{"id":391224,"date":"2025-09-02T14:16:11","date_gmt":"2025-09-02T14:16:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/391224\/"},"modified":"2025-09-02T14:16:11","modified_gmt":"2025-09-02T14:16:11","slug":"senat-verbessert-finanzierung-von-privatschulen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/391224\/","title":{"rendered":"Senat verbessert Finanzierung von Privatschulen"},"content":{"rendered":"<p>\tBildungsverwaltung<br \/>\n\t &#8211; <\/p>\n<p>\t\tSenat verbessert Finanzierung von Privatschulen<\/p>\n<p>\n        Di 02.09.25 | 14:49 Uhr  | Von Sebastian Sch\u00f6bel\n    <\/p>\n<p>    <a href=\"#top-of-comments\"\/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1756822571_635_size=708x398.jpg\" alt=\"Symbolbild: Schueler waehrend einer Unterrichtsstunde. (Quelle: dpa\/Gaertner)\" title=\"Symbolbild: Schueler waehrend einer Unterrichtsstunde. (Quelle: dpa\/Gaertner)\" id=\"1232792485\"\/><\/p>\n<p>dpa\/Gaertner<\/p>\n<p>Audio: rbb24 Inforadio | 02.09.2025 | Sebastian Sch\u00f6bel | Bild: dpa\/Gaertner <\/p>\n<p>Private Schulen in Berlin sollen k\u00fcnftig mehr Zusch\u00fcsse f\u00fcr die Beschulung von Kindern mit h\u00f6herem Bedarf erhalten. Zugleich gibt es ab dem Schuljahr 2027\/28 eine verpflichtende Schulgeldtabelle. Kritiker f\u00fcrchten Finanzl\u00fccken in anderen Bereichen. Von S. Sch\u00f6bel<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_0\"\/><\/p>\n<p>Der Berliner Senat hat am Dienstag beschlossen, die Finanzierung von Privatschulen zu verbessern. Die Schulen sollen demnach h\u00f6here Zusch\u00fcsse f\u00fcr die Beschulung von Kindern mit sozialp\u00e4dagogischem Bedarf oder aus einkommensschwachen Familien bekommen. Das soll helfen, die Sch\u00fclerschaft auch an Privatschulen st\u00e4rker zu durchmischen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig wird ab dem Schuljahr 2027\/28 eine verpflichtende Schulgeldtabelle eingef\u00fchrt, die gestaffelt nach Einkommen festlegt, welche Zusatzbeitr\u00e4ge von den Privatschulen verlangt werden d\u00fcrfen. Gleichzeitig k\u00f6nnen neu gegr\u00fcndete Privatschulen die Zusch\u00fcsse schon deutlich fr\u00fcher erhalten als bisher, n\u00e4mlich zwei statt f\u00fcnf Jahre nach Gr\u00fcndung.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1613657012\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tGestaffeltes Schulgeld nach Einkommen<\/p>\n<p>Die neue Schulgeldtabelle legt fest, dass Kinder aus Familien mit einem Bruttojahreseinkommen von weniger als 30.000 Euro maximal 35 Euro Schulgeld pro Monat zahlen m\u00fcssen \u2013 wobei Kinder, die auch von Lernmittelkosten befreit sind, nur 10 Euro monatlich zahlen m\u00fcssten.<\/p>\n<p>Das Schulgeld steigt dann mit dem jeweiligen Bruttojahreseinkommen: 65 Euro monatlich sind es bis zu einem Jahreseinkommen von 42.000 Euro, 160 Euro bis zu einem Jahreseinkommen von 55.000 Euro, 250 Euro bis zu einem Jahreseinkommen von 68.000 Euro, und schlie\u00dflich 350 Euro bis zu einem Jahreseinkommen von 81.000 Euro.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text\"\/><\/p>\n<p>Die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen Berlin (AGFS) zeigte sich zufrieden mit der geplanten Gesetzes\u00e4nderung. &#8222;Wichtig ist, dass die Inklusion gef\u00f6rdert wird&#8220;, sagte Torsten Wischnewski, Referent f\u00fcr Schule beim Parit\u00e4tischen Wohlfahrtsverband. Die Lage vieler Freier Schulen durch die stark gestiegenen Kosten sei prek\u00e4r.<\/p>\n<p>&#8222;Einige Schulen sind wirklich in ihrer wirtschaftlichen Existenz gef\u00e4hrdet&#8220;, so Wischnewski. Die Novelle des Schulgesetzes helfe, den finanziellen Unterschied zu den staatlichen Schulen etwas zu verringern. Der Abstand betrage im Schnitt 60 Prozent, weil Privatschulen nur f\u00fcr Personalkosten Zusch\u00fcsse erhalten. Deswegen h\u00e4tten sich die freien Tr\u00e4ger erhofft, so Wischnewski, dass auch die gestiegenen Kosten f\u00fcr Sachmittel, Sozialarbeit und Schulbau bei der Berechnung von Zusch\u00fcssen mit einbezogen werden.