{"id":389333,"date":"2025-09-01T21:04:12","date_gmt":"2025-09-01T21:04:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/389333\/"},"modified":"2025-09-01T21:04:12","modified_gmt":"2025-09-01T21:04:12","slug":"tour-de-verkehrswende-roter-teppich-fuer-den-weiterbau-des-rs1-in-essen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/389333\/","title":{"rendered":"Tour de Verkehrswende: Roter Teppich f\u00fcr den Weiterbau des RS1 in Essen"},"content":{"rendered":"<p>Am Montag, den 25. August, hat die Tour de Verkehrswende 2025 Essen beehrt. Aus Wuppertal kommend, traf der eindrucksvolle Zug der etwa 50 Mitradelnden gegen 13:30 Uhr am gro\u00dfen H\u00f6rsaal des Unicampus Essen an der Meyer-Schwickerath-\/ Ecke Gladbecker Stra\u00dfe auf Aktivist*innen des RadEntscheids. Der angemeldete Demozug wurde von nur wenigen Motorrad-Polizisten begleitet, die das erforderliche Corken an Kreuzungen nicht ausreichend leisten konnten, das mussten die CM-erfahrenen Radler*innen selbst erledigen. Immerhin sperrte die Polizei \u2013 wie vorher abgekl\u00e4rt \u2013 den Bereich der Gladbecker Stra\u00dfe zwischen Universit\u00e4tsstra\u00dfe und Viehofer Platz f\u00fcr eine Stunde, so dass die Tour dort eine kombinierte Aktions- und Mittagspause machen konnte. Ungeduldige Autofahrer fanden schnell Umfahrungsm\u00f6glichkeiten, und die aus der Meyer-Schwickerathstra\u00dfe kommenden wurden \u00fcber die Gegenspur geleitet.<\/p>\n<p>Dort oberhalb der Gladbecker n\u00e4mlich endet die kurze, bereits befahrbar ausgebaute Teilstrecke des Radschnellweges RS1 vom Campus der Uni DUE in M\u00fclheim kommend. Die vorhandene Br\u00fccke war voreilig abgerissen worden. Unter dem Banner \u201eRS1 \u2013 Vision TOP \u2013 Umsetzung FLOP\u201c wurde nun in einer symbolischen Aktion der rote Teppich f\u00fcr Radfahrende quer \u00fcber die vierspurige Gladbecker Stra\u00dfe ausgerollt, den Lastenradler Roman (zum Erstaunen der Berliner) per Rad transportiert hatte. Tempor\u00e4r bekamen so Radfahrer*innen Priorit\u00e4t und einen kleinen Vorgeschmack auf die Zukunft. <\/p>\n<p>Von den geplanten 116 Kilometern des RS1 sind seit 2013 erst sieben Kilometer nach dem Standard f\u00fcr ein schnelles Vorankommen f\u00fcr Radpendler*innen ausgebaut: klare Trennung von der Autostra\u00dfe, glatte und ausreichend breite Fahrspur, wenig Einfahrten, Kreuzungen und Ampeln, ein abgetrennter Fu\u00dfweg. Auch von den restlichen im Rhein-Ruhrgebiet geplanten 275 Kilometern an Radschnellwegen sind lediglich einzelne Kilometer fertiggestellt oder im Bau. Das Land NRW bleibt weit hinter seinen selbst gesetzten Zielen zur\u00fcck. Dabei versprechen Studien eine Einsparung von t\u00e4glich bis zu 52.000 Auto-Fahrten durch den Ausbau allein des RS1! <\/p>\n<p>\u201eWir fordern, dass das Land seinen Pflichten nachkommt und der Schnellradwegebau endlich ernsthaft priorisiert wird! Wir wollen nicht mehr warten! Die Zukunft ist jetzt!\u201c, sagt Rahel Schweikert, Mitorganisatorin der Tour de Verkehrswende. <\/p>\n<p>Die Tour de Verkehrswende f\u00fchrt 2025 durchs Rhein- Ruhr-Gebiet. Von M\u00fcnster bis K\u00f6ln demonstrieren Menschen auf dem Fahrrad f\u00fcr eine gerechte Verkehrswende mit gleichberechtigter Infrastruktur, sicheren und schnellen Radwegen und einem barrierefreien \u00f6ffentlichen Nahverkehr. Die sommerliche Protestfahrt unter dem Dach von Changing Cities e.V. findet zum f\u00fcnften Mal statt. <\/p>\n<p>Die Tour war am 22. August 2025 in M\u00fcnster gestartet und f\u00fchrte mit zahlreichen Zwischenstopps und Aktionen \u2013 darunter Kundgebungen, Diskussions- und Musikveranstaltungen \u2013 bis nach K\u00f6ln, wo sie heute (am 31. August 2025) endete. Auf dem Weg kamen Initiativen, Vereine und engagierte B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zusammen. Von Essen aus ging es am Montag \u00fcber den (zuk\u00fcnftigen) RS1 weiter bis nach M\u00fclheim, wohin noch einige Essener Aktivisti mitradelten, und dann an der Ruhr entlang nach Oberhausen zu einer Kundgebung am Ende der Tagesetappe.<br \/>In den letzten Jahrzehnten hat die Politik den Fokus zu stark auf den Autoverkehr gelegt und massiv investiert. Die individuelle Motorisierung hat trotz der Klimakrise enorm zugenommen. Doch f\u00fcr die Zukunft muss die Mobilit\u00e4t zwischen Menschen, D\u00f6rfern und St\u00e4dten mit Bus, Tram, Bahn oder zu Fu\u00df st\u00e4rker gef\u00f6rdert werden. <\/p>\n<p>Diese Verbindungen m\u00fcssen f\u00fcr alle:<br \/><b>Sicher sein<\/b> \u2013 Kinder, \u00e4ltere und in ihrer Mobilit\u00e4t eingeschr\u00e4nkte Menschen m\u00fcssen sie gefahrlos nutzen k\u00f6nnen. Gute Verkehrsinfrastruktur kann schwere und t\u00f6dliche Verletzungen verhindern und mehr Menschen erm\u00f6glichen, zu Fu\u00df oder mit dem Rad am Verkehr teilzunehmen. \u2028<br \/><b>Gesund sein<\/b> \u2013 K\u00f6rperlich aktive Mobilit\u00e4t, z. B. mit dem Fahrrad, f\u00f6rdert die Gesundheit und hilft beim Klimaschutz. Viele Menschen m\u00f6chten sich mehr bewegen und so einen Beitrag leisten.<br \/><b>Gerecht sein<\/b> \u2013 Jeder muss Zugang zu vielf\u00e4ltigen Mobilit\u00e4tsangeboten haben. Der \u00f6ffentliche Verkehr muss \u00fcberall funktionieren und bezahlbar sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am Montag, den 25. August, hat die Tour de Verkehrswende 2025 Essen beehrt. 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