{"id":390132,"date":"2025-09-02T04:24:44","date_gmt":"2025-09-02T04:24:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/390132\/"},"modified":"2025-09-02T04:24:44","modified_gmt":"2025-09-02T04:24:44","slug":"hannover-45-schutzbeduerftige-afghanen-gelandet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/390132\/","title":{"rendered":"Hannover: 45 schutzbed\u00fcrftige Afghanen gelandet"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mehrere Familien wurden per Linienflug aus <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/pakistan\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pakistan<\/a> mit Zwischenstopp in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/istanbul\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Istanbul<\/a> nach <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/hannover\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hannover<\/a> gebracht. Wie ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur berichtete, landete die Maschine aus Istanbul gegen 14 Uhr am Flughafen Hannover-Langenhagen. Die deutschen Beh\u00f6rden hatten die Einreise f\u00fcr 45 Menschen organisiert.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Viele afghanische Familien harren bereits Monate oder Jahre in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/islamabad\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Islamabad<\/a> aus. Eine Frau hatte der dpa am Flughafen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad vor ihrem Abflug gesagt, sie habe 14 Monate auf ihre Ausreise gewartet und die Zeit in Islamabad voller Sorgen verbracht. Nun freue sie sich auf ein Leben in Freiheit und Sicherheit.<\/p>\n<p>Neue Bundesregierung stoppte Aufnahmeprogramm      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die schwarz-rote <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bundesregierung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesregierung<\/a> hatte das Aufnahmeprogramm f\u00fcr besonders gef\u00e4hrdete Afghaninnen und Afghanen im Mai gestoppt. Neben fr\u00fcheren Ortskr\u00e4ften deutscher Institutionen und ihren Angeh\u00f6rigen sollten \u00fcber das Programm auch Afghanen aufgenommen werden, die Verfolgung durch die islamistischen <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/taliban\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Taliban<\/a> f\u00fcrchten m\u00fcssen, etwa weil sie sich in der Vergangenheit als Anw\u00e4lte oder Journalistinnen f\u00fcr Menschenrechte eingesetzt haben.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dass jetzt trotz des Stopps einige der Betroffenen trotzdem mit ihren Angeh\u00f6rigen reisen durften, liegt daran, dass sie, um ihre Einreise durchzusetzen, in Deutschland geklagt hatten. Unterst\u00fctzt werden die Betroffenen dabei teils von der Organisation \u201eKabul Luftbr\u00fccke\u201c. Laut Ausw\u00e4rtigem Amt gibt es aktuell rund 85 Eilverfahren, die vor Gericht anh\u00e4ngig sind.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Au\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) sagte: \u201eWir haben als Koalition klar vereinbart, freiwillige Aufnahmeprogramme so weit als m\u00f6glich zu beenden \u2013 dazu stehen wir.\u201c Rechtsverbindliche Aufnahmezusagen w\u00fcrden aber eingehalten. \u201eKnapp 50 Personen k\u00f6nnen deswegen heute nach Deutschland einreisen.\u201c<\/p>\n<p>Abschiebungen nach Afghanistan      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zus\u00e4tzliche Dringlichkeit hatte die Angelegenheit bekommen, nachdem die pakistanischen Beh\u00f6rden damit begonnen hatten, auch Afghanen aus dem deutschen Aufnahmeprogramm nach <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/afghanistan\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Afghanistan<\/a> abzuschieben.