{"id":394042,"date":"2025-09-03T16:19:11","date_gmt":"2025-09-03T16:19:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/394042\/"},"modified":"2025-09-03T16:19:11","modified_gmt":"2025-09-03T16:19:11","slug":"senat-kritisiert-zu-langsames-schrumpfen-der-berliner-amtsstuben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/394042\/","title":{"rendered":"Senat kritisiert zu langsames Schrumpfen der Berliner Amtsstuben"},"content":{"rendered":"<p>\tBericht \u00fcber Fl\u00e4chenbedarf<br \/>\n\t &#8211; <\/p>\n<p>\t\tSenat kritisiert zu langsames Schrumpfen der Berliner Amtsstuben<\/p>\n<p>\n        Mi 03.09.25 | 18:01 Uhr  | Von Sebastian Sch\u00f6bel\n    <\/p>\n<p>    <a href=\"#top-of-comments\"\/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1756916351_87_size=708x398.jpg\" alt=\"Das Rathaus in Berlin Mitte\" title=\"Das Rathaus in Berlin Mitte\" id=\"233713996\"\/><\/p>\n<p>rbb24 Abendschau<\/p>\n<p>Audio: rbb24 Inforadio | 03.09.2025 | Sebastian Sch\u00f6bel | Bild: rbb24 Abendschau <\/p>\n<p>Eigentlich soll Berlins Verwaltung kleiner werden &#8211; zumindest beim Fl\u00e4chenbedarf. Homeoffice, Desk-Sharing und weitere Ma\u00dfnahmen machen es m\u00f6glich. Doch in der Praxis geht das nicht schnell genug &#8211; auch weil Mitarbeitende Widerstand leisten. Von Sebastian Sch\u00f6bel<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_0\"\/><\/p>\n<p>Die Berliner Verwaltung verringert ihren Fl\u00e4chenbedarf nicht so schnell wie urspr\u00fcnglich geplant. Das geht aus einem vertraulichen Bericht der zust\u00e4ndigen Finanzverwaltung an das Abgeordnetenhaus hervor, der dem rbb vorliegt.<\/p>\n<p>Demnach werden auch weiterhin B\u00fcrogeb\u00e4ude zu teils hohen Preisen angemietet, weil neue Konzepte wie Desk-Sharing, flexible Arbeitszeitmodelle oder Telearbeit nicht konsequent genug umgesetzt werden. &#8222;Insgesamt sind die Bem\u00fchungen der Verwaltungen zur Reduzierung ihrer angemieteten Fl\u00e4chen weiterhin wenig ambitioniert&#8220;, bilanziert der Bericht.<\/p>\n<p>Anders als im vergangenen Jahr liegen zwar inzwischen f\u00fcr fast alle Verwaltungen Pl\u00e4ne zur Optimierung des Fl\u00e4chenbedarfs vor. Dennoch wird in den meisten F\u00e4llen das vorgegebene Ziel verfehlt, pro Mitarbeitenden nur noch rund 15 Quadratmeter Arbeitsfl\u00e4che zu verbrauchen. &#8222;Insgesamt sind wirklich innovative und konsequente Ans\u00e4tze in den Optimierungskonzepten nur vereinzelt erkennbar&#8220;, kritisiert der Bericht.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox_1634977470\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1613657012\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\t&#8222;Fehlende Ver\u00e4nderungsbereitschaft bei Besch\u00e4ftigten&#8220;<\/p>\n<p>Oft fehlten die &#8222;technischen, organisatorischen und kulturellen Voraussetzungen&#8220;, hei\u00dft es \u2013 und das liege auch an den Mitarbeitenden. So seien die gr\u00f6\u00dften Hindernisse bei der Umsetzung von geteilten, flexiblen Arbeitspl\u00e4tzen &#8222;Widerst\u00e4nde und fehlende Ver\u00e4nderungsbereitschaft bei F\u00fchrungskr\u00e4ften und Besch\u00e4ftigten&#8220;.<\/p>\n<p>Lediglich acht Verwaltungen, darunter die beiden Bezirke Lichtenberg und Mitte, Polizei und Feuerwehr, die Finanz- und Sozialverwaltung, sowie der Rechnungshof h\u00e4tten den Zielwert beim Fl\u00e4chenverbrauch bereits erreicht oder werden das zeitnah tun. In einigen Bereichen sei es allerdings auch schwierig, Fl\u00e4chen zu verkleinern, weil dort Dienstleistungen f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger angeboten werden, vor allem in Bezirks\u00e4mtern.