{"id":392019,"date":"2025-09-02T21:32:09","date_gmt":"2025-09-02T21:32:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/392019\/"},"modified":"2025-09-02T21:32:09","modified_gmt":"2025-09-02T21:32:09","slug":"drei-hzi-forschungsprojekte-bekommen-foerdergeld-vom-land-niedersachsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/392019\/","title":{"rendered":"Drei HZI-Forschungsprojekte bekommen F\u00f6rdergeld vom Land Niedersachsen"},"content":{"rendered":"<p class=\"datum\">02.09.2025, 21:49 Uhr<\/p>\n<p><strong>Braunschweig. Das Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Infektionsforschung (HZI) <a class=\"redlink\" href=\"https:\/\/regionalheute.de\/braunschweig\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">in Braunschweig<\/a> war mit drei Projektantr\u00e4gen im F\u00f6rderprogramm zukunft.niedersachsen des Nieders\u00e4chsischen Ministeriums f\u00fcr Wissenschaft und Kultur (MWK) und der VolkswagenStiftung erfolgreich. Dar\u00fcber informiert das HZI in einer Pressemitteilung.<br \/><\/strong><br \/>\n<\/p>\n<p>Insgesamt werden im Rahmen von zukunft.niedersachsen f\u00fcnf Verbundprojekte zum Ausbau der personalisierten Medizin mit rund neun Millionen Euro gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Projekt \u201eMacroAB-Delivery\u201c<\/p>\n<p>Bakterielle Infektionen sind trotz des erfolgreichen Einsatzes von Antibiotika weiterhin eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr die menschliche Gesundheit, ganz besonders durch die zunehmende Verbreitung antibiotikaresistenter Erreger. Selbst wenn Infektionen lokal sind \u2013 wie an Implantatoberfl\u00e4chen \u2013 werden Antibiotika in der Regel systemisch eingesetzt, was schwere Nebenwirkungen in verschiedenen Organen wie der Leber, den Nieren oder f\u00fcr das zentrale Nervensystem mit sich bringt. Zudem sind gerade f\u00fcr die Behandlung von Implantat-assoziierten bakteriellen Infektionen sehr hohe Wirkstoffdosen erforderlich, da sich die Bakterien in Biofilmen der Wirkung von Antibiotika entziehen. <\/p>\n<p>Makrophagen in die  Blutbahn<\/p>\n<p>Mit dem Projekt \u201eMacroAB-Delivery\u201c wollen die Forscher diese Herausforderungen l\u00f6sen: Patienteneigene Immunzellen \u2013 sogenannte Makrophagen \u2013 sollen mit Partikeln, die einen antibakteriellen Wirkstoff tragen, beladen und in die Blutbahn injiziert werden. Die Immunzellen wandern dann zum Infektionsherd, wo mithilfe einer schonenden Ultraschallbehandlung der Wirkstoff gezielt freigesetzt werden soll. \u201eUnser Ziel ist eine sichere, personalisierte Therapie mit einer lokalen Antibiotikafreisetzung, die die Behandlungsergebnisse verbessert und gleichzeitig die systemischen Nebenwirkungen minimiert\u201c, sagt Dagmar Wirth, die am HZI die Forschungsgruppe \u201eModellsysteme f\u00fcr Infektion und Immunit\u00e4t\u201c leitet. <\/p>\n<p>\nDas Projekt \u201eMacroAB-Delivery \u2013 Cell-mediated targeting and on-demand release of antibacterials for treatment of localized infections\u201c wird mit insgesamt 1,8 Millionen Euro gef\u00f6rdert, wovon rund 550.000 Euro ans HZI gehen. Das Kooperationsprojekt mit der MHH startet am 1. Oktober 2025.