{"id":391211,"date":"2025-09-02T14:09:12","date_gmt":"2025-09-02T14:09:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/391211\/"},"modified":"2025-09-02T14:09:12","modified_gmt":"2025-09-02T14:09:12","slug":"muenchen-probebohrungen-fuer-die-u9-in-bis-zu-75-meter-tiefe-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/391211\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen: Probebohrungen f\u00fcr die U9 in bis zu 75 Meter Tiefe &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Die M\u00fcnchner Verkehrsgesellschaft (<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/MVG\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">MVG<\/a>) hat im August mit neuen Bohrungen begonnen, um die Beschaffenheit des Untergrunds der Stadt im n\u00f6rdlichen Abschnitt der potenziellen U-Bahn-Linie U9 zu erkunden. Bis Ende September finden Bohrungen in der He\u00dfstra\u00dfe, der Karlstra\u00dfe, der Schellingstra\u00dfe, der\u00a0Rottmannstra\u00dfe, der\u00a0Theresienstra\u00dfe und dann noch einmal in der\u00a0Karlstra\u00dfe statt.\u00a0Bis Ende November folgen weitere Bohrungen, die genauen Standorte will die MVG noch bekannt geben. Insgesamt sind dieses Jahr elf Bohrungen geplant.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Gestartet war das Bohrprogramm f\u00fcr die geplante U9 vor gut zwei Jahren. Damals war der s\u00fcdliche Abschnitt der geplanten Trasse dran, und die damalige Zweite B\u00fcrgermeisterin M\u00fcnchens, Katrin Habenschaden, meinte \u00fcber die Arbeiten, jede lange Reise beginne mit einem ersten Schritt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Nun also folgt Schritt zwei. Dabei bohren die Arbeiter im Durchschnitt 50 Meter und maximal bis zu 75 Meter in die Tiefe und bef\u00f6rdern Erdreich nach oben. Das wird im Anschluss von geotechnischen Sachverst\u00e4ndigen untersucht. Die Beschaffenheit des Erdreichs ist wichtig f\u00fcr die weitere Planung. Sie hat zum Beispiel Einfluss auf das k\u00fcnftige Bauverfahren oder auf die Dicke der Tunnelw\u00e4nde. Faktoren wie diese wirken sich nach Angaben der MVG auf die Baukosten und die Dauer der Bauarbeiten aus.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Die Erkundungsbohrungen sind noch eine sehr fr\u00fche Phase in der Genese der U9. Denn wann sie kommt und ob sie \u00fcberhaupt bezahlbar sein wird, ist noch offen. Die MVG geht davon aus, dass der Bau in den 2030er-Jahren starten k\u00f6nnte, und dass die zehneinhalb Kilometer lange Trasse bis Anfang der 2040er-Jahre fertig sein k\u00f6nnte. K\u00f6nnte wohlgemerkt. Denn laut einer Sch\u00e4tzung aus dem Jahr 2022 soll die U9 vier Milliarden Euro kosten. Bei den stetig steigenden Baukosten wird sich diese Summe voraussichtlich nicht halten lassen. Die M\u00fcnchner Stadtk\u00e4mmerei hat bereits von einem zweistelligen Milliardenbetrag gesprochen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Fest steht dabei: Ohne F\u00f6rdergeld wird die Stadt sich die neue U-Bahn nicht leisten k\u00f6nnen. Trotzdem hat sie bei der Deutschen Bahn den Bau eines Vorhaltebauwerks im M\u00fcnchner Hauptbahnhof in Auftrag gegeben, das rund 660 Millionen Euro kosten soll. In dieser Summe sind auch 100 Millionen Euro Planungskosten enthalten. Dass der Rohbau schon jetzt entstehen soll, h\u00e4ngt mit dem Umbau des Hauptbahnhofs und dem Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke zusammen, die Mitte der 2030er-Jahre fertig werden soll. Zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt lie\u00dfe sich ein neuer U-Bahnhof nachtr\u00e4glich nicht mehr in den Hauptbahnhof integrieren.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Nach derzeitigem Stand soll die U9 zwischen der Implerstra\u00dfe und der M\u00fcnchner Freiheit verlaufen. Die U-Bahn-Stationen Impler- und Poccistra\u00dfe sollen zusammengelegt und durch einen Neubau ersetzt werden. Am Esperantoplatz k\u00f6nnte ein zweiter Wiesnbahnhof entstehen, danach k\u00e4me der Hauptbahnhof, gefolgt von einer Station bei den Pinakotheken und einer weiteren am Elisabethplatz in Schwabing. Auch an der\u00a0M\u00fcnchner Freiheit soll ein weiteres Bahnhofsbauwerk entstehen. N\u00f6rdlich des Hauptbahnhofs ist zudem ein Abzweig Richtung Theresienstra\u00dfe geplant, eine m\u00f6gliche Linie U29 w\u00fcrde dann auf der Trasse der heutigen U2 verkehren.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Bis es irgendwann vielleicht so weit ist, haben die MVG und die Stadt noch andere Gro\u00dfbaustellen zu bew\u00e4ltigen, etwa die Verl\u00e4ngerung der U5 nach Pasing und die weitere Fortf\u00fchrung dieser Linie ins Neubaugebiet Freiham, wo derzeit ebenfalls ein Vorhaltebauwerk f\u00fcr einen sp\u00e4teren U-Bahnhof entsteht. Die Verl\u00e4ngerung nach Pasing, an der bereits seit 2022 gebaut wird, soll nach aktuellen Prognosen erst im Jahr 2034 abgeschlossen sein. Das sind zw\u00f6lf Jahre Bauzeit f\u00fcr 3,8 Kilometer.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Ob das Baureferat, das f\u00fcr den Bau der U-Bahn-Tunnel verantwortlich ist, f\u00fcr die U9 eine fast dreimal so lange Strecke binnen zehn Jahren bauen kann, wird sich zeigen. Jetzt laufen die Vorarbeiten, wie genau es weitergeht, h\u00e4ngt dann auch davon ab, was tief unter der Stadt verborgen ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die M\u00fcnchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat im August mit neuen Bohrungen begonnen, um die Beschaffenheit des Untergrunds der Stadt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":391212,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[772,29,30,6778,1268,2813,2176,149,16433,3232],"class_list":{"0":"post-391211","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-bayern","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-maxvorstadt","12":"tag-muenchen","13":"tag-muenchen-stadtteile","14":"tag-mvg","15":"tag-sueddeutsche-zeitung","16":"tag-u-bahn-muenchen","17":"tag-verkehr-in-muenchen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115135103919084232","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/391211","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=391211"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/391211\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/391212"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=391211"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=391211"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=391211"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}