinern. &#8222;Es sind zu viele&#8220;, sagte Pr\u00e4sident Dirk-Henner Wellershoff in der vergangenen Woche dem rbb. &#8222;Wir geben Millionen f\u00fcr Pr\u00e4vention aus, damit ein zugewandertes Raubtier sich wohlf\u00fchlt.&#8220; Das sei absurd. Stattdessen fordert der Verband, den Bestand der W\u00f6lfe auf 200 zu begrenzen. &#8222;Dann haben wir das Thema gel\u00f6st,&#8220; so Wellershoff.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox_1007654293\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tDas Ministerium und die Sache mit den Zahlen<\/p>\n<p>Umweltministerin Hanka Mittelst\u00e4dt (SPD) wollte sich im Umgang mit dem Wolf zuletzt nicht auf ein Vorgehen festlegen. Ihr Staatssekret\u00e4r Gregor Beyer hatte indes schon vor drei Wochen <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/beitrag\/2025\/08\/brandenburg-woelfe-quotenjagd-jagdrecht.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">eine Abschussquote f\u00fcr den Wolf angek\u00fcndigt<\/a>.<\/p>\n<p>In Brandenburg gebe es mindestens 1.000, wahrscheinlich aber 1.500 bis 1.600 W\u00f6lfe, behauptete Beyer. Perspektivisch sei deshalb angebracht, pro Jahr 35 Prozent der Tiere zu t\u00f6ten &#8211; nach Beyers Rechnung mehr als 300.<\/p>\n<p>Umweltverb\u00e4nde schlugen daraufhin Alarm. Beyer gehe von viel zu hohen Wolfszahlen aus, kritisierten sie. Ein Abschuss von mehr als 300 W\u00f6lfen sei ein schwerer Einschnitt in den Bestand.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_2104790784\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tUmweltministerin durch Staatssekret\u00e4r in schwieriger Lage<\/p>\n<p>Selbst Umweltministerin Mittelst\u00e4dt r\u00e4umte in der vergangenen Woche ein, <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/beitrag\/2025\/08\/brandenburg-wolfsjagd-quotenjagd-umweltministerin-widerspricht-staatssekretaer.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">dass Beyers Pl\u00e4ne auf Mutma\u00dfungen basierten<\/a>. Ihr Staatssekret\u00e4r habe sie mit seinen Aussagen in eine schwierige Situation gebracht, sagte die Ministerin dem rbb.<\/p>\n<p>Woher Bayer seine Zahlen genommen hatte, ist unklar. Vom Landesamt f\u00fcr Umwelt \u2013 einer Abteilung des Umweltministeriums \u2013 kamen sie jedenfalls nicht. Das LfU geht in seiner aktuellsten Wolfserhebung von 58 Rudeln, acht Wolfspaaren und zwei Einzeltieren aus. Geht man von durchweg gro\u00dfen Rudeln mit jeweils zehn W\u00f6lfen aus, entspricht das rund 600 Tieren.<\/p>\n<p>BUND-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Axel Kruschat warf dem Staatssekret\u00e4r vor, Fakten zu ignorieren, um eine Wolfsquotenjagd durchzusetzen. Damit sei viel Vertrauen verloren gegangen, sagte er.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox_332796179\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1229011364\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tStaatssekret\u00e4r noch haltbar?<\/p>\n<p>Am 11. September will das Ministerium mit Verb\u00e4nden und Wissenschaftlern \u00fcber den k\u00fcnftigen Umgang mit dem Wolf diskutieren \u2013 ein Termin, der<b> <\/b>eigentlich auf Beyers Initiative zur\u00fcckging. Umweltministerin Hanka Mittelst\u00e4dt hat die Federf\u00fchrung der Veranstaltung nun an sich genommen. Welche Rolle Beyer in den Gespr\u00e4chen spielen wird, ist offen.<\/p>\n<p>Dass der Staatssekret\u00e4r seinen Posten r\u00e4umen muss, sei &#8222;derzeit nicht geplant&#8220;, hei\u00dft es aus dem Ministerium. Ob ein solcher Wechsel in der Diskussion ist, sei nicht bekannt. Nach viel R\u00fcckendeckung f\u00fcr den Staatssekret\u00e4r sieht das nicht aus.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1\"\/><\/p>\n<p>Sendung: Antenne Brandenburg, 01.09.2025, 16 Uhr<\/p>\n<p class=\"textblock\">Beitrag von Annette Kufner <\/p>\n<p><a class=\"ico ico_arrow_wide_up\" title=\"An den Anfang\" href=\"#top\">  <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Artensch\u00fctzer starten Protestmarsch &#8211; 201 Kilometer f\u00fcr den Wolf Mo 01.09.25 | 17:04 Uhr | Von Annette Kufner&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":388685,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1816],"tags":[1960,1958,1959,1957,1956,1890,29,30],"class_list":{"0":"post-388684","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-brandenburg","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin-und-brandenburg","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-brandenburg","10":"tag-aktuelle-news-aus-berlin-und-brandenburg","11":"tag-aktuelle-news-aus-brandenburg","12":"tag-berlin-und-brandenburg","13":"tag-brandenburg","14":"tag-deutschland","15":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115129713414864239","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/388684","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=388684"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/388684\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/388685"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=388684"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=388684"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=388684"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}