{"id":389603,"date":"2025-09-01T23:32:21","date_gmt":"2025-09-01T23:32:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/389603\/"},"modified":"2025-09-01T23:32:21","modified_gmt":"2025-09-01T23:32:21","slug":"kritik-zu-the-smashing-machine-so-gut-war-dwayne-johnson-noch-nie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/389603\/","title":{"rendered":"Kritik zu The Smashing Machine: So gut war Dwayne Johnson noch nie!"},"content":{"rendered":"<p class=\"bo-p\">Gerade erst hat die UFC (Ultimate Fighting Championship) einen neuen Rechtedeal mit Paramount+ abgeschlossen \u2013 und zwar \u00fcber die Wahnsinnssumme von 7,7 Milliarden Dollar f\u00fcr sieben Jahre. Damit ist MMA (Mixed Martial Arts) endg\u00fcltig ganz oben angekommen, was die auch finanzielle Aufmerksamkeit der weltweiten Kampfsportgemeinde angeht. Aber \u201e<b>The Smashing Machine<\/b>\u201c handelt von einer \u00c4ra, als die UFC noch kein globales Mega-Event war \u2013 und dreht sich konkret um einen MMA-K\u00e4mpfer, der dem Sport zwar einst \u00fcberhaupt erst zu seiner Popularit\u00e4t verhalf, dessen Namen aber bis heute nur die allerwenigsten kennen d\u00fcrften. Verantwortlich f\u00fcr Regie und Skript zeichnet <a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/personen\/222248.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Benny Safdie<\/a>, einer der beiden Br\u00fcder hinter \u201e<a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/256322.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Der schwarze Diamant<\/a>\u201c, in dem <a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/personen\/17585.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Adam Sandler<\/a> zwar seine vielleicht beste Leistung \u00fcberhaupt zeigt &#8230;<\/p>\n<p class=\"bo-p\">\u2026 der nach seinem Release auf Netflix aber auch einem Gro\u00dfteil der \u201e<a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/45516.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Happy Gilmore<\/a>\u201c-Crowd vor den Kopf gesto\u00dfen hat. Dazu stammt \u201eThe Smashing Machine\u201c vom \u201e<a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/305544.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">The Iron Claw<\/a>\u201c-Studio A24 und wurde auf analogem 16mm-Material gedreht. Wer also im Vorfeld auch nur ein klein wenig aufgepasst hat, der konnte leicht erahnen, dass \u201eThe Smashing Machine\u201c eher kein massentauglich-konventionelles Sportler-Biopic wird. Aber am deutlichsten wird dies durch eine weitere Personalie: Als Komponistin wurde die 28-j\u00e4hrige karibisch-belgische Experimental-Jazz-K\u00fcnstlerin Nala Sinephro angeheuert, die unter anderem f\u00fcr ihre stimmungsvolle Harfen-Musik bekannt ist. Und damit, dass ihre Musik wirklich perfekt zum Film passt, ist schon (fast) alles N\u00f6tige gesagt.<\/p>\n<p>                                <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"article-figure-img\" dwayne=\"\" johnson=\"\" ist=\"\" als=\"\" mark=\"\" kerr=\"\" gerade=\"\" zu=\"\" beginn=\"\" wirklich=\"\" kaum=\"\" wiederzuerkennen.=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/78d18ccb1b662a507af10feb3579a43e.jpg\" width=\"640\" height=\"320\" alt=\"Dwayne Johnson ist als Mark Kerr gerade zu Beginn wirklich kaum wiederzuerkennen.\"\/><\/p>\n<p>                                    LEONINE<\/p>\n<p>                    Dwayne Johnson ist als Mark Kerr gerade zu Beginn wirklich kaum wiederzuerkennen.<\/p>\n<p class=\"bo-p\">\u201eThe Smashing Machine\u201c spielt in den Jahren 1997 bis 2000: Mark Kerr (<a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/personen\/38755.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Dwayne Johnson<\/a>) tritt zwar schon in der UFC an, aber seine gr\u00f6\u00dften Fights absolviert er f\u00fcr den japanischen MMA-Veranstalter Pride Fighting Championships (Pride FC) \u2013 selbst wenn es bei der Kommunikation etwa \u00fcber die Zahlung seines Kampfgeldes mitunter nicht nur an der sprachlichen, sondern auch an der kulturellen Verst\u00e4ndigung hapert. Au\u00dferdem ein Problem in Fernost: Im Gegensatz zu den USA werden harte Schmerzmittel hier nicht einfach so verschrieben, als w\u00e4ren sie Lutschbonbons \u2013 stattdessen gibt es f\u00fcr Kerr nach einem Kampf nur l\u00e4ppische Ibuprofen, die bei dem offensichtlich stark abh\u00e4ngigen Sportler nat\u00fcrlich schon l\u00e4ngst nicht mehr die n\u00f6tige Wirkung entfalten.