{"id":388985,"date":"2025-09-01T17:59:11","date_gmt":"2025-09-01T17:59:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/388985\/"},"modified":"2025-09-01T17:59:11","modified_gmt":"2025-09-01T17:59:11","slug":"kommentar-zu-umweltzertifikat-tesla-hat-mehr-getan-als-nur-die-gesetzliche-verpflichtung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/388985\/","title":{"rendered":"Kommentar zu Umweltzertifikat: Tesla hat mehr getan als nur die gesetzliche Verpflichtung"},"content":{"rendered":"<p>\tKommentar zu Umweltzertifikat<br \/>\n\t &#8211; <\/p>\n<p>\t\tTesla hat mehr getan als nur die gesetzliche Verpflichtung<\/p>\n<p>\n        Mo 01.09.25 | 16:46 Uhr  | Von Andreas Oppermann\n    <\/p>\n<p>    <a href=\"#top-of-comments\"\/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1756749551_156_size=708x398.jpg\" alt=\"Das Werk der Tesla-Gigafactory Berlin-Brandenburg hat die EMAS-Urkunde der EU-Umweltzertifizierung erhalten. (Quelle: dpa\/Patrick Pleul)\" title=\"Das Werk der Tesla-Gigafactory Berlin-Brandenburg hat die EMAS-Urkunde der EU-Umweltzertifizierung erhalten. (Quelle: dpa\/Patrick Pleul)\" id=\"1126924048\"\/>Bild: dpa\/Patrick Pleul<\/p>\n<p>Der US-Elektroautohersteller Tesla wurde mit dem Umweltzertifikat EMAS ausgezeichnet. Damit verpflichtet sich der Konzern, seine Auswirkungen auf die Umwelt j\u00e4hrlich zu erfassen. Kritiker sprechen von &#8222;Greenwashing&#8220;. Ein Kommentar von Andreas Oppermann<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_0\"\/><\/p>\n<p>Seit sich Elon Musk vor nun fast sechs Jahren dazu entschied, in Gr\u00fcnheide (Oder-Spree) eine Tesla-Fabrik zu bauen, gibt es Proteste. Dabei stehen vor allem Umweltaspekte im Vordergrund: <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/wirtschaft\/beitrag\/2025\/06\/tesla-gruenheide-neuer-wasservertrag-fabrik-wasser.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wasser, Abwasser, Umgang mit Schadstoffen<\/a> und die Sorge vor einem schweren Unfall im Wasserschutzgebiet.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1465872872\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tTesla sieht sich als Teil der L\u00f6sung von Umweltproblemen &#8211; nicht als deren Verursacher<\/p>\n<p>Das Management des Autobauers st\u00f6rt die regelm\u00e4\u00dfigen Vorw\u00fcrfe. Schlie\u00dflich sieht man sich bei Tesla als Teil der L\u00f6sung gravierender Umweltprobleme und nicht als deren Verursacher. Etwa bei der Reduktion von Kohlenstoffdioxid (CO2) durch die E-Autos, aber auch dem Einsatz von Erneuerbaren Energien bei der Produktion und dem Einsatz von Ressourcen.<\/p>\n<p>Es scheint, als ob die Tesla-Fabrik in Gr\u00fcnheide schon in vielen Belangen da angekommen ist, wo der Gro\u00dfteil der deutschen Industrie noch hin will beziehungsweise muss &#8211; also einer m\u00f6glichst CO2-freien Produktion von klimafreundlichen Produkten. Zuletzt hat das Fachjournal &#8222;Environmental Science &amp; Technology&#8220; konstatiert, dass &#8211; unabh\u00e4ngig vom Hersteller Tesla &#8211; E-Autos eine deutlich bessere Umweltbilanz als Verbrenner haben <a href=\"https:\/\/pubs.acs.org\/doi\/10.1021\/acs.est.5c05406\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">[pubs.acs.org]<\/a>.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_178561869\"\/><\/p>\n<p>Mit dem am Montag <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/wirtschaft\/beitrag\/2025\/09\/tesla-gruenheide-umweltzertifikat-emas.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">verliehenen europ\u00e4ischen Umweltzertifikat &#8222;Eco-Management and Audit Scheme&#8220; (EMAS)<\/a> geht das Unternehmen einen weiteren Schritt: Ab sofort muss jedes Jahr \u00f6ffentlich gemacht werden, wo Tesla zum Beispiel beim Umgang mit Wasser, Energie oder Recycling aktuell steht und wie man besser werden will. Dazu wurde in einem aufw\u00e4ndigen Verfahren ein komplexer Prozess installiert.<\/p>\n<p>Der erste Bericht zeigt, dass Tesla vielfach mehr getan hat, als nur der gesetzlichen Verpflichtung nachzukommen, etwa bei den Ersatzma\u00dfnahmen f\u00fcr gerodeten Wald oder mit dem Bau einer eigenen Industriewasserkl\u00e4ranlage, um den Wasserverbrauch deutlich zu senken.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox_83896542\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1718778390\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tWarum wird nur Tesla kritisiert?<\/p>\n<p>Dennoch gibt es weiter Kritik. Tesla w\u00fcrde sich mit dem Zertifikat gr\u00fcn waschen, hei\u00dft es. Denn mit EMAS ist ein Privileg verbunden. Tesla darf mit eigenem Personal Messstationen betreiben, wenn sie von externen Gutachtern \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n<p>Mit der Zertifizierung w\u00fcrde ein Teil der sonst staatlichen Kontrolle quasi privatisiert. Und in der Tat kann das ein Problem sein. Aber warum nur bei Tesla? Und nicht auch bei BASF in Schwarzheide, Cemex in R\u00fcdersdorf, den Papierfabriken in Eisenh\u00fcttenstadt und Schwedt &#8211; oder auch bei Mercedes Benz in Ludwigsfelde? Sie alle sind ebenfalls EMAS-zertifiziert. Kritik daran gab es bislang kaum.<\/p>\n<p>Die Chance darauf hat Tesla auch verdient. Mit Kontrolle und kritischen Fragen. Wer aber EMAS und die privatisierte Umweltkontrolle generell ablehnt, sollte seine Kritik an die richten, die die Regeln gemacht haben: die Europ\u00e4ische Union und die Bundesregierung. Und nicht an das Unternehmen, dass sich wie viele andere auch im Rahmen des Rechts bewegt. Sonst verliert die Kritik ihre Glaubw\u00fcrdigkeit.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1\"\/><\/p>\n<p>Sendung: rbb24 Inforadio, 01.09.2025, 18:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"textblock\">Beitrag von Andreas Oppermann<\/p>\n<p><a class=\"ico ico_arrow_wide_up\" title=\"An den Anfang\" href=\"#top\">  <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kommentar zu Umweltzertifikat &#8211; Tesla hat mehr getan als nur die gesetzliche Verpflichtung Mo 01.09.25 | 16:46 Uhr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":388986,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,30,1940,1938],"class_list":{"0":"post-388985","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-nachrichten-aus-berlin","15":"tag-news-aus-berlin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115130346341083197","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/388985","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=388985"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/388985\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/388986"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=388985"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=388985"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=388985"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}