{"id":389213,"date":"2025-09-01T19:59:11","date_gmt":"2025-09-01T19:59:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/389213\/"},"modified":"2025-09-01T19:59:11","modified_gmt":"2025-09-01T19:59:11","slug":"reisners-blick-auf-die-front-deutschland-hilft-beim-bau-von-drohnen-die-tief-in-russland-einschlagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/389213\/","title":{"rendered":"Reisners Blick auf die Front: &#8222;Deutschland hilft beim Bau von Drohnen, die tief in Russland einschlagen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Die Zerst\u00f6rung des ukrainischen Neptun-Marschflugk\u00f6rpers zeigt: Russland lernt milit\u00e4rtechnisch enorm dazu. Aber auch die Ukraine mache Fortschritte, sagt Oberst Markus Reisner. Hilfe bekomme Kiew aus Berlin, etwa beim Bau der weitreichenden Drohne An-196 Luty. <\/p>\n<p><b>ntv.de: Die Vorsitzenden der beiden Koalitionsfraktionen, Jens Spahn und Matthias Miersch, sind zu \u00dcberraschungsbesuch in Kiew und wollen Gespr\u00e4che \u00fcber die weitere deutsche Unterst\u00fctzung der Ukraine f\u00fchren. Was braucht Kiew am dringendsten?<\/b><\/p>\n<p>Markus Reisner: Es geht vor allem um die Frage, ob es m\u00f6glich ist, mit R\u00fcckendeckung der Amerikaner eine zuk\u00fcnftige Friedenstruppe f\u00fcr die Ukraine aufzustellen. Das wird in den europ\u00e4ischen Hauptst\u00e4dten derzeit intensiv diskutiert. Deutschland versucht hier ebenfalls, seinen Platz in der Diskussion zu finden. Diesbez\u00fcglich gibt es widerspr\u00fcchliche Aussagen der Bundesregierung. Am Wochenende hie\u00df es, man stellt keine Friedenstruppen, sondern m\u00f6chte nur finanzielle Unterst\u00fctzung leisten. Auch das ist wichtig, weil die Ukraine neben der Wirtschaft auch den Staat am Laufen halten muss. Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius lie\u00df jedoch wissen, dass eine Debatte bez\u00fcglich einer Truppengestellung noch zu fr\u00fch w\u00e4re. Er widersprach damit EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen, die bereits von &#8222;pr\u00e4zisen&#8220; europ\u00e4ischen Pl\u00e4nen sprach.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Markus-Reisner-ist-Historiker-und-Rechtswissenschaftler-Oberst-des-Generalstabs-im-Osterreichischen-.jpeg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Markus Reisner ist Historiker und Rechtswissenschaftler, Oberst des Generalstabs im \u00d6sterreichischen Bundesheer und Leiter des Institutes f\u00fcr Offiziersgrundausbildung an der Theresianischen Milit\u00e4rakademie. Wissenschaftlich arbeitet er u.a. zum Einsatz von Drohnen in der modernen Kriegsf\u00fchrung. Jeden Montag bewertet er f\u00fcr ntv.de die Lage an der Ukraine-Front.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Markus-Reisner-ist-Historiker-und-Rechtswissenschaftler-Oberst-des-Generalstabs-im-Osterreichischen-.jpeg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Markus Reisner ist Historiker und Rechtswissenschaftler, Oberst des Generalstabs im \u00d6sterreichischen Bundesheer und Leiter des Institutes f\u00fcr Offiziersgrundausbildung an der Theresianischen Milit\u00e4rakademie. Wissenschaftlich arbeitet er u.a. zum Einsatz von Drohnen in der modernen Kriegsf\u00fchrung. Jeden Montag bewertet er f\u00fcr ntv.de die Lage an der Ukraine-Front.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: privat)<\/p>\n<p><b>Wie kann die Bundesregierung der Ukraine milit\u00e4risch am besten unter die Arme greifen?