<\/p>\n<p>&#8222;\u00d6ffentliche Verwaltung muss sich ver\u00e4ndern&#8220;, sagte Finanzsenator Stefan Evers (CDU) dem rbb. &#8222;Der Kulturwandel ist eingeleitet, aber er hat noch l\u00e4ngst nicht das Tempo, das wir vorzuleben versuchen.&#8220; Ziel m\u00fcsse es sein, durch moderne Arbeitsmethoden weniger B\u00fcrofl\u00e4che zu brauchen und teure Anmietungen zu vermeiden.<\/p>\n<p>Das Einsparpotential liege bei einer &#8222;erheblichen dreistelligen Millionensumme&#8220; jedes Jahr, so Evers. Die Finanzverwaltung habe in einem Pilotprojekt seit 2019 bereits gezeigt, wie es gehen k\u00f6nne: Geteilte Arbeitspl\u00e4tze mit einer standardm\u00e4\u00dfigen IT-Ausstattung k\u00f6nnen von allen Mitarbeitenden flexibel online gebucht und dann vor Ort genutzt werden. Dazu kommt der gezielte Einsatz von Homeoffice-Tagen. Evers hofft, dadurch rund 30 Prozent des Fl\u00e4chenverbrauchs reduzieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\n\t\t\t\t\t\tSpreepolitik<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tHauptpersonalrat weist Kritik zur\u00fcck<\/p>\n<p>Der Hauptpersonalrat weist die Kritik der Finanzverwaltung auf rbb-Nachfrage zur\u00fcck. Bevor Arbeitsfl\u00e4chen verkleinert werden k\u00f6nnen, m\u00fcssten die technischen und organisatorischen Voraussetzungen daf\u00fcr geschaffen werden, von mobilen Endger\u00e4ten wie Laptops und Diensthandys bis zu elektronischen Fachverfahren und digitalen Akten.<\/p>\n<p>&#8222;Die Konsequenz w\u00e4re also die Komplettausstattung der Kolleginnen und Kollegen, die in den neuen Arbeitswelten t\u00e4tig sind&#8220;, so der Personalrat. Das Homeoffice zum zentralen Element der verwaltungsinternen Verschlankung zu machen, habe zudem einen entscheidenden Haken: &#8222;Dem Arbeitgeber privaten Wohnraum zur Verf\u00fcgung zu stellen ist angesichts der Berliner Wohnungskrise nicht selbstverst\u00e4ndlich und nicht f\u00fcr alle m\u00f6glich.&#8220;<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox_1007654293\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1229011364\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tGr\u00fcne: Versprochene Einsparungen bislang nicht erreicht<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich wird der Verkleinerungskurs der Berliner Verwaltung auch in der Opposition mitgetragen. Dass allerdings erst in diesem Jahr dem Parlament konkrete Konzepte vorgelegt werden k\u00f6nnen, zeige, dass das Tempo nicht stimmt, sagt der Haushaltsexperte der Gr\u00fcnen, Andr\u00e9 Schulze. &#8222;Die Koalition hat vor zwei Jahren gro\u00dfe Ank\u00fcndigungen gemacht und die Verwaltung hat es geschafft, diese Ank\u00fcndigungen zu unterlaufen.&#8220; Evers m\u00fcsse daf\u00fcr sorgen, dass Verwaltungsgeb\u00e4ude noch konsequenter gemeinsam und effektiver genutzt werden, so Schulze. Von der einst von CDU und SPD versprochenen Einsparsumme sei man jedenfalls noch sehr weit entfernt.<\/p>\n<p>Ende 2023 hatte das Abgeordnetenhaus beschlossen, dass f\u00fcr die Verwaltung keine neuen Fl\u00e4chen angemietet werden und bestehende Mietvertr\u00e4ge nicht verl\u00e4ngert werden sollen. Auf diese Weise soll die Verwaltung nach und nach insgesamt fast 271.000 Quadratmeter B\u00fcrofl\u00e4che, rund 16 Prozent der aktuell genutzten Fl\u00e4che, loswerden und Kosten sparen. Zwar sinkt der Fl\u00e4chenverbrauch der Verwaltung seit Jahren stetig, aber zu langsam.