{"id":392144,"date":"2025-09-02T22:46:12","date_gmt":"2025-09-02T22:46:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/392144\/"},"modified":"2025-09-02T22:46:12","modified_gmt":"2025-09-02T22:46:12","slug":"gesundheitsforschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/392144\/","title":{"rendered":"Gesundheitsforschung"},"content":{"rendered":"<p id=\"bc\"><a href=\"https:\/\/www.diabsite.de\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Home<\/a> &gt; <a href=\"https:\/\/www.diabsite.de\/aktuelles\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Aktuelles<\/a> &gt; <a href=\"https:\/\/www.diabsite.de\/aktuelles\/nachrichten\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Diabetes-Nachrichten<\/a> &gt; <a href=\"https:\/\/www.diabsite.de\/aktuelles\/nachrichten\/archive.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Archive<\/a> &gt; <a href=\"https:\/\/www.diabsite.de\/aktuelles\/nachrichten\/2025\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2025<\/a> &gt; 250902<\/p>\n<p>Medizinische Forschung geht am tats\u00e4chlichen Bedarf oft vorbeiKrankheiten wie Diabetes oder Suchterkrankungen nehmen weltweit zu\u00a0&#8211; Forschung hinkt hinterher<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/250902.jpg\" width=\"200\" height=\"127\" class=\"rigtal\" alt=\"Hoffnung auf neue Medikamente gegen Diabetes und Fettleibigkeit\" title=\"Hoffnung auf neue Medikamente gegen Diabetes und Fettleibigkeit\"\/> Die weltweite Gesundheitsforschung besch\u00e4ftigt sich nur unzureichend mit Krankheiten, die f\u00fcr den Gro\u00dfteil der globalen Krankheitslast verantwortlich sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Langzeitstudie, die mit Hilfe k\u00fcnstlicher Intelligenz rund 8,6\u00a0Millionen wissenschaftliche Ver\u00f6ffentlichungen mit Daten zur Krankheitslast der vergangenen 20\u00a0Jahre verkn\u00fcpft hat. Das Manuskript ist in der renommierten Fachzeitschrift &#8222;Nature Medicine&#8220; erschienen.<\/p>\n<p>Das zentrale Ergebnis: Die Kluft zwischen Forschung und tats\u00e4chlicher Krankheitslast hat sich zwar seit 1999 halbiert\u00a0&#8211; ein Zeichen daf\u00fcr, dass sich die globale Gesundheitsforschung zunehmend am realen Bedarf orientiert. Allerdings ist der Grund daf\u00fcr eher unerwartet: Der R\u00fcckgang entsteht vor allem dadurch, dass \u00fcbertragbare Krankheiten wie HIV\/AIDS, Malaria oder Tuberkulose auf dem R\u00fcckzug sind. Sie machen inzwischen einen deutlich kleineren Anteil an der weltweiten Krankheitslast aus als noch vor zwei Jahrzehnten. Gleichzeitig haben nicht \u00fcbertragbare Krankheiten\u00a0&#8211; etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Suchterkrankungen oder Diabetes\u00a0&#8211; global zugenommen. Die Forschung hat sich an diese Verschiebung bislang aber kaum angepasst.<\/p>\n<p>&#8222;Bisher wussten wir, dass Forschung und Krankheitslast oft nicht zusammenpassen\u00a0&#8211; aber wie sich dieses Ungleichgewicht \u00fcber die Zeit ver\u00e4ndert hat, war weitgehend unbekannt&#8220;, erkl\u00e4rt Prof.\u00a0Dr.\u00a0Marc Lerchenm\u00fcller, Korrespondenzautor der Studie<\/p>\n<p>Krankheiten global, Forschung oft lokal<\/p>\n<p>Die Studie zeigt eine klare Zweiteilung: Die Krankheitslast lokal auftretender Infektionskrankheiten ist deutlich zur\u00fcckgegangen. Als Konsequenz ist die Kluft zwischen Forschung und Krankheitslast in diesem Bereich um etwa 75\u00a0Prozent kleiner geworden.