<\/p>\n<p class=\"bo-p\">W\u00e4hrend sein Mentor, Konkurrent und bester Freund Mark Coleman (gro\u00dfartig: <a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/personen\/1000003105.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ryan Bader<\/a>) ihn konsequent unterst\u00fctzt, ist seine Freundin Dawn Staples (<a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/personen\/123054.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Emily Blunt<\/a>) eher keine Hilfe dabei, Kerr wieder auf den rechten Weg zur\u00fcckzuf\u00fchren: Nur wenige Minuten vor dem wichtigsten Kampf seiner Karriere platzt sie in den Umkleideraum, um ihm eine Szene zu machen \u2013 und nach seinem Entzug reicht ihre R\u00fccksicht nicht mal so weit, im gemeinsamen Zuhause keine Alkoholpartys zu feiern oder direkt vor ihm selbst gr\u00f6\u00dfere Mengen Schmerztabletten zu schlucken. Hat Kerr trotzdem eine Chance, doch noch die Kurve zu kriegen?<\/p>\n<p>Lost In Translation<\/p>\n<p class=\"bo-p\">Relativ zu Beginn werden auf einer Pressekonferenz die neusten Regel\u00e4nderungen bekanntgegeben: Nicht mehr erlaubt sind fortan Bisse, Finger in die Augen stecken oder Kniest\u00f6\u00dfe gegen den gesenkten Kopf, wenn der Kontrahent bereits am Boden kauert. Wie gesagt: Es waren damals noch andere Zeiten beim MMA! Aber selbst ohne abgekaute Ohrl\u00e4ppchen tun die Ring-Szenen richtig weh: Benny Safdie verzichtet zwar konsequent auf \u201e<a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/28251.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rocky<\/a>\u201c-artige \u00dcbertreibungen, aber nach den K\u00e4mpfen versteht man sehr genau, warum Mark Kerr stets eine mit Opiaten gef\u00fcllte Spritze bei sich tr\u00e4gt. Wom\u00f6glich hat hier auch <a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/personen\/32322.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gavin O&#8217;Connor<\/a> geholfen, der mit \u201e<a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/138673.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Warrior<\/a>\u201c einen der bislang besten MMA-Filme verantwortet hat und an \u201eThe Smashing Machine\u201c als beratender Produzent beteiligt war.<\/p>\n<p class=\"bo-p\">Trotzdem ist \u201eThe Smashing Machine\u201c alles andere als ein klassisches Erfolgs-Biopic \u2013 immerhin basiert er auf der ebenfalls von Gavin O&#8217;Connor produzierten Dokumentation \u201eThe Smashing Machine: The Life And Times Of Extreme Fighter Mark Kerr\u201c aus dem Jahr 2002: Der \u201e<a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/181877.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Universal Soldier: Day Of Reckoning<\/a>\u201c-Regisseur <a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/personen\/105805.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">John Hyams<\/a> erhielt damals ungew\u00f6hnlich offene Einblicke nicht nur in das Training, sondern auch in das Privatleben (einschlie\u00dflich der Suchtproblematiken) des MMA-Champions. Viele der st\u00e4rksten Szenen des Films finden deshalb auch au\u00dferhalb der Kampfarenen statt \u2013 etwa wenn der MMA-Riese wie verloren in einem japanischen Kaufhaus Rolltreppe f\u00e4hrt. In solchen Momenten erinnert \u201eThe Smashing Machine\u201c weniger an andere Kampfsport-Streifen als an Sofia Coppolas oscarpr\u00e4mierten \u201e<a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/47395.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lost In Translation<\/a>\u201c (selbst wenn Bill Murray nicht ganz so viele Muskeln hat).<\/p>\n<p>                                <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"article-figure-img\" die=\"\" einseitig=\"\" negative=\"\" darstellung=\"\" von=\"\" dawn=\"\" staples=\"\" blunt=\"\" ist=\"\" sicherlich=\"\" der=\"\" punkt=\"\" f=\"\" den=\"\" sich=\"\" smashing=\"\" machine=\"\" meiste=\"\" kritik=\"\" gefallen=\"\" lassen=\"\" muss.=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/5d83a6299945fa052273ba51e6d2bc45.jpg\" width=\"640\" height=\"320\" alt=\"Die einseitig negative Darstellung von Dawn Staples (Emily Blunt) ist sicherlich der Punkt, f\u00fcr den sich \u201eThe Smashing Machine\u201c die meiste Kritik gefallen lassen muss.