{"id":391661,"date":"2025-09-02T18:05:10","date_gmt":"2025-09-02T18:05:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/391661\/"},"modified":"2025-09-02T18:05:10","modified_gmt":"2025-09-02T18:05:10","slug":"wie-das-doppelabschlussprogramm-studenten-und-kulturen-verbindet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/391661\/","title":{"rendered":"Wie das Doppelabschlussprogramm Studenten und Kulturen verbindet"},"content":{"rendered":"<p>\u00bbDas Doppelabschlussprogramm ist ein Glanzpunkt unserer Aktivit\u00e4ten mit Lateinamerika\u00ab, erkl\u00e4rt Rainer Jochum \u00fcber das Studienmodell an der DHBW am Campus Bad Mergentheim. Der Leiter des Studiengangs BWL &#8211; International Business hat das Programm seit seinem Start 2013\/14 aufgebaut und begleitet. <\/p>\n<p>Br\u00fccke nach Kolumbien<\/p>\n<p>In einer Hochschul-Kooperation mit der Universidad Aut\u00f3noma de Bucaramanga (UNAB) erm\u00f6glicht es seit 2015 <a href=\"https:\/\/www.main-echo.de\/schlagworte\/studentinnen-und-studenten\/\" class=\"textlink textlink--keyword\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Studenten<\/a>, innerhalb von sechs Semestern zwei gleichwertige Abschl\u00fcsse zu erwerben: den deutschen Bachelor of Arts (B. A.) und den kolumbianischen Pregrado Profesional de Administraci\u00f3n de Empresas.<\/p>\n<p>Die Anf\u00e4nge des Programms gehen bereits auf die 1990er-Jahre zur\u00fcck: Die damalige Berufsakademie, Vorl\u00e4uferin der heutigen DHBW, half, das Erfolgsmodell der dualen Ausbildung nach Lateinamerika zu \u00fcbertragen. Theorie und Praxis sollten im Hochschulumfeld verbunden werden und zugleich kulturelle Br\u00fccken schlagen. <\/p>\n<p>Erste Pilotprojekte legten den Grundstein f\u00fcr eine Zusammenarbeit, unterst\u00fctzt von der deutsch-kolumbianischen Industrie- und <a href=\"https:\/\/www.main-echo.de\/schlagworte\/industrie-und-handelskammern\/\" class=\"textlink textlink--keyword\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Handelskammer<\/a> (AHK), an der heute das DHLA-Netzwerk \u00bbDuale Hochschule Latinoam\u00e9rica\u00ab angesiedelt ist.<\/p>\n<p>Der Ablauf<\/p>\n<p>Der Ablauf des vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gef\u00f6rderten Programms ist folgenderma\u00dfen: Deutsche <a href=\"https:\/\/www.main-echo.de\/schlagworte\/studentinnen-und-studenten\/\" class=\"textlink textlink--keyword\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Studenten<\/a> verbringen vier Semester an der DHBW, absolvieren die Praxisphasen beim Dualen Partnerunternehmen und die beiden letzten Theoriesemester an der UNAB und studieren dort in Spanisch, die Bachelorarbeit wird in Englisch geschrieben. Kolumbianische Studenten erleben das Studium in Bad Mergentheim, besuchen englischsprachige Kurse und schlie\u00dfen ebenfalls mit dem Bachelor ab. Bisher haben 77 Studenten teilgenommen &#8211; 41 aus Kolumbien, 36 aus Deutschland. <\/p>\n<p>Das Programm wurde von Anfang vom DAAD gef\u00f6rdert, \u00bbwas einerseits eine Auszeichnung f\u00fcr uns ist, andererseits auch den Studierenden mit Stipendien hilft\u00ab, erkl\u00e4rt Rainer Jochum: \u00bbMan muss sich vorstellen, das Kaufkraftverh\u00e4ltnis ist ungef\u00e4hr f\u00fcnf zu eins. Das hei\u00dft, wenn Studierende aus Kolumbien zu uns kommen, ist f\u00fcr sie alles rund f\u00fcnf Mal so teuer wie zu Hause. F\u00fcr unsere Studierenden ist alles entsprechend g\u00fcnstiger, allerdings fallen nat\u00fcrlich zus\u00e4tzlich die Reisekosten zu europ\u00e4ischen Preisen an.\u00ab<\/p>\n<p>Ein zentraler Bestandteil ist die gegenseitige Anerkennung aller Studienleistungen. Die Abschlusspr\u00fcfung wird gemeinsam von beiden Hochschulen abgenommen, weswegen Rainer Jochum einmal im Jahr nach Kolumbien fliegt, Pr\u00fcfungen betreut und mit den Verantwortlichen \u00c4nderungen bespricht.<\/p>\n<p>Mehr als akademisches Wissen<\/p>\n<p>F\u00fcr die deutschen Teilnehmer ist das Doppelabschlussprogramm mehr als ein weiterer Abschluss. Sie f\u00fchlen sich von der lateinamerikanischen Kultur, der spanischen Sprache und der landschaftlichen Vielfalt angezogen. Bucaramanga, auf etwa 1000 Metern H\u00f6he gelegen, gilt mit seinen rund 500.000 Einwohnern als sicher, das Klima schwankt das ganze Jahr \u00fcber zwischen 20 und 30 Grad. <\/p>\n<p>Besonders die tropische Vielfalt begeistert die jungen Leute aus Deutschland: So \u00fcberzeugt das frisch gepfl\u00fcckte schmackhafte Obst direkt vom Markt. Die Wochenenden nutzen viele f\u00fcr Reisen durch das Land &#8211; zu den Metropolen Bogot\u00e1 oder Medell\u00edn, an die Karibikk\u00fcste mit Cartagena oder gar in das Amazonasgebiet. Innerhalb einer Stunde kann man zudem auf 4000 Meter H\u00f6he gelangen.