<\/p>\n<p>Anders verh\u00e4lt es sich bei chronischen, nicht \u00fcbertragbaren Krankheiten: Hier ist die Kluft um 25\u00a0Prozent gestiegen. Diabetes nimmt beispielsweise auch in S\u00fcdamerika und in einigen asiatischen L\u00e4ndern die Ausma\u00dfe einer Volkskrankheit an. &#8222;Nicht\u00fcbertragbare Krankheiten sind ein globales Problem\u00a0&#8211; doch die Forschung dazu findet bislang vor allem in den westlichen L\u00e4ndern statt und hinkt der globalen Zunahme der Krankheitslast hinterher&#8220;, konstatiert Dr.\u00a0Leo Schmallenbach, Erstautor der Studie.<\/p>\n<p>Diese gegenl\u00e4ufigen Entwicklungen sind daf\u00fcr verantwortlich, dass sich die Bilanz auf den ersten Blick erheblich verbessert hat. Doch sollten sich die Forschungsschwerpunkte in Zukunft nicht ver\u00e4ndern, d\u00fcrfte die Schere in den kommenden Jahrzehnten wieder auseinandergehen und m\u00f6glicherweise bis 2050 sogar um ein Drittel wachsen, warnen die Forschenden.<\/p>\n<p>Was es jetzt braucht<\/p>\n<p>Besorgniserregend ist laut Studie vor allem die hohe Abh\u00e4ngigkeit der internationalen Gesundheitsforschung von \u00f6ffentlicher US-F\u00f6rderung. Ein weiterer R\u00fcckgang dieser Mittel w\u00fcrde die bestehende Fehlentwicklung erheblich beschleunigen, so die Mannheimer \u00d6konomen.<\/p>\n<p>Um Forschung besser an die weltweiten Gesundheitsbedarfe anzupassen, fordern die Studienautoren st\u00e4rkere internationale Zusammenarbeit, eine offene Wissenschaftspolitik &#8211;\u00a0etwa durch Open Science und verpflichtendes Daten-Sharing\u00a0&#8211; und Partnerschaften auf Augenh\u00f6he. Nur so erreicht Wissenschaft auch jene Regionen, die bislang unterversorgt sind\u00a0&#8211; aber besonders stark betroffen.<\/p>\n<p>Quellen<\/p>\n<p>Originalpublikation: Schmallenbach, L., Bley, M., B\u00e4rnighausen. T.W., Sugimoto, C.R., Lerchenm\u00fcller, C., Lerchenm\u00fcller, M. Global distribution of research efforts, disease burden, and impact of US public funding withdrawal. Nature Medicine\u00a0(2025). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41591-025-03923-0\" target=\"_blank\" class=\"extern\" title=\"neues Fenster\" rel=\"noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41591-025-03923-0<\/a><\/p>\n<p>Bildunterschrift: Diabetes<br \/>Bildquelle: Monika Gause f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.diabsite.de\/index.html\" class=\"ds\" title=\"Zur Startseite des Diabetes-Portals DiabSite\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.diabsite.de<\/a>.<\/p>\n<p id=\"dokInfo\">\n    zuletzt bearbeitet: 02.09.2025  <a href=\"#seite\" class=\"topLink\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1746764832_377_top.gif\" alt=\"nach oben\" width=\"18\" height=\"18\"\/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Home &gt; Aktuelles &gt; Diabetes-Nachrichten &gt; Archive &gt; 2025 &gt; 250902 Medizinische Forschung geht am tats\u00e4chlichen Bedarf oft&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":392145,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[29,6070,30,141,105176,232,14107,105177],"class_list":{"0":"post-392144","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-deutschland","9":"tag-diabetes","10":"tag-germany","11":"tag-gesundheit","12":"tag-gesundheitsforschung","13":"tag-health","14":"tag-medizinische-forschung","15":"tag-suchterkrankungen"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/392144","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=392144"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/392144\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/392145"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=392144"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=392144"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=392144"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}