{"id":392871,"date":"2025-09-03T05:44:10","date_gmt":"2025-09-03T05:44:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/392871\/"},"modified":"2025-09-03T05:44:10","modified_gmt":"2025-09-03T05:44:10","slug":"urteil-eines-us-gerichts-google-muss-webbrowser-chrome-nicht-verkaufen-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/392871\/","title":{"rendered":"Urteil eines US-Gerichts: Google muss Webbrowser Chrome nicht verkaufen &#8211; Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Die US-Regierung ist vor Gericht mit dem Versuch gescheitert, eine Zerschlagung des Internet-Riesen <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Google\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Google<\/a> zu erwirken. Der mit dem Fall befasste Richter Amit Mehta in Washington entschied, dass der Konzern nicht gezwungen werden sollte, sich vom Webbrowser Chrome und dem Mobil-Betriebssystem Android zu trennen. Die Regierung sei mit ihren Forderungen zu weit gegangen, argumentierte er. Die Klage war bereits 2020 am Ende der ersten Amtszeit von US-Pr\u00e4sident Donald Trump eingereicht worden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Zugleich untersagte der Richter in seinem 230 Seiten langen Urteilsspruch Google exklusive Vereinbarungen f\u00fcr die Verbreitung seiner Dienste wie der Web-Suche, Chrome oder der KI-Software Gemini. Allerdings wird der Konzern andere Unternehmen wie <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Apple\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Apple<\/a> oder den Firefox-Entwickler <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Mozilla\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mozilla<\/a> grunds\u00e4tzlich weiterhin daf\u00fcr bezahlen k\u00f6nnen, dass sie seine Dienste vorinstallieren oder prominent platzieren.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Apple bekommt nach Informationen aus dem Prozess Milliarden Dollar daf\u00fcr, dass die Google-Suche auf iPhones als Standard vorinstalliert wird. F\u00fcr Mozilla ist die Vorinstallation der Google-Suche im Browser Firefox eine zentrale Einnahmequelle. In der EU werden Nutzer inzwischen ausdr\u00fccklich gefragt, welche Suchmaschine sie nutzen wollen. Einen solchen Auswahl-Zwang auch in den <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/USA\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a>, der stillschweigend getroffene Voreinstellungen verhindern soll, lehnte der Richter ab.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Google wird zugleich einige Daten aus seiner Suchmaschine mit Konkurrenten teilen m\u00fcssen. Das betrifft unter anderem Teile des Suchmaschinen-Index, den Google beim Durchforsten des Internets erstellt, sowie einige Informationen zu Interaktionen mit Nutzern. Die Daten sollen rivalisierenden Suchmaschinen wie Microsofts Bing und DuckDuckGo, aber auch KI-Firmen wie dem ChatGPT-Entwickler OpenAI und Perplexity bei der Entwicklung ihrer Produkte helfen.<\/p>\n<p>An der B\u00f6rse legen die Aktien von Google und Apple zu<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">An der B\u00f6rse wurde das Urteil als Erfolg f\u00fcr Google gesehen: Der Aktienkurs des Mutterkonzerns Alphabet stieg im nachb\u00f6rslichen Handel um 6,7 Prozent. Auch f\u00fcr Apple ging es um knapp drei Prozent aufw\u00e4rts. Beim iPhone-Konzern bessern die Einnahmen von Google das Gesch\u00e4ft in der Dienstleistungssparte auf.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">\u201eAm Ende \u00e4ndert sich nichts\u201c, kommentierte der Investor und langj\u00e4hrige Branchenanalyst Gene Munster das Urteil im Wirtschaftssender CNBC. Jonathan Kanter, der einst f\u00fcr die Wettbewerbspolitik im US-Justizministerium zust\u00e4ndig und damit auch an der Klage gegen Google beteiligt war, sah das Scheitern der Forderung nach Zerschlagung als Sieg f\u00fcr Google.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/google-intime-fotos-klage-muenchen-li.3306940\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;intime_aufnahmen_tauchen_bei_google_auf_klaegerin_will_grundsatzurteil&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;gerichtsprozesse_in_muenchen&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3306940&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;metered&quot;,&quot;section&quot;:&quot;muenchen&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedemuenchengoogle-intime-fotos-klage-muenchen-li3306940\" class=\"css-14tg8sh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/538c9417-01e9-4a54-99c0-6ab78b47816c.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Landgericht M\u00fcnchen I<\/p>\n<p>:Intime Aufnahmen tauchen bei Google auf: Kl\u00e4gerin will Grundsatzurteil<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Einem Ehepaar werden private Bilder gestohlen. Seit 2023 werden die Fotos tausendfach online verbreitet. Die Kl\u00e4gerin will sich dagegen nun in M\u00fcnchen vor Gericht wehren.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Zugleich wertete er es als Teilerfolg der Regierung, dass der Richter im Urteil neben Suchmaschinen auch das schnell wachsende Gesch\u00e4ft mit K\u00fcnstlicher Intelligenz und die neuen Google-Konkurrenten ber\u00fccksichtigte. Perplexity hatte bereits Interesse an einem Kauf von Chrome angemeldet f\u00fcr den Fall, dass Gerichte eine Abspaltung des Webbrowsers verf\u00fcgen sollten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">F\u00fcr die US-Regierung betonte Vize-Justizministerin Abigail Slater, dass die vom Richter angeordneten Ma\u00dfnahmen mehr Wettbewerb bei K\u00fcnstlicher Intelligenz bringen w\u00fcrden. Zugleich denke die Regierung \u00fcber ihr weiteres Vorgehen nach. Der Google-Konzern wiederum teilte mit, man m\u00fcsse das Urteil noch analysieren, sei aber in Sorge dar\u00fcber, welche Folgen das Teilen von Suchmaschinen-Informationen f\u00fcr den Datenschutz haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-xboolz\">Richter Mehta hatte vor gut einem Jahr festgestellt, dass Google ein Monopol bei der Web-Suche hat und es mit unlauteren Mitteln gegen Konkurrenz verteidigte. In dem zweiten Prozess und seinem neuen Urteil ging es nun um die Konsequenzen daraus. Seine Entscheidung k\u00f6nnte nur ein weiterer Zwischenschritt sein: Google k\u00fcndigte bereits vor dem nun gef\u00e4llten Urteil an, in Berufung zu gehen. Der Internet-Konzern musste aber zuerst die Entscheidung zu den Konsequenzen abwarten, um auch den Richterspruch zum Monopol-Prozess anfechten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die US-Regierung ist vor Gericht mit dem Versuch gescheitert, eine Zerschlagung des Internet-Riesen Google zu erwirken. 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