{"id":388849,"date":"2025-09-01T16:46:11","date_gmt":"2025-09-01T16:46:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/388849\/"},"modified":"2025-09-01T16:46:11","modified_gmt":"2025-09-01T16:46:11","slug":"oststolz-alexander-prinz-aufruf-an-die-nachwendegeneration","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/388849\/","title":{"rendered":"\u201eOststolz\u201c &#8211; Alexander Prinz&#8216; Aufruf an die Nachwendegeneration"},"content":{"rendered":"<p>In \u201eOststolz \u2013 Appell eines Nachwendekinds\u201c erz\u00e4hlt Alexander Prinz von Identit\u00e4t, Klischees und der \u201ementalen Mauer\u201c zwischen Ost und West \u2013 und fordert einen Perspektivwechsel.<\/p>\n<p>F\u00fcnf Jahre nach der Wende wurde Alexander Prinz in Sachsen-Anhalt geboren. Viele kennen ihn auch als YouTuber \u201e<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/@Parabelritter\" class=\"link link-inline inline-link\" title=\"Der Dunkle Parabelritter auf YouTube\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener noreferrer\" data-pjax=\"0\">Der dunkle Parabelritter<\/a>\u201c, wo er Millionen Reichweite erzielt. Nun legt er mit \u201eOststolz \u2013 Appell eines Nachwendekinds\u201c sein erstes Sachbuch vor. Darin geht es um Selbstverortung und die Frage, was es bedeutet, nach 1990 im Osten aufzuwachsen.<\/p>\n<blockquote class=\"quote-blockquote\">\n<p>Ich bin in Gesamtdeutschland erfolgreich, und mein Aufwachsen ist durch gesamtdeutsche Medien gepr\u00e4gt. Ich fand es spannend, dass Angeh\u00f6rige meiner Altersgruppe, die nach der DDR geboren wurden, oft mit Klischees konfrontiert werden, im Sinne des Sozialismus im Osten sozialisiert zu sein.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote class=\"quote-blockquote\">\n<p>Kann man diese Stadt noch retten?<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Nachwendekind aus Sachsen-Anhalt<\/p>\n<p>Mit dieser Feststellung will er deutlich machen, dass die Nachwendegeneration nicht automatisch durch die DDR-Vergangenheit definiert wird. Provokant fragt er: \u201eWie geht es denn eigentlich den l\u00e4ndlichen R\u00e4umen im Saarland? Warum gibt es in Pirmasens mehr AfD-W\u00e4hler als im so verschrienen Dresden?\u201c <\/p>\n<p>Sein Buch soll zeigen: Ostdeutsche \u201esollten nicht nur als Problem gesehen werden, sondern man kann auch mal fragen, wie es anderen Regionen geht.\u201c<\/p>\n<p>Stolz und Widerspr\u00fcche in Ostdeutschland<\/p>\n<p>Gleichzeitig spart Prinz die Probleme nicht aus. Sachsen-Anhalt habe die h\u00f6chste Rate an Unfalltoten und die geringste Zahl an Unternehmensgr\u00fcndungen. Trotzdem k\u00f6nne man stolz sein \u201eauf die widrigen Umst\u00e4nde, aus denen heraus die \u00e4lteren Generationen hier einiges aufgebaut haben\u201c. <\/p>\n<p>Stolz sei vor allem ein \u201eAntrieb f\u00fcr die eigene Biografie\u201c. Es lohne sich, \u201esich darauf zu besinnen, wie viele Krisen schon \u00fcberwunden worden w\u00e4ren\u201c. Aktuell herrsche jedoch eine \u201eemotionale und mentale Mauer\u201c zwischen Ost und West.<\/p>\n<blockquote class=\"quote-blockquote\">\n<p>Der Osten hat Probleme, aber der Osten ist nicht das Problem.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die mentale Mauer zwischen Ost und West<\/p>\n<p>Alexander Prinz beschreibt eine \u201eemotionale und mentale Mauer\u201c, die heute zwischen Ost- und Westdeutschland existiere. \u201eDass wir aufh\u00f6ren \u00fcber das Ostproblem zu sprechen, dass wir den Osten exotisieren. Der Osten hat Probleme, ja, aber der Osten ist nicht das Problem\u201c, betont der Autor. <\/p>\n<p>Er kritisiert, dass viele Debatten zu stark auf den Ost-West-Konflikt reduziert werden. Stadt-Land-Disparit\u00e4ten oder globale Zusammenh\u00e4nge w\u00fcrden dabei oft \u00fcbersehen. <\/p>\n<\/p>\n<p>Verantwortung \u00fcbernehmen statt Schuld zuschieben<\/p>\n<p>Prinzens Appell richtet sich nicht nur an Ostdeutsche: \u201eEs ist eben nicht die Schuld des Westens. Ihr h\u00e4ttet \u00e4hnlich agiert, wenn ihr Businessm\u00f6glichkeiten gesehen h\u00e4ttet, im Osten zu investieren, etwas aufzukaufen, was man ja hier gerne den Westdeutschen vorwirft.\u201c<\/p>\n<p>Er fordert, Verantwortung zu \u00fcbernehmen, statt anderen die Schuld zuzuschieben. Abschlie\u00dfend res\u00fcmiert Prinz: \u201eWenn wir aufh\u00f6ren, \u00fcber den Osten als Problem zu sprechen und die mentalen Barrieren abbauen, k\u00f6nnen wir sowohl lokal als auch gesamtgesellschaftlich Fortschritte erzielen.\u201c<\/p>\n<p>Oststolz<br \/>\nAppell eines Nachwendekinds<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1756729940362,cover-oststolz-alexander-prinz-100~_v-icon_-7bcdf069542bbe2d1d9ef71cb5865f2137c692b2.p.jpeg\"  class=\"\" data-copyright=\"Foto: Pressestelle, Knaur HC\" alt=\"Buchcover von Oststolz \" title=\"Buchcover von Oststolz  (Foto: Pressestelle, Knaur HC)\" width=\"320\" height=\"498\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Buchcover von Oststolz<\/p>\n<p><a rel=\"external nofollow\" class=\"link\" tabindex=\"-1\" itemprop=\"url\"><br \/>\nPressestelle<br \/>\n<\/a><\/p>\n<p><a rel=\"external nofollow\" class=\"link\" tabindex=\"-1\" itemprop=\"url\"><br \/>\nKnaur HC<br \/>\n<\/a><\/p>\n<dl class=\"review-metadaten\">\n<dt class=\"review-publisher\">Verlag<\/dt>\n<dd class=\"review-publisher\">Knaur HC<\/dd>\n<dt class=\"review-date-published\">Erscheinungsdatum<\/dt>\n<dd class=\"review-date-published\">1. September 2025<\/dd>\n<dt class=\"review-isbn\">ISBN<\/dt>\n<dd class=\"review-isbn\">978-3-426-56562-9<\/dd>\n<\/dl>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In \u201eOststolz \u2013 Appell eines Nachwendekinds\u201c erz\u00e4hlt Alexander Prinz von Identit\u00e4t, Klischees und der \u201ementalen Mauer\u201c zwischen Ost&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":388850,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1785,29,214,30,215],"class_list":{"0":"post-388849","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buecher","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115130059043277060","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/388849","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=388849"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/388849\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/388850"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=388849"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=388849"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=388849"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}