<\/p>\n<p>Zugleich rechnet die f\u00fcr das Personal zust\u00e4ndige Finanzverwaltung damit, dass durch den demografischen Wandel bis 2030 die Zahl der Verwaltungsmitarbeitenden um zehn Prozent schrumpfen k\u00f6nnte. Dann w\u00e4ren in der Verwaltung in gut f\u00fcnf Jahren sogar mehr als 200.000 Quadratmeter B\u00fcrofl\u00e4che komplett verwaist. Zum Vergleich: Das ist fast doppelt so viel B\u00fcrofl\u00e4che <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/beitrag\/2025\/06\/berlin-kreuzberg-schoeneberg-park-am-gleisdreieck-bau-hochhaus-urbane-mitte-senat.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">wie ein Investor beim umstrittenen Projekt &#8222;Urbane Mitte&#8220; im Gleisdreieckpark bauen will<\/a>.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_735545455\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tVerwaltungen blockieren sich gegenseitig<\/p>\n<p>Nicht selten stehen sich die diversen Verwaltungen auch selbst im Weg. So muss zum Beispiel f\u00fcr die Abteilung Digitalisierung der Senatskanzlei der Mietvertrag f\u00fcr ein B\u00fcrohaus am Treptower Park um weitere drei Jahre verl\u00e4ngert werden. Dem Land Berlin entstehen dadurch rund 5,8 Millionen Euro Mietkosten.<\/p>\n<p>Der geplante Umzug in ein landeseigenes Geb\u00e4ude in der Klosterstra\u00dfe in Mitte klappt bislang nicht: Dort sind n\u00e4mlich schon Abteilungen der Senatsverwaltung f\u00fcr Finanzen untergebracht, die eigentlich ins Stammhaus von Finanzsenator Evers umziehen sollen \u2013 allerdings erst, wenn dort die Nutzung der B\u00fcros optimiert wurde.<\/p>\n<p>In Treptow-K\u00f6penick wiederum versucht der Bezirk, sein stark sanierungsbed\u00fcrftiges Geb\u00e4ude in der Amtsstra\u00dfe loszuwerden und stattdessen in eine landeseigene Immobilie in der Luisenstra\u00dfe umzuziehen. Dort aber sitzt schon ein Teil der Senatsverwaltung f\u00fcr Bildung \u2013 die nun ihrerseits ein Geb\u00e4ude zu Marktpreisen anmieten will, was eigentlich unbedingt vermeiden werden sollte.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1\"\/><\/p>\n<p>Sendung: rbb24 Inforadio, 03.09.2025, 18:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"textblock\">Beitrag von Sebastian Sch\u00f6bel<\/p>\n<p><a class=\"ico ico_arrow_wide_up\" title=\"An den Anfang\" href=\"#top\">  <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bericht \u00fcber Fl\u00e4chenbedarf &#8211; Senat kritisiert zu langsames Schrumpfen der Berliner Amtsstuben Mi 03.09.25 | 18:01 Uhr |&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":394043,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30],"class_list":{"0":"post-394042","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115141277559058561","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/394042","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=394042"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/394042\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/394043"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=394042"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=394042"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=394042"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}