<\/b><\/p>\n<p>In den vergangenen Wochen kam es zu einer merklichen Intensivierung der strategischen Luftkampagne der Ukrainer gegen Russland, mit vielen weitreichenden Angriffen von Drohnen, unter Umst\u00e4nden auch bereits mit dem neuen Marschflugk\u00f6rper FP-5 Flamingo, den die Ukraine selbst herstellt. Das ist m\u00f6glich, weil es im Hintergrund R\u00fcstungsprojekte ausgew\u00e4hlter europ\u00e4ischen Staaten mit Kiew gibt, durch die man gemeinsam verschiedene Waffensysteme, die von der Ukraine entwickelt wurden, vorantreibt. Auch die deutsche Bundesregierung unterst\u00fctzt hier.<\/p>\n<p><b>Kann die Ukraine durch die Drohnenangriffe Vorteile erringen?<\/b><\/p>\n<p>Die Ukraine braucht die F\u00e4higkeit, eine gewisse Parit\u00e4t gegen\u00fcber den Russen herzustellen, um eine gute zuk\u00fcnftige Verhandlungsposition in m\u00f6glichen Friedensgespr\u00e4chen zu haben. Die russische Seite hat seit letztem Jahr auf dem Schlachtfeld die Initiative &#8211; und war im Vorteil. Die Ukraine war eher in der Defensive. Jetzt kann man erkennen, dass die Ukraine mit den Drohnenattacken den verheerenden russischen Luftangriffen etwas entgegensetzt. Vor allem russische Raffinerien werden angegriffen, um die Energie-Infrastruktur Russlands zu besch\u00e4digen. Experten gehen bereits von einem Einbruch von zwischen 17 und 21 Prozent der russischen Produktion aus. Das schmerzt die Russen.<\/p>\n<p><b>Die Bundesregierung hat Stillschweigen zu Waffenlieferungen an Kiew vereinbart, auch was den Marschflugk\u00f6rper Taurus angeht. Falls die Ukraine den Taurus bekommen und einsetzen w\u00fcrde, g\u00e4be es Indizien daf\u00fcr, richtig?<\/b><\/p>\n<p>Die w\u00fcrde es unmittelbar geben &#8211; und zwar in dem Moment, in dem die ersten Tr\u00fcmmerst\u00fccke auftauchen w\u00fcrden. So war es auch in der Vergangenheit. Immer dann, wenn neue westliche Waffensysteme eingesetzt wurden, hat man das rasch erkennen k\u00f6nnen, weil die Russen diese Tr\u00fcmmerst\u00fccke pr\u00e4sentiert haben. Das war zum Beispiel bei den ersten Attacken mit bei den HIMARS- und ATACMS-Systemen aus den USA im Sommer 2022 und 2023 der Fall &#8211; oder auch bei den Angriffen mit den Systemen Storm Shadow und Scalp aus Gro\u00dfbritannien und Frankreich 2023. Anhand der Tr\u00fcmmer l\u00e4sst sich eindeutig die Baugruppe und somit die Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Waffe bestimmen.<\/p>\n<p><b>Aber die Ukraine kann jetzt allein mit diesen weitreichenden Drohnen schon viel bewirken, auch ohne den Taurus.<\/b><\/p>\n<p>Genau. Mitte des Sommers wurde bekannt, dass Deutschland unterst\u00fctzend in den Bau ukrainischer Drohnen investiert. Berichtet wurde \u00fcber den Bau der Drohnen vom Typ An-196 Luty. Das sind oft jene Drohnen, die jetzt auf Videos von den russischen Angeh\u00f6rigen der Zivilbev\u00f6lkerung zu sehen sind, kurz vor dem Einschlag bei einem Angriff. Diese Drohnen werden verwendet, um russische \u00d6lraffinerien, milit\u00e4rische Einrichtungen und \u00c4hnliches zu treffen. Die Berichterstattung \u00fcber die deutsche Beteiligung am Drohnenbau war aber zur\u00fcckhaltend. Ich nehme an, dass man versucht hat, das unter der Decke zu halten. Aber es ist ziemlich eindeutig: Deutschland hilft beim Bau von Drohnen, die tief in Russland einschlagen.<\/p>\n<\/p>\n<p><b>Sprechen sich die Ukrainer vor diesen Attacken mit den USA ab?