<\/p>\n<p>Kolumbianische Studenten lernen hingegen in Deutschland den Wechsel der Jahreszeiten kennen, nicht selten sehen sie das erste Mal Schnee und im Kontrast lange Sommerabende am Ende des Semesters. <\/p>\n<p>Jochum betont, dass ein solches Programm kontinuierliches Engagement und Vertrauen erfordert &#8211; sowohl in die Partnerhochschule als auch in die Rahmenbedingungen vor Ort. Gerade in den Anfangsjahren sei es wichtig gewesen, die Sicherheitslage in Kolumbien selbst zu pr\u00fcfen. Sein Eindruck nach \u00fcber einem Jahrzehnt: \u00bbDurch die Zusammenarbeit habe ich gesehen: Die Menschen sind stolz auf ihr Land und ihre Kultur, die Studierenden, vor allem die aus dem Dualen System sind sehr flei\u00dfig, die Infrastruktur und Betrieb an der <a href=\"https:\/\/www.main-echo.de\/schlagworte\/allgemeine-nicht-fachgebundene-universitaeten\/\" class=\"textlink textlink--keyword\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Universit\u00e4t<\/a> ist modern und effizient.\u00ab <\/p>\n<p>Gutes Spanisch erforderlich<\/p>\n<p>Allerdings sei Englisch dort nicht weit verbreitet, weshalb f\u00fcr das Studium gute <a href=\"https:\/\/www.main-echo.de\/schlagworte\/spanischkenntnisse\/\" class=\"textlink textlink--keyword\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Spanischkenntnisse<\/a> Voraussetzung seien und das auch beim t\u00e4glichen Leben und Reisen ungemein helfe. <\/p>\n<p>\u00bbIch sehe das Doppelabschlussprogramm als \u00e4u\u00dferst bereichernde Erfahrung im Rahmen meines Studiums. Es erg\u00e4nzt sich optimal mit den interkulturellen Grundlagen, die in den ersten beiden Studienjahren an der DHBW theoretisch vermittelt werden und hilft, sich pers\u00f6nlich weiterzuentwickeln\u00ab, sagt David Bieber, der im finalen Semester in Kolumbien ist. <\/p>\n<p>Andere Lehr- und Lernstrukturen an der Gastuniversit\u00e4t, das Leben in einer Gastfamilie sowie in einem generell sehr unterschiedlichen Kulturkreis w\u00fcrden dazu beitragen, \u00fcber den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Empfehlen w\u00fcrde er das Programm allen Studenten, die f\u00fcr neue Erfahrungen offen sind und die spanische Sprache mindestens auf B2-Niveau beherrschen.<\/p>\n<p>Alumnus Enrico G\u00fcntert, der 2024 in Kolumbien war, blickt ebenfalls sehr positiv auf die Zeit dort zur\u00fcck: \u00bbDas Doppelabschlussprogramm an der UNAB in Bucaramanga hat mir erm\u00f6glicht, internationale M\u00e4rkte und <a href=\"https:\/\/www.main-echo.de\/schlagworte\/geschaeftsprozesse\/\" class=\"textlink textlink--keyword\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gesch\u00e4ftsprozesse<\/a> aus einer neuen Perspektive kennenzulernen.\u00ab Besonders wertvoll seien f\u00fcr ihn die interkulturellen Erfahrungen und der Austausch mit Studierenden aus verschiedenen L\u00e4ndern und mit unterschiedlichen Lebensgeschichten gewesen. <\/p>\n<p>\u00bbMir hat es nicht nur auf einer fachlichen Ebene, sondern auch in meiner Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung einen ordentlichen Boost gegeben. Daher kann ich voller \u00dcberzeugung sagen, dass ich das Doppelabschlussprogramm jedem ans Herz legen kann, der eine Offenheit f\u00fcr neue Kulturen hat und seine Karriere global ausrichten m\u00f6chte.\u00ab<\/p>\n<p>LINDA HENER<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00bbDas Doppelabschlussprogramm ist ein Glanzpunkt unserer Aktivit\u00e4ten mit Lateinamerika\u00ab, erkl\u00e4rt Rainer Jochum \u00fcber das Studienmodell an der DHBW&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":391662,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[1634,3364,29,30,1441],"class_list":{"0":"post-391661","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-stuttgart"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/391661","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=391661"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/391661\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/391662"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=391661"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=391661"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=391661"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}