{"id":388992,"date":"2025-09-01T18:03:13","date_gmt":"2025-09-01T18:03:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/388992\/"},"modified":"2025-09-01T18:03:13","modified_gmt":"2025-09-01T18:03:13","slug":"unternehmen-schilden-probleme-mit-der-ausbildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/388992\/","title":{"rendered":"Unternehmen schilden Probleme mit der Ausbildung"},"content":{"rendered":"<p class=\"expressive-copy-lg-body\">P\u00fcnktlich zum Start des neuen Ausbildungsjahres, das am 1. September beginnt, hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Berlin<\/a> am Montag eine repr\u00e4sentative Umfrage zur Ausbildungssituation in der Hauptstadt vorgestellt \u2013 und die von Arbeitssenatorin <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/incoming\/cansel-kiziltepe\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Cansel Kiziltepe<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/spd\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">SPD<\/a>) geplante <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article408843402\/arbeitssenatorin-bereitet-umlage-fuer-mehr-ausbildungsplaetze-vor.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1745398800\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ausbildungsplatzumlage<\/a> erneut scharf kritisiert. <\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Neben guten Beliebtheitswerten f\u00fcr die Berliner Unternehmen stellte IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/manja-schreiner\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Manja Schreiner<\/a> den hohen Wert nicht besetzter Ausbildungspl\u00e4tze als zentrales Ergebnis der Umfrage heraus. \u201eDas Matching\u201c, also die Vermittlung eines Bewerbers auf einen offenen Ausbildungsplatz, sei \u201edas gr\u00f6\u00dfte Problem auf dem Arbeitsmarkt\u201c, sagte sie. 39 Prozent der Ausbildungspl\u00e4tze in Berlin sind aktuell unbesetzt. In der Regel \u2013 bei knapp zwei Drittel der befragten Unternehmen \u2013 liegt das laut der IHK-Umfrage daran, dass keine geeigneten Bewerbungen vorlagen. <\/p>\n<p>Berliner Unternehmer berichtet aus der Praxis: Zehn Ausbildungspl\u00e4tze unbesetzt <\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Einer, der dieses Problem aus der Praxis kennt, ist Dieter Nie\u00dfen, Prokurist beim Tiefbauunternehmen Frisch und Faust. In seinem Unternehmen mit 150 Mitarbeitenden sind aktuell zehn Ausbildungspl\u00e4tze frei \u2013 trotz zahlreicher Bem\u00fchungen, sie zu besetzen.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/409892928_1756744978_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full object-cover relative z-10 aspect-[16\/9] \" alt=\"Dieter Nie\u00dfen und Manja Schreiner\" title=\"Dieter Nie\u00dfen, Berliner Unternehmer, berichtet aus der Praxis: In seinem Unternehmen sind aktuell zehn Ausbildungsplatzpl\u00e4tze unbesetzt. \" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Dieter Nie\u00dfen, Berliner Unternehmer, berichtet aus der Praxis: In seinem Unternehmen sind aktuell zehn Ausbildungsplatzpl\u00e4tze unbesetzt.<br \/>\n      \u00a9 IHK \/\/ Oliver Lang | IHK \/\/ Oliver Lang\n    <\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Auch die Arbeitsagentur habe in dieser Situation wiederholt nicht helfen k\u00f6nnen, kritisierte er. Zuletzt etwa Anfang August, als auf seine Initiative hin 47 Menschen durch die Agentur angeschrieben worden seien. \u201eBei uns angekommen ist daraus keine einzige Bewerbung\u201c, berichtete Nie\u00dfen. Wegen Erfahrungen wie dieser habe sein Unternehmen jahrelang keine offenen Stellen an die Agentur gemeldet. Er kenne zahlreiche Unternehmen, die das \u00e4hnlich gehandhabt haben, sagte er. <\/p>\n<p>  Streit um geplante Ausbildungsplatzumlage in Berlin <\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Seit einem halben Jahr meldet Nie\u00dfen die Stellen nun aber wieder \u2013 damit sie in die Statistik der Arbeitsagentur eingehen. Denn die Statistik ist die Grundlage f\u00fcr die Pl\u00e4ne zur Einf\u00fchrung einer Arbeitsplatzumlage, wie IHK-Chefin Schreiner hinzuf\u00fcgte. Die Idee der Umlage aus der Verwaltung von Senatorin Kiziltepe ist: Alle Unternehmen zahlen in einen gemeinsamen Topf ein, die Gelder daraus bekommen aber nur diejenigen Unternehmen, die tats\u00e4chlich auch ausbilden. Ihnen sollen dadurch die Ausbildungsverg\u00fctungen erstattet werden. Gerade f\u00fcr kleinere und mittlere Unternehmen soll so ein Anreiz geschaffen werden, nicht aus finanziellen Gr\u00fcnden auf die Berufsausbildung zu verzichten. Unternehmer weisen die Pl\u00e4ne als unn\u00f6tige Strafzahlung zur\u00fcck und kritisieren insbesondere die zus\u00e4tzliche B\u00fcrokratie, die mit der Umlage einhergehen solle. <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/409893015_1756744979_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full object-cover relative z-10 aspect-[16\/9] \" alt=\"Cansel Kiziltepe \/ SPD\" title=\"Will eine Ausbildungsplatzumlage in Berlin einf\u00fchren: Arbeitssenatorin Cansel Kiziltepe (SPD). \" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Will eine Ausbildungsplatzumlage in Berlin einf\u00fchren: Arbeitssenatorin Cansel Kiziltepe (SPD).