<\/b><\/p>\n<p>Ich bin mir sicher, dass dies im Moment nur teilweise oder gar nicht passiert. Wir haben das gesehen bei dem Angriff der Ukraine auf die Druschba-Pipeline: Die ungarische Regierung hat sich dar\u00fcber beschwert, dass es bei f\u00fcr sie wichtigen \u00d6llieferungen zu Einschr\u00e4nkungen kommt. Anschlie\u00dfend sagte US-Pr\u00e4sident Donald Trump, er sei sehr w\u00fctend \u00fcber diese Attacken. Er wurde von ukrainischer Seite zuvor nicht eingeweiht. Die Ukraine f\u00fchrt diese Angriffe also zum \u00fcberwiegenden Teil selbstst\u00e4ndig durch. Falls die USA sich dazu entscheiden w\u00fcrden, der Ukraine die angek\u00fcndigten weitreichenden ERAM-Flugk\u00f6rper in hoher Zahl zu liefern, w\u00e4re Kiew beim Einsatz der Waffen auf Trumps Erlaubnis angewiesen. Deshalb ist es so wichtig, die Ukrainer beim Bau weitreichender Drohnen zu unterst\u00fctzen &#8211; weil die Ukraine damit in die Lage kommen, selbstst\u00e4ndig und ohne Absprache mit den USA Ziele in der russischen Tiefe anzugreifen. Sie kann somit eigenst\u00e4ndig Druck aufbauen.<\/p>\n<p><b>Um nochmals auf die europ\u00e4ischen Absprachen zu Friedenstruppen nach einem m\u00f6glichen Waffenstillstand zu kommen: Wie weit sind die Pl\u00e4ne gediehen?<\/b><\/p>\n<p>Egal, wie weit die Pl\u00e4ne gediehen sind: Das Entscheidende ist nach wie vor das m\u00f6gliche Mandat einer europ\u00e4ischen Friedenstruppe in der Ukraine. Das Mandat bestimmt, was der Soldat im Einsatzraum tun darf. Vorher muss daher die Frage beantwortet werden: Was l\u00e4sst der Konsens der Konfliktparteien, die in diesem Krieg involviert sind, zu? Seit Ende des Zweiten Weltkriegs spielt die UN-Charta hier die entscheidende Rolle. Sie bietet die M\u00f6glichkeit einer Friedenssicherung durch eine Beobachtungsmission. Die Soldaten k\u00f6nnen beobachten, ob der Frieden eingehalten wird, d\u00fcrfen aber, au\u00dfer in Notwehr, nicht schie\u00dfen. Die Steigerung davon ist eine Friedensschaffung, die erlauben w\u00fcrde, dass internationale Truppen in einem Konflikt intervenieren und die Konfliktparteien voneinander trennen.<\/p>\n<p><b>M\u00fcsste Russland jedem Mandat internationaler Truppen in der Ukraine zustimmen?<\/b><\/p>\n<p>Ja. Und Russland sagt nach wie vor: Wir akzeptieren internationalen Soldaten auf ukrainischem Territorium nicht, egal, ob die an der Front stehen oder in Lemberg. Sobald die Soldaten einen Fu\u00df auf ukrainischen Boden setzen, werden sie f\u00fcr uns legitime Kriegsziele. Das l\u00e4sst allen politisch und milit\u00e4risch Verantwortlichen in den europ\u00e4ischen Hauptst\u00e4dten die Haare zu Berge stehen. Keiner m\u00f6chte das Risiko eingehen, Soldaten in die Ukraine zu schicken, die von den Russen angegriffen werden. Ohne die massive milit\u00e4rische R\u00fcckendeckung der USA g\u00e4be es wenige, eingeschr\u00e4nkte oder keine M\u00f6glichkeiten, sich dagegen zu wehren.<\/p>\n<p><b>Trump sprach von US-Sicherheitsgarantien \u00e4hnlich dem Artikel 5 der Nato-Beistandspflicht, von Unterst\u00fctzung in der Satellitenaufkl\u00e4rung, dem Nachrichtenwesen und der Luftverteidigung. Ist das alles nur hei\u00dfe Luft?<\/b><\/p>\n<p>Zumindest gibt es Berichte, wonach Trump frustriert ist \u00fcber die Europ\u00e4er, weil man seinem Friedensplan nicht zustimmen m\u00f6chte. Trump sagt demnach: wenn die Europ\u00e4er den Krieg verl\u00e4ngern wollen, sollen sie das selber machen. Trump soll auch \u00fcberlegen, private Sicherheitsunternehmen zur Friedenssicherung in der Ukraine einzusetzen statt US-Soldaten. Zugleich \u00fcberlegt er trotzdem doch potente milit\u00e4rische F\u00e4higkeiten zur Verf\u00fcgung zu stellen, wenn die Konditionen so passen, wie er das m\u00f6chte. Der Punkt ist: Alle Beteiligungen der Europ\u00e4er an Friedenstruppen stehen unter dem Vorbehalt, dass die USA milit\u00e4risch R\u00fcckendeckung geben, weil Russland sonst nichts entgegengesetzt werden kann. Das geht in letzter Konsequenz bis zur Nuklearbewaffnung der Russen als solche. Sicherheitsgarantien oder Friedenstruppen ohne ein &#8211; sagen wir &#8211; gezogenes scharfes amerikanisches Schwert im Hintergrund sind das Papier nicht wert.