{"id":393166,"date":"2025-09-03T08:30:13","date_gmt":"2025-09-03T08:30:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/393166\/"},"modified":"2025-09-03T08:30:13","modified_gmt":"2025-09-03T08:30:13","slug":"zehntausende-sendungen-zurueck-behoerden-warnen-vor-verdaechtigem-saatgut-im-briefkasten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/393166\/","title":{"rendered":"Zehntausende Sendungen zur\u00fcck: Beh\u00f6rden warnen vor verd\u00e4chtigem Saatgut im Briefkasten"},"content":{"rendered":"<p>                    Zehntausende Sendungen zur\u00fcck<br \/>\n                Beh\u00f6rden warnen vor verd\u00e4chtigem Saatgut im Briefkasten<\/p>\n<p>\t\t\t\t              03.09.2025, 08:43 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Unbestellte P\u00e4ckchen im Briefkasten k\u00f6nnen f\u00fcr Verwirrung sorgen. Besonders bei Saatgut sollten bei Empf\u00e4ngern die Alarmglocken l\u00e4uten. Von den Sendungen k\u00f6nnte Gefahr ausgehen.<\/strong><\/p>\n<p>Wer ohne eine entsprechende Bestellung P\u00e4ckchen mit Saatgut in seinem Briefkasten findet, sollte Vorsicht walten lassen. Die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden empfehlen dringend, unbestellte Samen nicht auszus\u00e4en, sondern im Hausm\u00fcll zu entsorgen &#8211; nicht im Kompost oder in der Biotonne. Solche oft aus China stammenden Sendungen sind f\u00fcr die Beh\u00f6rden Anlass f\u00fcr Warnungen.<\/p>\n<p>&#8222;Von solchem unbekannten Saatgut geht eine Gefahr f\u00fcr unsere Natur, das urbane Gr\u00fcn mit G\u00e4rten und Parks und sogar die Landwirtschaft aus&#8220;, erkl\u00e4rt Bernhard Sch\u00e4fer vom Julius K\u00fchn-Institut (JKI) in Braunschweig, dem Bundesforschungsinstitut f\u00fcr Kulturpflanzen. &#8222;Denn es kann sich dabei um invasive Arten handeln, die sich unkontrolliert ausbreiten und heimische Pflanzen verdr\u00e4ngen.&#8220; Das Saatgut k\u00f6nne auch von Krankheiten und Sch\u00e4dlingen befallen sein.<\/p>\n<p>Wegen der Gefahr, invasive Arten einzuschleppen, sei es auch generell nicht empfehlenswert, Saatgut etwa aus China zu kaufen, selbst wenn alle Papiere korrekt sind. &#8222;Tats\u00e4chlich raten wir davon ab, Saatgut im Internet zu bestellen aus Nicht-EU-L\u00e4ndern&#8220;, betont das JKI.<\/p>\n<p>Pflanzen ohne Papiere<\/p>\n<p>Am Flughafen Frankfurt seien in diesem Jahr bei Kontrollen der Pflanzengesundheitsinspektion bis Anfang Juni etwa 65.000 Sendungen mit Saatgut aus China ohne notwendige Papiere entdeckt worden. Dies sei eine H\u00e4ufung, wie eine JKI-Sprecherin best\u00e4tigt. Das zust\u00e4ndige Regierungspr\u00e4sidium Gie\u00dfen z\u00e4hlte 2020 mehr als 126.000 solcher Sendungen &#8211; allerdings im Gesamtjahr.<\/p>\n<p>Weil Pflanzengesundheitszeugnisse fehlten, seien die Sendungen zur\u00fcckgeschickt worden. \u00dcberwiegend sei darin nicht bestelltes Saatgut gewesen. Oft fielen die P\u00e4ckchen dadurch auf, dass f\u00e4lschlicherweise etwa &#8222;Ohrschmuck&#8220; oder &#8222;Gru\u00dfkarten&#8220; als Inhalt angegeben war, hei\u00dft es vom JKI und den zust\u00e4ndigen Landespflanzenschutzdiensten.<\/p>\n<p>In Frankfurt tritt das Ph\u00e4nomen deshalb so geh\u00e4uft auf, weil sich am Frankfurter Flughafen das DHL-Postzentrum befindet, von dem aus P\u00e4ckchen aus China nach ganz Deutschland weiterverschickt werden. Andere Bundesl\u00e4nder seien von der &#8222;neuen Masche&#8220; kaum betroffen, so die Beh\u00f6rden.<\/p>\n<p> Betrug vermutet<\/p>\n<p>Die Absicht hinter den unbestellten Sendungen ist bislang nicht eindeutig gekl\u00e4rt. M\u00f6glich sei sogenannter &#8222;Brushing Scam&#8220;, mutma\u00dfen die Experten. So werden betr\u00fcgerische Tricks bezeichnet, die das Ziel haben, Verkaufszahlen f\u00e4lschlicherweise in die H\u00f6he zu treiben oder Nutzerbewertungen zu erhalten. Saatgut komme f\u00fcr diese Methode deshalb infrage, weil es leicht und g\u00fcnstig sei und als Briefsendung verschickt werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Ein weiteres m\u00f6gliches Szenario sei, dass Eintrittspunkte in die EU getestet w\u00fcrden, um Stellen zu finden, an denen nicht einfuhrf\u00e4hige Sendungen leichter durchk\u00e4men, hei\u00dft es vom Regierungspr\u00e4sidium.<\/p>\n<p>Nach Angaben der deutschen Beh\u00f6rden sind auch in anderen EU-L\u00e4ndern \u00e4hnliche F\u00e4lle bekannt. China sollte aufgefordert werden, zoll- und pflanzengesundheitliche Bestimmungen einzuhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zehntausende Sendungen zur\u00fcck Beh\u00f6rden warnen vor verd\u00e4chtigem Saatgut im Briefkasten 03.09.2025, 08:43 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":393167,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[1887,227,29,30,13,984,4615,14,15,12,10,8,9,11,40479],"class_list":{"0":"post-393166","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-botanik","9":"tag-china","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-headlines","13":"tag-international","14":"tag-landwirtschaft","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-top-news","19":"tag-top-meldungen","20":"tag-topmeldungen","21":"tag-topnews","22":"tag-trickbetrueger"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115139433134903771","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/393166","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=393166"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/393166\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/393167"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=393166"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=393166"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=393166"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}