{"id":390936,"date":"2025-09-02T11:44:16","date_gmt":"2025-09-02T11:44:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/390936\/"},"modified":"2025-09-02T11:44:16","modified_gmt":"2025-09-02T11:44:16","slug":"musik-gegen-die-angst-vor-der-bronchoskopie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/390936\/","title":{"rendered":"Musik gegen die Angst vor der Bronchoskopie"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wenn sich Patienten einer Bronchoskopie unterziehen m\u00fcssen, versp\u00fcren sie h\u00e4ufig ein Unbehagen. Kann das H\u00f6ren von Musik die Angst lindern?<\/strong><\/p>\n<p>Die Bronchoskopie ist eine elementare Untersuchung sowohl f\u00fcr diagnostische als auch f\u00fcr therapeutische Zwecke in der Pneumologie. Obwohl sie als sichere Methode mit seltenen lebensbedrohlichen Komplikationen gilt, ist sie h\u00e4ufig mit Angst, Stress und Unbehagen f\u00fcr die Patienten verbunden.<\/p>\n<p>Das H\u00f6ren von Musik ist eine sichere nichtpharmakologische Methode zur Verringerung dieser Symptomatik bei Betroffenen, die sich einem endoskopischen Eingriff unterziehen. Ihre Wirkung hat man bisher haupts\u00e4chlich bei Prozeduren am Gastrointestinaltrakt untersucht.<\/p>\n<p class=\"  \">Forscher um Kacem Amani, Universit\u00e4tsspital Ibn Jazzar in Kairouan, Tunesien, f\u00fchrten eine <a href=\"https:\/\/bmccomplementmedtherapies.biomedcentral.com\/articles\/10.1186\/s12906-025-04861-7\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">prospektive randomisierte kontrollierte Studie<\/a> an zwei Universit\u00e4tsspit\u00e4lern durch, um den Effekt von Musik auf die Angst von Patienten vor einer Bronchoskopie zu analysieren.<\/p>\n<p class=\"  \">Die Interventionsgruppe h\u00f6rte \u00fcber eine Zeitspanne von zehn Minuten vor bis zehn Minuten nach dem Eingriff klassische tunesische Musik via Kopfh\u00f6rer. Bei der Kontrollgruppe ert\u00f6nte keine Musik \u00fcber die Kopfh\u00f6rer.<\/p>\n<p class=\"  \">136 Patienten nahmen an der Studie teil. Ihre h\u00e4ufigsten respiratorischen Symptome waren Husten, Brustschmerzen und Dyspnoe. Die Hauptindikation f\u00fcr die Bronchoskopie war der Verdacht auf Lungenkrebs.<\/p>\n<p class=\"  \">Sowohl vor als auch nach dem Eingriff erhoben die Wissenschaftler die Angst der Patienten mittels subjektiver Indikatoren wie STAI-S (State trait anxiety inventory, state subscale; 20 bis 80 Punkte) und VAS (0 bis 10 Punkte) sowie mittels objektiver Werte wie Blutdruck, Puls und Sauerstoff-S\u00e4ttigung.<\/p>\n<p class=\"  \">Das H\u00f6ren von Musik hatte keine Auswirkungen auf die STAI-S. Allerdings zeigte sich in der Interventionsgruppe im Vergleich zu den Kontrollen ein signifikanter Effekt auf die durchschnittliche Ver\u00e4nderung des VAS-Scores um 0,85 Punkte (p = 0,018).<\/p>\n<p class=\"  \">Zwischen den beiden Gruppen gab es keine signifikanten Unterschiede in Bezug auf die Nebenwirkungen und die Vitalzeichen w\u00e4hrend der Bronchoskopie.<\/p>\n<p class=\"  \">Die Autoren erkl\u00e4ren sich die Diskrepanz der Ergebnisse von STAI-S und VAS teilweise durch die unterschiedliche Komplexit\u00e4t der beiden Tools. Ein weiterer Grund ist der kognitiven Aufwand, der f\u00fcr eine genaue Beantwortung erforderlich ist.<\/p>\n<p class=\"  \">Da der VAS-Score ein einfacheres und intuitiveres Instrument ist, k\u00f6nnte er den unmittelbaren emotionalen Zustand der Teilnehmer besser widerspiegeln, insbesondere bei Personen mit geringerer Lesekompetenz.<\/p>\n<p class=\"  \">Umgekehrt k\u00f6nnte die detailliertere Struktur des STAI-S zu Verst\u00e4ndnisschwierigkeiten f\u00fchren, was sich m\u00f6glicherweise auf die Genauigkeit der Antworten auswirkt.<\/p>\n<p class=\"  \">Insgesamt bewerten die Wissenschaftler das H\u00f6ren von Musik als einfache, sichere und kosteng\u00fcnstige Methode. Diese kann bei Patienten, die sich einer Bonchoskopie unterziehen, das Wohlbefinden verbessern und ihre \u00c4ngste reduzieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wenn sich Patienten einer Bronchoskopie unterziehen m\u00fcssen, versp\u00fcren sie h\u00e4ufig ein Unbehagen. Kann das H\u00f6ren von Musik die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":390937,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[29,30,141,232],"class_list":{"0":"post-390936","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-gesundheit","11":"tag-health"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115134534875378392","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/390936","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=390936"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/390936\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/390937"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=390936"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=390936"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=390936"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}