\"\/><\/p>\n<p>                                    LEONINE<\/p>\n<p>                    Die einseitig negative Darstellung von Dawn Staples (Emily Blunt) ist sicherlich der Punkt, f\u00fcr den sich \u201eThe Smashing Machine\u201c die meiste Kritik gefallen lassen muss.<\/p>\n<p class=\"bo-p\">Sp\u00e4testens seit Conor McGregor ist die UFC ja eher bekannt daf\u00fcr, dass sich die Fighter bereits beim Wiegen \u2013 medienwirksam \u2013 an die Gurgel gehen. Aber in \u201eThe Smashing Machine\u201c begegnen sich die K\u00e4mpfer mit einem inspirierenden Ma\u00df an Respekt \u2013 selbst als sein Konkurrent mit verbotenen Kniest\u00f6\u00dfen einen nicht gewerteten Kampf provoziert, ist es f\u00fcr Mark Kerr selbstverst\u00e4ndlich, ihn hinterher in den Arm zu nehmen. Dwayne Johnson ist zwar fast doppelt so alt wie der von ihm portr\u00e4tierte Protagonist im Jahr 1997, aber grandios ist seine Rolle trotzdem: Als philosophierender Kampfkoloss (\u201eEin Tag ohne Schmerzen ist wie ein Tag ohne Sonnenschein\u201c) erforscht er eine ganz andere Art von Maskulinit\u00e4t, als wir es bislang vom \u201e<a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/210318.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jumanji<\/a>\u201c-Star gewohnt sind:<\/p>\n<p class=\"bo-p\">Als Mark Kerr ist der in seiner Maske oft kaum zu erkennende Johnson nicht w\u00fctend oder brachial, sondern mild, melancholisch, sanftm\u00fctig \u2013 und es geht im Kern auch nichts ums Gewinnen, sondern im Gegenteil um einen m\u00f6glichen Umgang mit Niederlagen. Ganz anders hingegen Emily Blunt (\u201e<a href=\"https:\/\/www.filmstarts.de\/kritiken\/296168.html\" class=\"bo-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Oppenheimer<\/a>\u201c), die sich \u00fcberraschend schwer damit tut, ihrer Figur noch andere Seiten neben der hysterischen, (selbst-)zerst\u00f6rerischen Freundin abzugewinnen: Ja, Mark Kerr \u00fcbertreibt es mit dem heimischen Perfektionismus und will keine Kinder. Aber insgesamt wirkt Dawn Staples als ausgemachte B\u00f6sewichtin der Geschichte schon etwas eindimensional gezeichnet (auch wenn das Paar im wahren Leben noch einige Jahre zusammengeblieben und einen gemeinsamen Sohn bekommen hat). Nur in einer Szene auf dem Rummelplatz, wenn sie wegen Mark Kerrs Magenproblemen allein ein Fahrgesch\u00e4ft betritt und einen einsamen Moment der Schwerelosigkeit genie\u00dft, deutet sich da noch eine tiefere Ebene an, die im Rest des Films jedoch kaum weiter erforscht wird.<\/p>\n<p class=\"bo-p\"><b>Fazit: \u201eThe Smashing Machine\u201c ist genau das, was man sich vom neuen Film des Regisseurs von \u201eDer schwarze Diamant\u201c gew\u00fcnscht hat \u2013 und \u00fcberhaupt nicht das, was sich ein unvorbereitetes Mainstream-Publikum wom\u00f6glich unter einem UFC-Film mit Dwayne Johnson vorstellen w\u00fcrde. Gut so!<\/b><\/p>\n<p class=\"bo-p\">Wir haben \u201eThe Smashing Machine\u201c im Rahmen des Venedig Filmfest 2025 gesehen, wo er als Teil des offiziellen Wettbewerbs seine Weltpremiere gefeiert hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gerade erst hat die UFC (Ultimate Fighting Championship) einen neuen Rechtedeal mit Paramount+ abgeschlossen \u2013 und zwar \u00fcber&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":389604,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1771],"tags":[1778,29,214,30,95,1777,215],"class_list":{"0":"post-389603","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kino","8":"tag-cinema","9":"tag-deutschland","10":"tag-entertainment","11":"tag-germany","12":"tag-kino","13":"tag-movie","14":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115131655503804322","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/389603","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=389603"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/389603\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/389604"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=389603"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=389603"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=389603"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}