<br \/>\n      \u00a9 FUNKE Foto Services | Reto Klar\n    <\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Eingef\u00fchrt werden soll die Umlage bis zum Sommer 2026, wenn die 2000 zus\u00e4tzlichen Ausbildungspl\u00e4tze, die CDU und SPD als Zielmarke bis 2025 ausgegeben haben, nicht geschaffen werden. Auf Morgenpost-Nachfrage sagte eine Sprecherin der IHK, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine seri\u00f6se Tendenz angegeben werden k\u00f6nne, ob diese Marke erreicht werden k\u00f6nne. Es gebe zwar \u201epositive Tendenzen\u201c, genaue Zahlen k\u00f6nnten aber erst Ende des Jahres genannt werden. Hintergrund sei, dass in einigen Berufen rund 40 Prozent der Vertr\u00e4ge erfahrungsgem\u00e4\u00df erst in der jetzt beginnenden sogenannten Nachvermittlungsphase geschlossen werden. Andere Vertr\u00e4ge m\u00fcssten erst noch registriert und gepr\u00fcft werden. Ein Zwischenstand w\u00e4re deshalb nicht valide. <\/p>\n<p>  Ausbildungsplatzumlage: komplexe Datenlage und erkl\u00e4rungsbed\u00fcrftige Statistik <\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Sicher ist hingegen: Laut einer aktuellen Statistik der Arbeitsagentur sind in Berlin zum einen 4548 Ausbildungspl\u00e4tze unbesetzt, zum anderen sind 7800 Jugendliche als suchend gemeldet. Der Statistik nach gibt es also weniger freie Ausbildungspl\u00e4tze als Jugendliche, die einen Platz suchen. Es ist dieses Missverh\u00e4ltnis, auf das Bef\u00fcrworter einer Ausbildungsplatzumlage verweisen.<\/p>\n<p>   Morgenpost Sp\u00e4ti<\/p>\n<p class=\"text-body2 mt-2\">Hier steckt alles drin: Ihr Berlin-Update zum Feierabend \u2013 montags bis freitags um 18 Uhr.<\/p>\n<p class=\"text-caption text-copy-secondary\">\n          Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der<br \/>\n          <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/service\/newsletter-adconsent\" class=\"text-overline text-copy-accent-negative dark:underline\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Werbevereinbarung<\/a><br \/>\n          zu.\n        <\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">So sicher wie diese Zahlen daherkommen, sind sie dann aber doch wieder nicht: IHK-Chefin Schreiner meldet jedenfalls Zweifel an. Denn zum einen w\u00fcrden \u2013 so wie Nie\u00dfen \u2013 \u00fcber 40 Prozent der Ausbildungsbetriebe ihre freien Pl\u00e4tze nicht oder nur unregelm\u00e4\u00dfig bei der Agentur f\u00fcr Arbeit melden. Statt der 4500 dort gemeldeten freien Stellen, geht Schreiner aktuell von rund 7000 m\u00f6glichen Angeboten in Berlin aus. Und auch die Zahl der Suchenden sei zweifelhaft. Fast die H\u00e4lfte derjenigen, die in der Agentur-Statistik genannt werden, seien Alt-Bewerber, die m\u00f6glicherweise gar nicht mehr auf der Suche seien, sagte Schreiner. Die Senatsverwaltung f\u00fcr Arbeit weist hingegen darauf hin, dass nicht alle, die tats\u00e4chlich suchen, bei der Arbeitsagentur gemeldet seien. Sowohl Angebot als auch Nachfrage w\u00fcrden also nicht vollst\u00e4ndig erfasst \u2013 und sich somit die Waage halten. <\/p>\n<p>  Berlin: Unternehmer beklagen M\u00e4ngel an Ausbildungsf\u00e4higkeit  <\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Schreiner blieb dennoch bei ihrer Ablehnung: \u201eWir sind im dritten Jahr der Rezession, viele Unternehmen stehen mit dem R\u00fccken zur Wand\u201c, mahnte sie. Die Diskussion um die Umlage kommt nach Ansicht der Wirtschaftsvertreter zur Unzeit. Auch Nie\u00dfen lehnte sie ab. Denn auch ohne die Umlage h\u00e4tten die Unternehmen \u201eein ureigenes Interesse\u201c an der Ausbildung zuk\u00fcnftiger Fachkr\u00e4fte, meinte er.<\/p>\n<p>    Mehr zum Thema<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Das Problem sehen die Unternehmer vielmehr aufseiten der Bewerber: 85 Prozent der befragten Unternehmen stellen M\u00e4ngel in der Ausbildungsreife der Auszubildenden fest, rund die H\u00e4lfte der befragten Unternehmen etwa im Ausdrucksverm\u00f6gen und bei mathematischen F\u00e4higkeiten. Auch Nie\u00dfen kann das best\u00e4tigen: \u201eBeim Einstellungstest stellen wir gerne die Frage, wieviel zw\u00f6lf mal zw\u00f6lf ist\u201c, erz\u00e4hlte er. \u201eMittlerweile bekommen wir noch nicht einmal mehr akzeptable N\u00e4herungswerte.\u201c <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"P\u00fcnktlich zum Start des neuen Ausbildungsjahres, das am 1. 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