{"id":391381,"date":"2025-09-02T15:40:13","date_gmt":"2025-09-02T15:40:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/391381\/"},"modified":"2025-09-02T15:40:13","modified_gmt":"2025-09-02T15:40:13","slug":"staatsgemaeldesammlung-bayern-gibt-vier-ns-raubkunst-werke-zurueck-bayern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/391381\/","title":{"rendered":"Staatsgem\u00e4ldesammlung: Bayern gibt vier NS-Raubkunst-Werke zur\u00fcck &#8211; Bayern"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\"><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Bayern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bayern<\/a> gibt <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Raubkunst\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Raubkunst<\/a>-Werke aus der NS-Zeit an die rechtm\u00e4\u00dfigen Besitzer zur\u00fcck. Vier Gem\u00e4lde aus dem Bestand der Bayerischen Staatsgem\u00e4ldesammlungen sollen restituiert werden, wie die Sammlungen mitteilten. In einem weiteren Fall will man das Bild dem Schiedsgerichts <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/NS-Raubkunst\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">NS-Raubkunst<\/a> zur Kl\u00e4rung vorlegen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Die Gem\u00e4lde \u201eLot und seine T\u00f6chter\u201c sowie \u201eAbraham bewirtet die drei Engel\u201c von Franz Sigrist dem \u00c4lteren sollen demnach an die Erben der ehemaligen M\u00fcnchner Kunsthandlung Br\u00fcder Lion zur\u00fcckgegeben werden. Die traditionsreiche Kunsthandlung Br\u00fcder Lion war 1888 von Jakob Lion gegr\u00fcndet worden, entwickelte sich in den 1920er-Jahren zu einer der f\u00fchrenden Galerien M\u00fcnchens und geh\u00f6rte bis 1935 zu den zehn umsatzst\u00e4rksten <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Kunst\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kunst<\/a>&#8211; und Antiquit\u00e4tenhandelsfirmen in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a>. Die beiden kleinformatigen altdeutschen Werke gelangten am 14. Dezember 1936 im Tausch gegen ein gro\u00dfformatiges impressionistisches Werk des d\u00e4nischen Malers Peder Severin Kr\u00f8yer in den Besitz der Bayerischen Staatsgem\u00e4ldesammlungen. Kurz darauf wurden die Br\u00fcder Lion unter den Nationalsozialisten gezwungen zu schlie\u00dfen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Die Nachfahren des verfolgten j\u00fcdischen Direktors der Commerz- und Disconto-Bank Hannover, Ernst Magnus, sollen das Bild \u201eHl. Anna Selbdritt\u201c von einem Sch\u00fcler von Lucas Cranach dem \u00c4lteren erhalten. Magnus war gezwungen es zu verkaufen, um die Flucht seiner Familie vor den Nazis zu finanzieren.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Auch \u201eAm Wirtshaustisch\u201c von Ernst Karl Georg Zimmermann wurde als Raubkunst identifiziert. Wer die rechtm\u00e4\u00dfigen Erben sind, ist nach Angaben der Staatsgem\u00e4ldesammlungen aber noch nicht eindeutig gekl\u00e4rt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Die Restitutionsentscheidungen beruhen auf der Forschung des Referats f\u00fcr Provenienzforschung. Dieses ist seit Juli 2025 in der neu gegr\u00fcndeten Staatlichen Museumsagentur Bayern angesiedelt. Die Provenienzforschung hatte den Angaben zufolge ergeben, dass es sich bei den vier Bildern um NS-Raubkunst handelt. F\u00fcr ein f\u00fcnftes Werk, das Bild \u201eJunges M\u00e4dchen mit Strohhut\u201c von Friedrich von Amerling, soll das neue, bundesweit zust\u00e4ndige Schiedsgericht NS-Raubkunst angerufen werden und eine Entscheidung treffen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Die Staatsgem\u00e4ldesammlungen sehen in diesen f\u00fcnf F\u00e4llen einen \u201eAusdruck von mehr Transparenz und Tempo bei Provenienzforschung und Restitution\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/ns-raubkunst-staatsgemaeldesammlung-muenchen-bayern-provenienz-picasso-klee-beckmann-li.3205143\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;alarmstufe_rot&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;szplus,exclusive&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;kunst&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3205143&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;paid&quot;,&quot;section&quot;:&quot;kultur&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedekulturns-raubkunst-staatsgemaeldesammlung-muenchen-bayern-provenienz-picasso-klee-beckmann-li3205143\" class=\"css-14tg8sh\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/d03af532-8eb0-4df0-a0e6-c181ddbcebf3.jpeg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>ExklusivNS-Raubkunst<\/p>\n<p>:Alarmstufe Rot<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Der SZ liegen interne Berichte vor, die nahelegen, dass sich in den Bayerischen Staatsgem\u00e4ldesammlungen 200 NS-Raubkunstwerke befinden, unter anderem von Picasso und Klee. Die Nachfahren der meist j\u00fcdischen Besitzer werden bis heute im Dunkeln gelassen.