{"id":391523,"date":"2025-09-02T16:54:16","date_gmt":"2025-09-02T16:54:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/391523\/"},"modified":"2025-09-02T16:54:16","modified_gmt":"2025-09-02T16:54:16","slug":"berlin-kabul-200-afghanen-in-kabul-fordern-holt-uns-nach-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/391523\/","title":{"rendered":"Berlin\/Kabul | 200 Afghanen in Kabul fordern: Holt uns nach Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Berlin\/Kabul (dpa) &#8211; Etwa 200 Afghanen mit einer Aufnahmezusage Deutschlands verlangen in einem Brief an Kanzler Friedrich Merz eine m\u00f6glichst schnelle Ausreise in die Bundesrepublik. Die Gruppe wurde Mitte des Monats von Pakistan nach Afghanistan abgeschoben und f\u00fchlt sich dort von den herrschenden islamistischen Taliban bedroht. Zu bef\u00fcrchten seien Entf\u00fchrungen, Folter, willk\u00fcrliche Verhaftungen und sogar Hinrichtungen, hei\u00dft es in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte bereits der \u00abSpiegel\u00bb berichtet.<\/p>\n<p>Bei der Gruppe handelt es sich nach eigenen Angaben um K\u00fcnstler, B\u00fcrger- und Menschenrechtsaktivisten, Richter, Staatsanw\u00e4lte, ehemalige afghanische Regierungsangestellte, weibliche Haushaltsvorst\u00e4nde sowie Ortskr\u00e4fte der Bundesregierung und Journalisten. In Kabul sind sie demnach nun von der deutschen Gesellschaft f\u00fcr Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in sogenannten Schutzh\u00e4usern untergebracht. Ihr Versteck sehen sie aber als nicht sicher an.\u00a0<\/p>\n<p>W\u00f6rtlich hei\u00dft es in dem Schreiben, das auch an das Au\u00dfen- und Innenministerium gerichtet ist: \u00abDie st\u00e4ndige Bedrohung, dass die Taliban eindringen, die Angst vor Rache, willk\u00fcrlicher Inhaftierung, Entf\u00fchrung, Folter oder Tod haben zu unertr\u00e4glichen psychischen Traumata gef\u00fchrt.\u00bb Jede Stunde Verz\u00f6gerung k\u00f6nne sie das Leben kosten. \u00abWir haben an Ihre Versprechen geglaubt. Bitte lassen Sie nicht zu, dass dieses Vertrauen uns \u2013 und unsere Kinder \u2013 das Leben kostet.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzt wird die Gruppe von den Gr\u00fcnen. Parteichef Felix Banaszak und mehrere Bundestagsabgeordnete schrieben ebenfalls an die Bundesregierung und stellten sich hinter die Forderungen der Afghanen.<\/p>\n<p>Die schwarz-rote Bundesregierung hatte nach ihrem Amtsantritt das Aufnahmeprogramm f\u00fcr besonders gef\u00e4hrdete Afghaninnen und Afghanen im Mai gestoppt. Neben fr\u00fcheren Ortskr\u00e4ften deutscher Institutionen und ihren Angeh\u00f6rigen sollten \u00fcber das Programm auch Afghanen aufgenommen werden, die Verfolgung durch die islamistischen Taliban f\u00fcrchten m\u00fcssen, etwa weil sie sich in der Vergangenheit f\u00fcr Menschenrechte eingesetzt haben.\u00a0<\/p>\n<p>Familien nach Hannover gebracht<\/p>\n<p>Am Montag wurden dennoch mehrere in Pakistan gebliebene Familien per Linienflug von dort mit Zwischenstopp in Istanbul nach Hannover gebracht. Bei den 45 afghanischen Staatsangeh\u00f6rigen handele es sich ausschlie\u00dflich um Personen, die \u00fcber Gerichtsverfahren die Vergabe von Visa erwirkt h\u00e4tten, teilte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums mit. Alle h\u00e4tten das Aufnahmeverfahren und die Sicherheitspr\u00fcfung vollst\u00e4ndig durchlaufen.<\/p>\n<p>Laut Ausw\u00e4rtigem Amt sind aktuell aus dem Aufnahmeprogramm 2.100 Personen in Pakistan und 200 in Afghanistan.\u00a0<\/p>\n<p>Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte vor gut einer Woche Kritik an der Dauer des Aufnahmeprozesses zur\u00fcckgewiesen. Er sei nicht bereit, auf regul\u00e4re Aufnahmeverfahren und auf Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfungen zu verzichten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin\/Kabul (dpa) &#8211; Etwa 200 Afghanen mit einer Aufnahmezusage Deutschlands verlangen in einem Brief an Kanzler Friedrich Merz&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":391524,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[7451,1941,1939,296,1937,1173,29,30,8221,382,1940,1938,10670],"class_list":{"0":"post-391523","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-afghanistan","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","10":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","11":"tag-berlin","12":"tag-berlin-news","13":"tag-bundesregierung","14":"tag-deutschland","15":"tag-germany","16":"tag-konflikte","17":"tag-migration","18":"tag-nachrichten-aus-berlin","19":"tag-news-aus-berlin","20":"tag-pakistan"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115135752775117288","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/391523","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=391523"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/391523\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/391524"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=391523"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=391523"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=391523"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}