<\/p>\n<p>Projekt \u201eMoReHealth\u201c<\/p>\n<p>Forschende der MHH, des HZI, der Universit\u00e4tsmedizin G\u00f6ttingen und der Technischen Universit\u00e4t Braunschweig wollen im Verbundprojekt \u201eMoReHealth\u201c die Generierung, Auswertung und Verwaltung von Gesundheitsdaten qualit\u00e4tsgesichert standardisieren, um die Daten effizienter und nachhaltiger nutzen zu k\u00f6nnen. Der Schwerpunkt liegt auf sogenannten Multi-omics-Daten, die zum Beispiel die Gesamtheit aller Gene und Proteine eines Menschen umfassen. <\/p>\n<p>Ma\u00dfgeschneiderte Therapien entwickeln <\/p>\n<p>Diese Informationen k\u00f6nnen helfen, Krankheiten zu diagnostizieren, ma\u00dfgeschneiderte Therapien zu entwickeln und Behandlungserfolge zu \u00fcberwachen. Im Wesentlichen baut das Projekt auf einer bestehenden Sammlung von Gesundheitsdaten im Exzellenzcluster RESIST auf und verwendet als Praxisbeispiel die Vorhersage von Risiko und Schwere einer Herpesvirus-Infektion bei \u00e4lteren Menschen anhand bestimmter Biomarker. \u201eWir m\u00f6chten die altersbedingte Infektionsanf\u00e4lligkeit genauer untersuchen und langfristig die Analyse von Multi-omics-Daten auch auf andere Krankheitsbilder transferieren k\u00f6nnen\u201c, sagt Jochen H\u00fchn, Leiter der HZI-Abteilung \u201eExperimentelle Immunologie\u201c. <\/p>\n<p>Das Verbundprojekt \u201eA Best Practice for Standardized Multi-omics Health Research in Personalized Medicine in Lower Saxony \u2013 MoReHealth Niedersachsen\u201c (Koordination: Prof. Thomas Illig, Dr. Sara Haag, MHH) erh\u00e4lt eine F\u00f6rdersumme von 3 Millionen Euro, rund 400.000 Euro gehen ans HZI. Projektstart ist der 1. September 2025.<\/p>\n<p>Projekt \u201eINDIVO\u201c<\/p>\n<p>Bei einer Leberzirrhose wird das Lebergewebe zerst\u00f6rt und durch funktionsloses Bindegewebe ersetzt. Dadurch vernarbt die Leber und kann ihre Aufgabe als zentrales Stoffwechsel- und Entgiftungsorgan nicht mehr wahrnehmen. Betroffene leiden zudem an einer komplexen St\u00f6rung des Immunsystems (cirrhosis-associated immune dysfunction, CAID), die zu einem etwa siebenfach erh\u00f6hten Risiko f\u00fcr bakterielle Infektionen f\u00fchrt. <\/p>\n<p>Individuellen Therapieplan schnell erstellen<\/p>\n<p>Im Fall einer Infektion ist es entscheidend, das verursachende Bakterium zu identifizieren, um gezielt eine passende Antibiotika-Therapie ausw\u00e4hlen zu k\u00f6nnen. Herk\u00f6mmliche Methoden sind allerdings zeitaufw\u00e4ndig und h\u00e4ufig nicht sensitiv genug, sodass wertvolle Zeit verloren geht oder weniger wirksame Breitband-Antibiotika zum Einsatz kommen. Im Verbundprojekt \u201eINDIVO\u201c suchen Forscher der MHH, des HZI und der Technischen Universit\u00e4t Braunschweig mit KI-basierten Analysemethoden neue Wege f\u00fcr eine genauere Diagnose und eine personalisierte Behandlung. \u201eUnser Ziel ist es, anhand einer verbesserten Diagnostik schneller einen Therapieplan aufstellen zu k\u00f6nnen, der exakt auf das individuelle Infektionsrisiko und den Schweregrad der Infektion zugeschnitten ist\u201c, sagt Prof. Alice McHardy, die die HZI-Abteilung \u201eBioinformatik der Infektionsforschung\u201c am Braunschweig Integrated Centre of Systems Biology (BRICS) leitet. <\/p>\n<p>Das an der MHH durch Prof. Benjamin Maasoumy koordinierte Projekt \u201eIndividualized prevention and treatment of infections in patients with liver cirrhosis (INDIVO)\u201c wird mit 3 Millionen Euro unterst\u00fctzt und startet am 1. Oktober 2025. Der HZI-Anteil der F\u00f6rderung betr\u00e4gt rund 718.000 Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"02.09.2025, 21:49 Uhr Braunschweig. 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