<\/p>\n<p>SZ PlusVon J\u00f6rg H\u00e4ntzschel<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Bayern stand wegen seiner R\u00fcckgabepolitik schon lange in der Kritik.\u00a0Im Februar dieses Jahres berichtete die S\u00fcddeutsche Zeitung\u00a0\u00fcber die Missst\u00e4nde in den Staatsgem\u00e4ldesammlungen.\u00a0Dabei ging es zun\u00e4chst vor allem um den Umgang der Sammlung mit m\u00f6glicher NS-Raubkunst \u2013 also Werken, die j\u00fcdischen Eigent\u00fcmern im <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Nationalsozialismus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nationalsozialismus<\/a> weggenommen oder unter Zwang abgepresst wurden. Die Pr\u00fcfung solcher Verdachtsf\u00e4lle wurde als intransparent und schleppend kritisiert, sogar von Vertuschung war die Rede.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\"><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/ns-raubkunst-bernhard-maaz-ruecktritt-pinakotheken-li.3228964\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anfang April musste der langj\u00e4hrige Generaldirektor Bernhard Maaz gehen<\/a>, sein Nachfolger ist seitdem der Jurist Anton Biebl \u2013 allerdings nur vor\u00fcbergehend. Der fr\u00fchere M\u00fcnchner Kulturreferent trat ein diffiziles Erbe an, auch weil er die staatlichen Museen zus\u00e4tzlich als Change Manager insgesamt voranbringen soll.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/biebl-maaz-blume-bayerische-staatsgemaeldesammlungen-pinakotheken-ns-raubkunst-provenienzforschung-li.3230711\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;der_neue_mann_an_der_spitze_der_bayerischen_staatsgemaeldesammlungen&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;szplus&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;kultur_in_muenchen&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3230711&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;paid&quot;,&quot;section&quot;:&quot;muenchen&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedemuenchenbiebl-maaz-blume-bayerische-staatsgemaeldesammlungen-pinakotheken-ns-raubkunst-provenienzforschung-li3230711\" class=\"css-14tg8sh\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/a27b9aee-490f-46e6-869f-5459718f4093.jpeg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Anton Biebl im Portr\u00e4t<\/p>\n<p>:Der neue Mann an der Spitze der Bayerischen Staatsgem\u00e4ldesammlungen<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Der bisherige M\u00fcnchner Kulturreferent Anton Biebl wird nicht nur die Museumsinitiative des Freistaats leiten. Nun ist er auch Generaldirektor der Bayerischen Staatsgem\u00e4ldesammlungen. Eine enorme Herausforderung angesichts neuer schwerer Vorw\u00fcrfe.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Das Ziel ist nun, Vertrauen zur\u00fcckzugewinnen und transparent zu arbeiten, vor allem bei der Debatte um die R\u00fcckgabe von NS-Raubkunst. Nach Angaben von Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU) haben die Staatsgem\u00e4ldesammlungen seit Februar mehr als 200 Werke in die Datenbank \u201eLost Art\u201c eingestellt. Fr\u00fchere Eigent\u00fcmer und deren Erben k\u00f6nnen hier nach geraubten Kunstobjekten suchen, damit sie diese zur\u00fcckfordern k\u00f6nnen. Die Sammlung war daf\u00fcr kritisiert worden, viel zu wenige ihrer Werke mit Raubkunst-Verdacht eingestellt zu haben.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">\u201eMit der R\u00fcckgabe dieser vier Werke k\u00f6nnen wir das grausame Unrecht an den Eigent\u00fcmern nicht heilen. Aber wir k\u00f6nnen damit den Versuch der Wiedergutmachung in Richtung der Opfer unternehmen und ein Zeichen setzen: Wir arbeiten intensiv an der Aufarbeitung des NS-Unrechts \u2013 seit diesem Fr\u00fchjahr mit mehr Tempo, mehr Transparenz und mehr Ergebnissen\u201c, sagte Blume.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">\u201eDie R\u00fcckgabe der vier Gem\u00e4lde ist f\u00fcr uns ein weiterer wichtiger Schritt, die Aufarbeitung unserer Sammlungsgeschichte fortzusetzen\u201c, betonte Biebl. \u201eWir nehmen die Verantwortung f\u00fcr eine gr\u00fcndliche Provenienzforschung sehr ernst.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bayern gibt Raubkunst-Werke aus der NS-Zeit an die rechtm\u00e4\u00dfigen Besitzer zur\u00fcck. 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