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Ausw\u00e4rtige Amt teilte mit, aktuell bef\u00e4nden sich aus dem Aufnahmeprogramm derzeit 2.100 Personen in Pakistan und 200 in Afghanistan. Mitte August hatte die Bundesregierung mitgeteilt, etwa 210 Menschen aus dem Programm, die sich zuletzt in Pakistan aufgehalten h\u00e4tten, seien nach Afghanistan abgeschoben werden. Man stehe mit ihnen in Kontakt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bundesinnenminister <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/alexander-dobrindt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Alexander Dobrindt<\/a> (CSU) hatte vor gut einer Woche noch Kritik an der Dauer des Aufnahmeprozesses zur\u00fcckgewiesen. Er betonte: \u201eIch bin nicht bereit, auf regul\u00e4re Aufnahmeverfahren, ich bin nicht bereit, auf Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfungen zu verzichten.\u201c<\/p>\n<p>Au\u00dfenminister dringt auf mehr Tempo      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wadephul sagte nun: \u201eIch bin der pakistanischen Seite, insbesondere meinem Amtskollegen, au\u00dferordentlich dankbar daf\u00fcr, dass wir den Zeitraum f\u00fcr diese \u00dcberpr\u00fcfungsma\u00dfnahmen jetzt bis zum Jahresende haben verl\u00e4ngern k\u00f6nnen.\u201c Er erwarte nun, dass die deutschen Sicherheitsbeh\u00f6rden diese Zeit effektiv nutzten. Die Gr\u00fcnen-Vorsitzende Franziska Brantner sagte, es sei \u201egut, dass sich diese Regierung noch an Gerichtsurteile h\u00e4lt\u201c.<\/p>\n<p>\u00dcberpr\u00fcfungen laufen noch      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums teilte mit, \u201edass der gro\u00dfe Teil der Menschen noch nicht alle Schritte im Aufnahmeverfahren durchlaufen\u201c habe. Auf Nachfrage von Journalisten erkl\u00e4rt er, dies betreffe \u00fcber 90 Prozent.<\/p>\n<p>Neue Gerichtsentscheidung      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Streit um die Erteilung von Visa f\u00fcr Afghanen zur Einreise nach Deutschland hat ein Gericht der Bundesregierung unterdessen eine weitreichende Entscheidungsfreiheit einger\u00e4umt. Solange Beh\u00f6rden Betroffenen noch keine Aufnahme zugesichert und sich damit rechtlich gebunden h\u00e4tten, d\u00fcrften sie fr\u00fchere Entscheidungen \u00fcberpr\u00fcfen, entschied das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG).<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Es erkl\u00e4rte damit den vor\u00fcbergehenden Stopp der Aufnahmeverfahren f\u00fcr Ortskr\u00e4fte und aufgrund ihrer fr\u00fcheren T\u00e4tigkeit gef\u00e4hrdeten Menschen f\u00fcr zul\u00e4ssig, wie ein Sprecher mitteilte.<\/p>\n<p>Erfolg f\u00fcr Ausw\u00e4rtiges Amt      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Aus einer Aufnahmebereitschaft erg\u00e4be sich noch kein Anspruch auf ein Visum, so die Richter. Die Programme seien aufgrund politischer Entscheidungen getroffen worden. Die Bundesregierung habe das Recht zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob das fr\u00fchere politische Interesse an der Aufnahme der Antragsteller noch vorliege. Damit war die Beschwerde des Ausw\u00e4rtigen Amtes gegen eine Entscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts im Eilverfahren erfolgreich.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im konkreten Fall ging es um einen fr\u00fcheren hochrangigen Richter Afghanistans sowie dessen Ehefrau und den vier Kindern. Ihm wurde Ende 2022 die Bereitschaft signalisiert, ihn auf eine \u201e\u00dcberbr\u00fcckungsliste\u201c aufzunehmen. Als er sich darauf berief und Visa beantragte, wurde dies im Fr\u00fchsommer 2025 aber abgelehnt. Zur Begr\u00fcndung f\u00fchrte das Ausw\u00e4rtige Amt an, eine Einreise im Rahmen der Programme sei ausgesetzt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Anmerkung der Redaktion: In einer fr\u00fcheren Version dieses Artikels war die Rede von 47 eingereisten Personen. Die Anzahl wurde auf 45 korrigiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mehrere Familien wurden per Linienflug aus Pakistan mit Zwischenstopp in Istanbul nach Hannover gebracht. 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