{"id":390358,"date":"2025-09-02T06:26:11","date_gmt":"2025-09-02T06:26:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/390358\/"},"modified":"2025-09-02T06:26:11","modified_gmt":"2025-09-02T06:26:11","slug":"hunderte-afghanen-schreiben-brandbrief-an-merz-und-fordern-umsiedlung-nach-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/390358\/","title":{"rendered":"Hunderte Afghanen schreiben Brandbrief an Merz \u2013 und fordern Umsiedlung nach Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>\u201eUnser Leben ist jeden Augenblick bedroht\u201c: In einem Brandbrief an Kanzler Merz bitten 210 Afghanen um Hilfe. Sie waren bereits f\u00fcr die Aufnahme in Deutschland vorgesehen \u2013 jetzt leben sie nach eigenen Angaben versteckt und in st\u00e4ndiger Angst.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Hunderte Afghanen, die mit ihren Familien von Pakistan in ihr von den Taliban beherrschtes Heimatland deportiert wurden, haben sich am Montagabend mit einem Brandbrief an Bundeskanzler Friedrich Merz, Au\u00dfenminister Johann Wadephul (beide CDU) und Innenminister Alexander Dobrindt gewandt (CSU). Insgesamt 210 Betroffene, die aus Sicherheitsgr\u00fcnden anonym bleiben wollen, schreiben, sie seien am 15. August 2025 \u201eunter Missachtung aller humanit\u00e4ren und ethischen Standards\u201c von Pakistan nach Afghanistan abgeschoben worden. Dabei seien sie Opfer schwerer Misshandlungen durch die pakistanische Polizei geworden.<\/p>\n<p>Die Afghanen melden sich laut eigenen Angaben aus einem \u201esicheren Haus\u201c in der afghanischen Hauptstadt Kabul, das die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Internationale Zusammenarbeit und andere Partner organisiert haben. \u201eUnser Leben ist jeden Augenblick bedroht\u201c, hei\u00dft es in dem Brief.<\/p>\n<p>In dem Schreiben weisen die Betroffenen darauf hin, dass alle in der Gruppe c und in Abstimmung mit der Gesellschaft f\u00fcr Internationale Zusammenarbeit in die pakistanische Hauptstadt Islamabad gebracht worden seien. <\/p>\n<p>Man habe erwartet, dass innerhalb von sechs Monaten die Visaerteilung und der Umzug nach Deutschland abgeschlossen sein w\u00fcrden, so die Absender. Stattdessen h\u00e4tten sie teilweise Jahre in Pakistan in Unsicherheit gelebt. <\/p>\n<p>Die Gruppe fordert unter anderem ihre R\u00fcckf\u00fchrung nach Pakistan und anschlie\u00dfende Umsiedlung nach Deutschland sowie sofortige Verhandlungen mit den pakistanischen Beh\u00f6rden, um weitere Verhaftungen und Abschiebungen anderer anerkannter Antragsteller nach Afghanistan zu verhindern.<\/p>\n<p>Flieger mit 45 Afghanen landete in Deutschland<\/p>\n<p>Am Montag war eine Gruppe von 45 Afghanen mit Aufnahmezusage mit einem Flieger in Deutschland angekommen. \u201eEs handelt sich hierbei ausschlie\u00dflich um Personen, die \u00fcber Gerichtsverfahren die Vergabe von Visa erwirkt haben\u201c, teilte das Innenministerium mit. \u201eUnter diesen Personen sind keine Ortskr\u00e4fte.\u201c Es h\u00e4tten jedoch alle \u201edas Aufnahmeverfahren und die Sicherheitspr\u00fcfung vollst\u00e4ndig durchlaufen\u201c.<\/p>\n<p>Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart, Aufnahmeprogramme weitgehend einzustellen. Gerichte hatten aber den Aufnahmeanspruch von Menschen mit verbindlicher Zusage festgestellt. Vergangene Woche hatte die Bundesregierung angek\u00fcndigt, einzelne nach Pakistan geflohene Afghanen doch noch aufzunehmen. <\/p>\n<p>Das Ausw\u00e4rtige Amt geht nach Angaben vom Montag davon aus, dass noch rund 2300 Afghanen auf Ausreise nach Deutschland warteten. 2100 von ihnen seien in Pakistan, der Rest in Afghanistan.<\/p>\n<p>Die radikalislamischen Taliban hatten im August 2021 die Macht in dem Land \u00fcbernommen. Seither gibt es dort schwere Menschenrechtsverletzungen, von denen insbesondere Frauen betroffen sind. <\/p>\n<p>ceb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eUnser Leben ist jeden Augenblick bedroht\u201c: In einem Brandbrief an Kanzler Merz bitten 210 Afghanen um Hilfe. 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