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox_1007654293\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1229011364\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\t42.000 Sch\u00fcler auf 170 freien Schulen<\/p>\n<p>Bildungssenatorin Katharina G\u00fcnther-W\u00fcnsch (CDU) bezeichnete die Novelle als &#8222;deutliche St\u00e4rkung und Anerkennung der Schulen in freier Tr\u00e4gerschaft&#8220;. Auf diese wolle Berlin nicht verzichten, zudem seien sie verfassungsrechtlich fest verankert. Viele der freien Schulen h\u00e4tten es angesichts stark gestiegener Kosten und der bislang &#8222;in Stein gemei\u00dfelten&#8220; Zusch\u00fcsse schwer, wirtschaftlich stabil zu bleiben. &#8222;Deswegen war es dringend notwendig, auch mehrere tausend Schulpl\u00e4tze zu sichern.&#8220;<\/p>\n<p>Die rund 170 Schulen in freier Tr\u00e4gerschaft beschulen aktuell rund 42.000 Kinder. Die Mehrkosten der Reform beziffert die Bildungsverwaltung auf rund 10 Millionen Euro im kommenden Jahr, mindestens 16,5 Millionen Euro im Haushaltsjahr 2027 und mindestens 31,6 Millionen Euro im Jahr darauf.<\/p>\n<p>Kritik an G\u00fcnther-W\u00fcnschs Reform kommt von den Gr\u00fcnen. Zwar sei es richtig, auf diesem Weg mehr soziale Durchl\u00e4ssigkeit und mehr Inklusion an freien Schulen zu erreichen. Allerdings spiele die Senatorin zur Finanzierung des Vorhabens einzelne Gruppen gegeneinander aus. &#8222;Sie streicht in der allgemeinen Schulsozialarbeit, bei der Inklusion, in der Kitasozialarbeit, der Kinderarmutsbek\u00e4mpfung, bei Sportangeboten, der Demokratiebildung und in der wichtigen Familienarbeit.&#8220; Es d\u00fcrfe nicht sein, so Burkert-Eulitz, &#8222;dass Reformen f\u00fcr freie Schulen mit K\u00fcrzungen bei den \u00c4rmsten erkauft werden&#8220;.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox_392463216\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1105067466\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tLinke sieht Finanzl\u00fccken in anderen Bereichen<\/p>\n<p>Die bildungspolitische Sprecherin der Linken, Franziska Brychcy, begr\u00fc\u00dfte vor allem die Einf\u00fchrung einer verpflichtenden Schulgeldtabelle. Zwar seien Freie Schulen ein wichtiger Teil der Berliner Bildungslandschaft, wenn sie sich an die Vorgaben zur sozialen Durchmischung halten.<\/p>\n<p>&#8222;Die Praxis zeigt jedoch, dass dies nicht fl\u00e4chendeckend der Fall ist und viele Freie Schulen nachweislich die Segregation im Bildungsbereich versch\u00e4rfen.&#8220; Auch Brychcy wirft dem Senat vor, die erh\u00f6hten Zusch\u00fcsse f\u00fcr Freie Schulen durch K\u00fcrzungen in anderen Bereichen zu finanzieren, unter anderem bei der Lehrkr\u00e4fteausbildung, der Brennpunktzulage und der Praxispl\u00e4tze f\u00fcr Sch\u00fcler:innen, deren Abschluss gef\u00e4hrdet ist. &#8222;Die Reform der Finanzierung der Freien Schulen darf nicht auf dem R\u00fccken der bed\u00fcrftigsten Sch\u00fcler:innen geschehen.&#8220;<\/p>\n<p>Der bildungspolitische Sprecher der AfD, Tommy Tabor, bezeichnete die Reform als \u00fcberf\u00e4llig aber sinnvoll. &#8222;Angesichts des staatlichen Versagens im Schulwesen sind die Freien Schulen ein Zufluchtsort f\u00fcr die Kinder bildungsinteressierter Eltern&#8220;, so Tabor. Er forderte, dass Berlin ein Vollkostenmodell f\u00fcr die Privatschulen einf\u00fchrt und auch an F\u00f6rderprogrammen des Landes teilhaben l\u00e4sst.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1\"\/><\/p>\n<p>Sendung: rbb24 Inforadio, 02.09.2025, 13:20 Uhr<\/p>\n<p class=\"textblock\">Beitrag von Sebastian Sch\u00f6bel<\/p>\n<p><a class=\"ico ico_arrow_wide_up\" title=\"An den Anfang\" href=\"#top\">  <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bildungsverwaltung &#8211; Senat verbessert Finanzierung von Privatschulen Di 02.09.25 | 14:49 Uhr | Von Sebastian Sch\u00f6bel dpa\/Gaertner Audio:&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":391225,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30],"class_list":{"0":"post-391224","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115135131472111191","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/391224","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=391224"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/391224\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/391225"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=391224"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=391224"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=391224"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}