{"id":393862,"date":"2025-09-03T14:44:12","date_gmt":"2025-09-03T14:44:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/393862\/"},"modified":"2025-09-03T14:44:12","modified_gmt":"2025-09-03T14:44:12","slug":"auktion-in-stuttgart-mega-luxusuhr-kommt-in-stuttgart-unter-den-hammer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/393862\/","title":{"rendered":"Auktion in Stuttgart: Mega-Luxusuhr kommt in Stuttgart unter den Hammer"},"content":{"rendered":"<p>Eine Uhr, so viel wert wie ein mancherorts ein ganzes Haus. Das Auktionshaus Eppli versteigert am Freitagnachmittag eine Uhr von Patek Philippe, die Hunderttausende wert sein soll.<\/p>\n<p>Im Stuttgarter Auktionshaus Eppli r\u00fcckt am Freitag eine Rarit\u00e4t in den Mittelpunkt: Unter den Hammer kommt eine \u201eGrande Complication\u201c von Patek Philippe mit der Referenznummer 5016R-010 \u2013 ein Modell, das in der Welt der Luxusuhren einen besonderen Status genie\u00dft. Nur 200 St\u00fcck wurden weltweit gefertigt, seit 2011 ist die Produktion eingestellt.<\/p>\n<p>\u201eWir konnten f\u00fcr diese Sonderauktion St\u00fccke sichern, die man sonst bei Sotheby\u2019s, Christie\u2019s oder Phillips in New York, Genf oder Hongkong findet \u2013 aber nur \u00e4u\u00dferst selten in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stuttgart<\/a>. Darauf sind wir sehr stolz\u201c, sagt Eppli-Uhrenexperte Peter Dwornik.<\/p>\n<p>Die Uhr wird zusammen mit 24 weiteren Objekten versteigert. Aufbewahrt wird sie in einem Safe, der nur nach dem Vier-Augen-Prinzip ge\u00f6ffnet werden darf. \u201eEs braucht immer zwei Mitarbeiter, um an diese Wertgegenst\u00e4nde zu gelangen\u201c, erkl\u00e4rt Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Ferdinand Eppli. Gemeinsam mit Dwornik holt er die seltene Uhr aus der Glasvitrine des Gesch\u00e4fts. Optisch wirkt die Uhr zur\u00fcckhaltend: schwarzes Lederband, silbernes Zifferblatt, 36,7 Millimeter Durchmesser. Doch im Inneren steckt ein technisches Meisterwerk. Ein Repetitionsschlagwerk macht die Uhrzeit h\u00f6rbar. Dwornik demonstriert den Klang, bet\u00e4tigt einen Schieber, und ein zartes Klingen ert\u00f6nt. \u201eKling, kling, kling\u201c t\u00f6nt es leise aus der Uhr, vergleichbar mit dem Ton einer zarten Triangel. Erst zehn tiefere T\u00f6ne, dann elf hellere: 10.11 Uhr. \u201eDie Minutenrepitition ist eine der faszinierendsten Komplikationen. Das ist etwas f\u00fcr Technikbegeisterte\u201c, sagt der Experte.<\/p>\n<p>Ein Klingen kommt aus der Uhr   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/media.media.8047c579-8340-41a5-9c5c-4652ed307d1c.original1024.media.jpeg\"\/>     Der Blick ins Innere der Uhr.    Foto: Lichtgut\/Leif Piechowski    <\/p>\n<p>Doch die Grande Complication pr\u00e4sentiert noch weitere Feinheiten: Mit der Mondphase vollzieht der Mond sichtbar seinen Zyklus und das Jahr wechselt im ewigen Kalender. Und auch der Blick ins Innere ist durch den gl\u00e4sernen Geh\u00e4useboden m\u00f6glich: Zahnr\u00e4der greifen millimetergenau ineinander, w\u00e4hrend das Tourbillon schwingt \u2013 eine technische Vorrichtung, die das Uhrwerk noch pr\u00e4zisier machen soll. \u201eDas ist perfekte Handwerkskunst\u201c, so Uhrenexperte Dwornik.<\/p>\n<p>Eine Batterie sucht man vergeblich \u2013 die Uhr ist rein mechanisch. Solche Modelle erleben seit Jahren ein Comeback. In den 1970er-Jahren wurden sie durch Quarzuhren verdr\u00e4ngt, inzwischen aber gilt die traditionelle Schweizer Uhrmacherei wieder als Inbegriff von Luxus und Pr\u00e4zision. \u201eGerade in einer digitalen Welt w\u00e4chst die Faszination f\u00fcr klassische Mechanik\u201c, sagt Dwornik.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/media.media.9dfa047e-f8ef-485d-8dfc-33c1f966bbed.original1024.media.jpeg\"\/>     Peter Dwornik und Ferdinand Eppli pr\u00e4sentieren die Patek Philippe.    Foto: Lichtgut\/Leif Piechowski    <\/p>\n<p>Der Einlieferer bleibt anonym. Nur so viel verr\u00e4t Eppli: Es handelt sich um einen \u00e4lteren Herrn aus dem Gro\u00dfraum Stuttgart, der das St\u00fcck 2006 beim Z\u00fcricher Traditionshaus Beyer erworben hat \u2013 dem \u00e4ltesten Uhrengesch\u00e4ft der Welt. Mehr Informationen gibt es nicht, Diskretion geh\u00f6rt zum Ehrenkodex des Auktionsgesch\u00e4fts.<\/p>\n<p>\u201eZum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten\u201c \u2013 wenn am Freitag der Hammer f\u00e4llt, k\u00f6nnte die Spannung gr\u00f6\u00dfer sein als sonst. F\u00fcr Ferdinand Eppli ist die Versteigerung auch deshalb bedeutsam, weil es die erste gro\u00dfe Auktion in den neu er\u00f6ffneten R\u00e4umen in der Sporenstra\u00dfe ist. Der 38-J\u00e4hrige, der auch schon bei verschiedenen TV-Formaten als Experte mitgewirkt hat, f\u00fchrt selbstbewusst und ausgestattet mit Einstecktuch im Jackett in den Raum, wo am Freitag der entscheidende Schlag mit dem Hammer fallen wird. \u201eKurz vor der Auktion steigt die Nervosit\u00e4t\u201c, gibt er offen zu. Zumal sie auch f\u00fcr den erfahrenen Versteigerer etwas Besonderes ist. Das Startgebot der Luxusuhr liegt bei 400\u200a000 Euro, der Sch\u00e4tzpreis bei bis zu 850\u200a000 Euro. Sollte sie den Besitzer wechseln, w\u00e4re es der h\u00f6chste jemals erzielte Preis f\u00fcr eine Uhr in der Geschichte des Hauses Eppli. <\/p>\n<p>Den bisherigen Rekord h\u00e4lt eine Patek-Philippe-Taschenuhr, die 2023 f\u00fcr 260\u200a000 Euro verkauft wurde \u2013 bei einem Startpreis von 20\u200a000 Euro. Ob diesmal sogar die Millionenmarke f\u00e4llt, bleibt abzuwarten. Ferdinand Eppli h\u00e4lt sich zur\u00fcck: \u201eDas ist immer ein \u00dcberraschungspaket, auch f\u00fcr uns.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine Uhr, so viel wert wie ein mancherorts ein ganzes Haus. 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