{"id":392655,"date":"2025-09-03T03:39:10","date_gmt":"2025-09-03T03:39:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/392655\/"},"modified":"2025-09-03T03:39:10","modified_gmt":"2025-09-03T03:39:10","slug":"zeppelinwagen144-ein-projekt-verbindet-nuernberg-und-krakau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/392655\/","title":{"rendered":"Zeppelinwagen144: Ein Projekt verbindet N\u00fcrnberg und Krakau"},"content":{"rendered":"<p>Rumpelnd f\u00e4hrt der historische Stra\u00dfenbahnwagen &#8222;Zeppelin 144&#8220; \u00fcber N\u00fcrnbergs Tramgleise. Es ist ein verregneter Julitag. Ulrich von Stockhausen und Tobias Schneider stehen in der Stra\u00dfenbahn, die H\u00e4nde an der Steuerung, die Augen auf die Gleise gerichtet. Die Anspannung ist gro\u00df, denn es ist die erste Fahrt dieses speziellen Wagens auf N\u00fcrnbergs Stra\u00dfenbahnnetz. Passt der Wagen durch? Funktionieren die Bremsen? <\/p>\n<p>Tobias Schneider ist zuversichtlich: &#8222;Das ist jetzt unheimlich aufregend nat\u00fcrlich, ob das alles funktioniert. Wir haben auf dem Gel\u00e4nde hier Bremsversuche gemacht, alles getestet und sind uns sicher, dass es klappt&#8220;, erz\u00e4hlt er. <\/p>\n<p>F\u00fcnf Jahre Arbeit, viel Expertise und gro\u00dfe Liebe zum Detail<\/p>\n<p>Seit f\u00fcnf Jahren arbeiten Ulrich von Stockhausen und Tobias Schneider an diesem besonderen Projekt \u2013 der Restaurierung des historischen Zeppelinwagens 144. Er ist eine technische Meisterleistung, die viel T\u00fcftelei und Liebe zum Detail erfordert. <\/p>\n<p>Die beiden N\u00fcrnberger sind Werkstattleiter bei den N\u00fcrnberger Verkehrsbetrieben. F\u00fcr den Zeppelinwagen aber sind sie ehrenamtlich unterwegs. Denn die Restaurierung wurde nur mit Spendengeldern finanziert und fand zum Gro\u00dfteil in der Stra\u00dfenbahn-Werkstatt von Krakau in Polen statt. Dort haben sie aus der einen historischen Tram zwei gemacht. Denn beide St\u00e4dte sollten am Ende des Projekts einen fahrenden Zeppelinwagen besitzen.<\/p>\n<p>Fast vergessen: der Zufallsfund in Krakau<\/p>\n<p>Ab 1909 waren mehrere Zeppelinwagen in N\u00fcrnberg im Einsatz. Mit einer L\u00e4nge von elf Metern waren sie die l\u00e4ngsten Wagen ihrer Zeit in N\u00fcrnberg. Aufgrund ihres eleganten Aussehens und der abgerundeten Front erhalten sie den Beinamen &#8222;Zeppelinwagen&#8220; in Anlehnung an eines der Luftschiffe von Graf Zeppelin. <\/p>\n<p>1941, als Polen von den Deutschen besetzt war, wurden diese Zeppelinwagen nach Krakau verkauft. Dort wurden sie mehrfach umgebaut und modernisiert. Bis Anfang der Siebziger alle nach und nach verschrottet wurden. <\/p>\n<p>Alle, bis auf einen: der Wagen mit der Nummer 144. Den bauten die Krakauer um und nutzen ihn als Oberleitungs-Reparaturwagen. Er war ziemlich heruntergekommen, als ihn schlie\u00dflich Ende der Siebziger ein Vereinsmitglied der N\u00fcrnberg-F\u00fcrther Stra\u00dfenbahnfreunde dort entdeckte. Das war ein gro\u00dfes Unterfangen f\u00fcr den damals jungen Verein. &#8222;Die St\u00e4dtepartnerschaft, die wir heute zwischen N\u00fcrnberg und Krakau haben, die haben wir auch wegen des Zeppelinwagens&#8220;, erz\u00e4hlt Tobias Schneider. Schon damals wurde der Wagen sch\u00f6n hergerichtet, eine Fahrerlaubnis in Deutschland aber bekam er nie. Er stand im Museum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Rumpelnd f\u00e4hrt der historische Stra\u00dfenbahnwagen &#8222;Zeppelin 144&#8220; \u00fcber N\u00fcrnbergs Tramgleise. Es ist ein verregneter Julitag. 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