<\/p>\n<p><b>Falls die USA doch noch mitmachen &#8211; wo und wie k\u00f6nnten europ\u00e4ische Soldaten in der Ukraine eingesetzt werden?<\/b><\/p>\n<p>Es gibt den Vorschlag, eine Pufferzone entlang der ehemaligen Frontlinie einzurichten von einer Breite von bis zu 40 Kilometern. Hier w\u00fcrde ein neutrales Land patrouillieren. Das k\u00f6nnten etwa Indien oder China \u00fcbernehmen. Die zweite Verteidigungslinie w\u00e4ren ukrainische Verb\u00e4nde, die sich hinter die Frontline 20 Kilometer auf ihre Seiten zur\u00fcckziehen, weiter ausgebildet und ausger\u00fcstet werden. Dann k\u00e4me die dritte Linie in der Tiefe mit europ\u00e4ischen Truppen, die in eigenen Camps die ukrainische Armee ausbilden. Das Ganze w\u00fcrde verkn\u00fcpft mit einer \u00fcberwachten Flugverbotszone oder \u00c4hnlichem. Aber falls die Europ\u00e4er beginnen, den Luftraum in der Ukraine zu patrouillieren &#8211; was sollte die Russen daran hindern, sich aktiv auf Luftk\u00e4mpfe einzulassen mit den Europ\u00e4ern, falls diese nicht auf die USA z\u00e4hlen k\u00f6nnen?<\/p>\n<p><b>Angesichts eines sprunghaft handelnden Trump &#8211; sind die US-Sicherheitsgarantien, falls er sie denn geben w\u00fcrde, \u00fcberhaupt noch etwas wert?<\/b><\/p>\n<p>Wahrscheinlich nicht. Ich glaube nicht, dass Trump grunds\u00e4tzlich von seiner urspr\u00fcnglichen Linie abgekommen ist. Er sagt: Es ist nicht mein Krieg, ich habe mit diesem Krieg nichts zu tun, ich m\u00f6chte ihn so schnell wie m\u00f6glich beenden. Aus meiner Sicht bedeutet das: Die Ukraine soll nachgeben, die Russen sollen das bekommen, was sie jetzt haben. Punkt. Das ist der einzige rote Faden, der sich bei Trumps Ukraine-Politik durchzieht. Trump schmiert den Europ\u00e4ern mit m\u00f6glichen Sicherheitsgarantien Honig ums Maul, um sie davon zu \u00fcberzeugen, mehr Mut zu haben. Europa kommt zwar in die G\u00e4nge, um sicherheitspolitisch mehr Eigenverantwortung zu \u00fcbernehmen, aber nur langsam. Trumps erratisches Handeln ist eine gro\u00dfe Gefahr. Stellen Sie sich vor, die Europ\u00e4er, die jetzt beginnen, diese Truppen zu sammeln, bekommen dann von Trump gesagt: Das habt ihr gut gemacht, aber wir wollen euch mitteilen, wir haben ab morgen andere Sorgen.<\/p>\n<\/p>\n<p><b>Wenn wir nun den Blick auf die Front werfen: Wo toben momentan die heftigsten K\u00e4mpfe?<\/b><\/p>\n<p>Die Russen erhalten den Druck entlang der gesamten Frontlinie unver\u00e4ndert stark aufrecht. Wir sehen ein Nachlassen der K\u00e4mpfe im Nordabschnitt zwischen Sumy und Charkiw. Russische Truppen, vor allem Dohnenteams, werden aus dem Nordabschnitt in den Mittelabschnitt zwischen Kupjansk und Pokrowsk verlegt. Bei Pokrowsk tobt vor allem der Kampf um das Narrativ: Wer hat den gr\u00f6\u00dferen Erfolg? Die Russen sind vor einigen Wochen \u00fcberraschend mit kleinen Trupps relativ weit vorgesto\u00dfen. Die Ukraine hat dann operative Reserven eingesetzt. Kiew sagt, die Russen konnten zur\u00fcckgedr\u00e4ngt und eingekesselt werden. Die Russen behaupten das Gegenteil.<\/p>\n<p><b>Was stimmt?