{"id":393191,"date":"2025-09-03T08:43:11","date_gmt":"2025-09-03T08:43:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/393191\/"},"modified":"2025-09-03T08:43:11","modified_gmt":"2025-09-03T08:43:11","slug":"thinking-machines-made-in-karlsruhe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/393191\/","title":{"rendered":"Thinking Machines\u2018 made in Karlsruhe"},"content":{"rendered":"<p>Das ACSL setzt auf eine neue Klasse von Systemen, sogenannte Denkmaschinen. Sie gelten als Weiterentwicklung der Rechenmaschine (aka \u201eComputer\u201c) und sollen die strukturellen Grenzen heutiger Sprach- und Statistikmodelle \u00fcberwinden. Erste Benchmarks zeigen, dass Denkmaschinen im Bereich mehrstufiger logischer Schlussfolgerungen deutlich robuster und nachvollziehbarer arbeiten als aktuelle KI-Modelle. Damit positioniere sich Europa als Vorreiter einer neuen Technologieklasse \u2013 noch bevor im Silicon Valley vergleichbare Implementierungen vorliegen, so eine Mitteilung des ACSL.<\/p>\n<p>\u201eWir sprechen hier nicht von der n\u00e4chsten Generation gr\u00f6\u00dferer Sprachmodelle, sondern von einem Paradigmenwechsel, einer grundlegend neuen System-Architektur\u201c, erkl\u00e4rte dazu Dr. Christian Gilcher, Gr\u00fcnder von EmbraceableAI und Initiator des ACSL. \u201eSo wie die ersten Baupl\u00e4ne f\u00fcr Rechenmaschinen einst das Computerzeitalter einleiteten, markieren Denkmaschinen den Beginn einer neuen Phase der breiten Nutzung von KI-Technologie. Entscheidend ist, dass ihre Grundlagen wissenschaftlich dokumentiert, \u00fcberpr\u00fcft und offen diskutiert werden.\u201c<\/p>\n<p>Ein Schl\u00fcssel daf\u00fcr sei die Leibniz-von-Neumann-Architektur (LVNA) \u2013 der erste konkrete Blueprint f\u00fcr Denkmaschinen. Sie kombiniert Sprachmodelle mit einer Cognitive Control Unit (CCU): W\u00e4hrend das Sprachmodell Hypothesen generiert und als semantischer Prozessor fungiert, steuert die CCU den Denkprozess. So entsteht eine neue Klasse von KI-Systemen, die auf architektonisch verankertem, nachvollziehbarem Denken basiert \u2013 und damit eine robuste Grundlage f\u00fcr vertrauensw\u00fcrdige, sichere KI-Anwendungen schafft.<\/p>\n<p><strong>Von der Theorie zur Praxis<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend internationale Initiativen wie Thinking Machine Labs oder SSI noch Millionen in reine Konzeptstudien investieren, baue das ACSL auf der bestehenden Forschungsarbeit von embraceableAI auf. Die Arbeitsschwerpunkte umfassen:<\/p>\n<ul>\n<li>Erforschung der wissenschaftlichen Grundlagen von Denkmaschinen,<\/li>\n<li>Entwicklung und Publikation praktischer Implementierungspl\u00e4ne wie der Leibniz-von-Neumann-Architektur sowie<\/li>\n<li>Analyse von Chancen, Risiken und k\u00fcnftigen Forschungsperspektiven<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00dcber EmbraceableAI steht dem ACSL eine leistungsf\u00e4hige Infrastruktur zur Verf\u00fcgung \u2013 darunter die ersten realen LVNA-Implementierungen (e1 und e2) sowie ein vollst\u00e4ndiger Enterprise AI Tech Stack. Damit k\u00f6nnen Konzepte nicht nur theoretisch entwickelt, sondern auch praktisch erprobt und weiterentwickelt werden.<\/p>\n<p><strong>Sicherheit, Souver\u00e4nit\u00e4t \u2013 und Europas Antwort auf Big Tech<\/strong><\/p>\n<p>Im Zentrum der Arbeit des ACSL steht die Entwicklung von KI-Systemen der n\u00e4chsten Generation, die erkl\u00e4rbar, kontrollierbar und souver\u00e4n sind. \u201eMenschen m\u00fcssen jederzeit die Kontrolle behalten. Nur so entsteht eine KI, die unser Vertrauen verdient\u201c, so Dr. Christian Gilcher.<\/p>\n<p>Damit sende das ACSL auch ein politisches Signal: Europa darf sich nicht allein auf Mainstream-Technik gro\u00dfer US-Konzerne verlassen, sondern muss eigene Standards und Techniken setzen. Mit dem neuen Institut erh\u00e4lt die Forschung zu Denkmaschinen eine institutionelle Heimat in Europa \u2013 mit klarer wissenschaftlicher Basis, der expliziten N\u00e4he zur praktischen Anwendung und dem Ziel, eine unabh\u00e4ngige KI-Infrastruktur aufzubauen.<\/p>\n<p>Das Advanced Cognitive Systems Lab (ACSL) ist ein gemeinn\u00fctziges KI-Forschungsinstitut mit Sitz in Karlsruhe. Ziel ist die Entwicklung und Etablierung einer neuen Generation von KI-Systemen, die auf kognitiven Grund-Prinzipien wie logischem Schlie\u00dfen und Kausalit\u00e4t basieren. Gegr\u00fcndet von EmbraceableAI, widmet sich das ACSL der Grundlagenforschung, konzeptionellen Weiterentwicklung und anwendungsnahen Forschung sogenannter Denkmaschinen.<\/p>\n<p>EmbraceableAI (embraceable Technology GmbH) ist ein deutsches Software- und KI-Unternehmen, das 2018 gegr\u00fcndet wurde, um K\u00fcnstliche Intelligenz praxisnah in den Business-Kontext zu integrieren. Das interdisziplin\u00e4re Team entwickelt hochleistungsf\u00e4hige, steuerbare KI-L\u00f6sungen, die der Industrie helfen, Routineaufgaben zu automatisieren, komplexe Abl\u00e4ufe effizienter zu gestalten und strategische Entscheidungen zu optimieren. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das ACSL setzt auf eine neue Klasse von Systemen, sogenannte Denkmaschinen. 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