{"id":391759,"date":"2025-09-02T18:56:10","date_gmt":"2025-09-02T18:56:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/391759\/"},"modified":"2025-09-02T18:56:10","modified_gmt":"2025-09-02T18:56:10","slug":"sind-die-ukrainer-faul-und-undankbar-in-polen-kippt-die-stimmung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/391759\/","title":{"rendered":"Sind die Ukrainer faul und undankbar? In Polen kippt die Stimmung"},"content":{"rendered":"<p class=\"text\">\nNach dem Veto\u00a0des Pr\u00e4sidenten, droht Chaos. Zwar bekommen Ukrainer aufgrund eines EU-Beschlusses in allen L\u00e4ndern der Union Schutz als Kriegsfl\u00fcchtlinge, doch Polen hatte eigene, gro\u00dfz\u00fcgigere Regelungen erlassen. Damit sind Ukrainer, die nach Kriegsbeginn eingereist sind, polnischen B\u00fcrgern weitgehend gleichgestellt: Sie k\u00f6nnen legal in Polen wohnen, arbeiten, zum Arzt gehen, polnische Schulen besuchen und Kindergeld beziehen. All diese Rechte bekommen sie unb\u00fcrokratisch, quasi automatisch, allein aufgrund ihrer ukrainischen Staatsangeh\u00f6rigkeit, ohne ein langwieriges Antragsverfahren.\n<\/p>\n<p><a name=\"sprung0\" class=\"jumpLabel\">Firmen ohne Arbeitskr\u00e4fte und \u00c4mter am Limit?<\/a><\/p>\n<p class=\"text\">\nDiese nationalen Sonderregelungen laufen Ende September aus, wenn sich Regierung und Pr\u00e4sident bis dahin nicht doch noch auf eine Verl\u00e4ngerung einigen. Die Folge: Hunderttausende Ukrainer st\u00fcrmen bald die Ausl\u00e4nderbeh\u00f6rden, um sich als Fl\u00fcchtling zu registrieren und Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisse zu beantragen, die sie bislang nicht brauchten. Die Beh\u00f6rden sind auf eine solche Antragsflut nicht vorbereitet und k\u00f6nnten zusammenbrechen. Im schlimmsten Fall m\u00fcsste der Staat sogar erhebliche Entsch\u00e4digungszahlungen wegen zu langer Verwaltungsverfahren leisten.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nAuch f\u00fcr die polnische Wirtschaft w\u00e4re das ein harter Schlag, denn etwa jeder zwanzigste Arbeitnehmer in Polen stammt inzwischen aus der Ukraine. Branchen wie Industrie, Bauwesen, Hotellerie und Gastronomie, Transport und Logistik sind besonders stark auf ukrainische Arbeitskr\u00e4fte angewiesen. Die Unternehmen m\u00fcssten nach Auslaufen der nationalen Regelungen f\u00fcr jeden Besch\u00e4ftigten aus der Ukraine eine Arbeitserlaubnis beantragen oder einen Polen als Ersatz finden \u2013 angesichts des Fachkr\u00e4ftemangels oft illusorisch, zumindest aber teurer.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nAlles in allem w\u00e4re das ein Schuss ins eigene Knie. Dass Pr\u00e4sident Nawrocki es dennoch riskiert, hat zwei Gr\u00fcnde. Zum einen f\u00fchrt er vom ersten Amtstag an einen Krieg gegen die Regierung Tusk, die er zu Fall bringen will, um der PiS-Partei den Weg zur\u00fcck an die Macht zu ebnen. Zum anderen bedient er die erstarkenden Ressentiments gegen Ukrainer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach dem Veto\u00a0des Pr\u00e4sidenten, droht Chaos. 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