<\/b><\/p>\n<p>Mit Blick auf die Videos beider Kriegsparteien in sozialen Netzwerken erkennt man: Die Ukrainer greifen mit Drohnen russische Truppen n\u00f6rdlich von Pokrowsk erfolgreich an. Das bedeutet aber auch, dass die Russen dort eben noch nicht zur\u00fcckgedr\u00e4ngt wurden. Im S\u00fcdabschnitt bei Saporischschja f\u00fchren die Russen Offensivanstrengungen durch, entlang des Dnepr und s\u00fcdlich von Pokrowsk in Richtung Westen. Die Russen sind davon \u00fcberzeugt, dass sie am Ende der Sommeroffensive die Voraussetzungen geschaffen haben, um weiter Druck zu machen.<\/p>\n<p><b>Zurecht?<\/b><\/p>\n<p>Ja, die Russen lernen milit\u00e4rtechnisch dazu. Ein Video zeigt, wie die Russen einen ukrainischen Werfer von Anti-Schiffs-Raketen vom Typ Neptun zerst\u00f6ren. Um das Ziel zu treffen, muss zuvor durch weitreichende Drohnen aufgekl\u00e4rt werden, wo es sich befindet. Den Russen gelang Aufkl\u00e4rung und Wirkung innerhalb von Minuten, obwohl sich das Neptun-System tief in der Ukraine befindet. Eine schnelle Aufkl\u00e4rung auf diesem technischen Niveau konnten bislang nur die USA leisten. Jetzt ist klar: Auch die Russen sind mittlerweile in der Lage, bis zu 160 Kilometer hinter der Front ein Lagebild zu generieren und sofort anzugreifen. Das hat Aufregung in den milit\u00e4rischen Kreisen in Europa verursacht.<\/p>\n<p><b>Warum?<\/b><\/p>\n<p>Man darf mit Blick auf die m\u00f6gliche Entsendung von Friedenstruppen nicht vergessen: Wenn die Russen in der Lage sind, Iskander-Raketen oder Marschflugk\u00f6rper punktgenau in der Tiefe der Ukraine einzusetzen, muss das den Europ\u00e4ern Sorge bereiten. Das ist der Knackpunkt, noch vor dem unmittelbaren Kampf europ\u00e4ischer Soldaten mit den russischen an der Front: Die technische F\u00e4higkeit der Russen, durch Drohnen oder Satelliten aufzukl\u00e4ren und in der Tiefe des Landes anzugreifen. Die Europ\u00e4er k\u00f6nnen das kaum oder nur sehr eingeschr\u00e4nkt leisten. Die umf\u00e4ngliche Satellitenaufkl\u00e4rung durch die USA macht den Unterschied. Darum ist es so wichtig, das Europa sicherheitspolitisch endlich Fahrt aufnimmt.<\/p>\n<p>Mit Markus Reisner sprach Lea Verstl<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Zerst\u00f6rung des ukrainischen Neptun-Marschflugk\u00f6rpers zeigt: Russland lernt milit\u00e4rtechnisch enorm dazu. Aber auch die Ukraine mache Fortschritte, sagt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":389214,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,661,106,548,663,13,451,3286,14,15,16,307,12,317,3081,64],"class_list":{"0":"post-389213","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-angriff-auf-die-ukraine","11":"tag-donald-trump","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-headlines","15":"tag-militaer","16":"tag-militaereinsaetze","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-politik","20":"tag-russland","21":"tag-schlagzeilen","22":"tag-ukraine","23":"tag-ukraine-konflikt","24":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115130818242341998","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/389213","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=389213"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/389213\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/389214"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=389213"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=389213"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=389213"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}