{"id":393583,"date":"2025-09-03T12:15:12","date_gmt":"2025-09-03T12:15:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/393583\/"},"modified":"2025-09-03T12:15:12","modified_gmt":"2025-09-03T12:15:12","slug":"berlin-nur-17-prozent-der-ostdeutschen-vertrauen-in-staat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/393583\/","title":{"rendered":"Berlin | Nur 17 Prozent der Ostdeutschen vertrauen in Staat"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Drei von vier Bundesb\u00fcrgern halten den Staat f\u00fcr \u00fcberfordert, seine Aufgaben und Probleme zu l\u00f6sen. In den Vorjahren waren es zwischen 66 und 70 Prozent. Der neue Wert von 73 Prozent markiert einen Rekord, was geringes Vertrauen in die staatliche Handlungsf\u00e4higkeit angeht, wie der Beamtenbund dbb bei der Vorstellung seiner B\u00fcrgerbefragung \u00f6ffentlicher Dienst 2025 mitteilte.\u00a0<\/p>\n<p>In Ostdeutschland halten demnach nur 17 Prozent den Staat f\u00fcr in der Lage, seine Aufgaben zu erf\u00fcllen. Im Westen sind es 24 Prozent. Menschen mit Hauptschulabschluss bringen dem Staat zu 16 Prozent Vertrauen entgegen und damit deutlich seltener als jene mit Abitur oder Studium (29 Prozent). Anh\u00e4ngerinnen und Anh\u00e4nger von SPD und Gr\u00fcnen haben zu mehr als 40 Prozent Vertrauen in den Staat, jene von Unions- und AfD nur zu je rund 33 Prozent.<\/p>\n<p>Doch mit welchen Aufgaben ist der\u00a0Staat derzeit \u00fcberfordert? Die Befragten, die\u00a0glauben, der Staat sei \u00fcberfordert, halten dies zu 30 bei der Asyl- und\u00a0Fl\u00fcchtlingspolitik f\u00fcr den Fall, zu 16 Prozent bei sozialer Sicherheit und Rente, zu 15 Prozent bei Schule\/Bildung, 13 Prozent bei Steuern\/Finanzen, 12\u00a0Prozent im Bereich innere Sicherheit und zu 11 Prozent bei der Gesundheitsversorgung. Nach den Bereichen war ohne Antwortvorgaben gefragt worden.<\/p>\n<p>Vertrauen in Politik unterschiedlich ausgepr\u00e4gt<\/p>\n<p>Gut jede und jeder F\u00fcnfte ist laut der Umfrage der Meinung, dass die schwarz-rote Bundesregierung die Leistungsf\u00e4higkeit des Staates st\u00e4rker f\u00f6rdern wird als der Vorg\u00e4nger aus SPD, Gr\u00fcnen und FDP.\u00a0<br \/>70 Prozent glauben, dass sich nach dem Regierungswechsel wenig an der Leistungsf\u00e4higkeit des Staates \u00e4ndern wird.\u00a0<\/p>\n<p>Gefragt wurde auch, was staatliche Beh\u00f6rden besser machen k\u00f6nnten. 85 Prozent halten weniger Vorschriften f\u00fcr wichtig, 79 Prozent k\u00fcrzere Bearbeitungszeiten, 66 Prozent mehr Online-Dienstleistungen und 58 eine klare Regelung der Zust\u00e4ndigkeiten einzelner Beh\u00f6rden.<\/p>\n<p>Was helfen soll<\/p>\n<p>dbb-Chef Volker Geyer forderte die Politik auf, eine Debatte anzusto\u00dfen: \u00abWelche Aufgaben muss und kann der Staat zuk\u00fcnftig noch erf\u00fcllen?\u00bb Angesichts knapper Kassen und dem laut Geyer \u00abimmer\u00a0drastischeren\u00bb Personalmangel f\u00fchre an dieser Diskussion kein Weg vorbei. Union und SPD m\u00fcssten zudem ihre Vorhaben professionell abarbeiten. \u00abWenn davon wieder nichts im Alltag der Menschen ankommt, folgt auf den ungebremsten Sinkflug des Vertrauens ein ganz harter Aufprall\u00bb, sagte Geyer.<\/p>\n<p>Hass und Gewalt<\/p>\n<p>Geyer warnte zudem vor Anfeindungen gegen Besch\u00e4ftigte des \u00f6ffentlichen Dienstes. Ansehensverlust schlage in Extremf\u00e4llen in Hass und Gewalt um. 30 Prozent der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger &#8211; und damit etwas mehr als vormals &#8211; haben laut der Erhebung schon beobachtet, dass Besch\u00e4ftigte des \u00f6ffentlichen Dienstes behindert, bel\u00e4stigt, beschimpft oder angegriffen wurden. Besonders betroffen sind dabei neben Einsatzkr\u00e4ften von Polizei und Rettungsdiensten laut dbb auch Fahrerinnen und Fahrer von Bussen und Stra\u00dfenbahnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Drei von vier Bundesb\u00fcrgern halten den Staat f\u00fcr \u00fcberfordert, seine Aufgaben und Probleme zu l\u00f6sen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":393584,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,30,1724,618,1940,1938,1235,16,19494],"class_list":{"0":"post-393583","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-gesellschaft","15":"tag-gewerkschaft","16":"tag-nachrichten-aus-berlin","17":"tag-news-aus-berlin","18":"tag-oeffentlicher-dienst","19":"tag-politik","20":"tag-staat"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115140318094832705","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/393583","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=393583"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/393583\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/393584"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=393583"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=393583"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=393583"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}