{"id":394200,"date":"2025-09-03T17:42:12","date_gmt":"2025-09-03T17:42:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/394200\/"},"modified":"2025-09-03T17:42:12","modified_gmt":"2025-09-03T17:42:12","slug":"erweiterung-fuer-berliner-kulturzentrum-von-peter-grundmann-architekten-rohbau-am-gueterbahnhof-architektur-und-architekten-news-meldungen-nachrichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/394200\/","title":{"rendered":"Erweiterung f\u00fcr Berliner Kulturzentrum von Peter Grundmann Architekten \/ Rohbau am G\u00fcterbahnhof &#8211; Architektur und Architekten &#8211; News \/ Meldungen \/ Nachrichten"},"content":{"rendered":"<p>Als \u0084Erweiterung eines G\u00fcterbahnhofs\u0093 bezeichnen Peter Grundmann Architekten (Berlin) ihr Projekt. Das ist nicht ganz richtig \u0096 und passt doch gut als Beschreibung ihres Konzepts. Immerhin setzt ihr Anbau, der die Fl\u00e4che zweier alter Backsteingeb\u00e4ude fast verdoppelt, die post-industrielle \u00c4sthetik der Bahnfl\u00e4chen-Steppe am Berliner S-Bahnring s\u00fcdlich des Westhafens konsequent fort.<\/p>\n<p>Seit 2012 nutzt das Zentrum f\u00fcr Kunst und Urbanistik (ZK\/U) die beiden H\u00e4user der Deutschen Bahn, der Pachtvertrag l\u00e4uft zun\u00e4chst f\u00fcr 40 Jahre. In den vergangenen 13 Jahren ist das von einem Verein getragene und vom Berliner Kultursenat gef\u00f6rderte ZK\/U zu einer unabh\u00e4ngigen, gut bekannten Institution in der Berliner Kunstszene gereift. Es bietet nicht nur ein breites Programm \u0096 von Public Viewing \u00fcber Reparaturworkshops und Nachbarschaftsm\u00e4rkte bis zu Ausstellungen und Performances \u0096, sondern auch Aufenthalte f\u00fcr Menschen, die im Feld zwischen Kunst und Urbanismus arbeiten.\u00a0<\/p>\n<p>Im zweigeschossigen Geb\u00e4udeteil wurden B\u00fcros, 13 Wohnateliers und eine K\u00fcche eingerichtet, die ehemalige Lagerhalle mit ihrem Gew\u00f6lbekeller bisher f\u00fcr Veranstaltungen genutzt. Doch aufgrund der steigenden Nachfrage und des umfangreichen Programms reichten die R\u00e4ume irgendwann nicht mehr aus. Ein Anbau sollte her. Ab 2018 fanden Voruntersuchungen und ein Beteiligungsverfahren mit Nutzer*innen und Anwohner*innen statt. 2020 wurde die Planung im Rahmen eines europaweiten Vergabeverfahrens an Peter Grundmann Architekten vergeben. F\u00fcr den Bau gab es EFRE-F\u00f6rdermittel \u0096 aus der St\u00e4dtebauf\u00f6rderung, von der EU und vom Land Berlin. Die Gesamtbaukosten werden mit 6,7 Millionen angegeben.\u00a0<\/p>\n<p>Zentrales Element des Entwurfs ist die Einhausung der Veranstaltungshalle mit einer verglasten Stahlskelettkonstruktion als \u0084zweiter H\u00fclle\u0093. Die Mauerwerksw\u00e4nde blieben gr\u00f6\u00dftenteils stehen, die neue H\u00fclle h\u00e4lt Abstand zum Bestand und schafft damit eine Zwischenzone, die an Konzepte von Lacaton &amp; Vasal erinnert. \u00dcber der alten Halle wurde ein zweites Geschoss eingezogen, das \u00fcber Metalltreppen und Laubeng\u00e4nge erschlossen wird, und eine flexible Aufteilung im Inneren erm\u00f6glicht.\u00a0<\/p>\n<p>An der Giebelseite windet sich eine breite Au\u00dfentreppe markant um die Geb\u00e4udeecke und f\u00fchrt zur neuen, fast 600 Quadratmeter umfassenden Dachterrasse. Das ZK\/U spricht bereits von einer \u0084Urbanen B\u00fchne\u0093, die man auf dem Geb\u00e4udedach gewonnen habe. Zudem sind alle Treppen und Laubeng\u00e4nge so breit, dass sie ebenfalls bequem als Freir\u00e4ume genutzt werden k\u00f6nnen. \u00dcberhaupt scheint das gesamte Geb\u00e4ude in seiner konsequenten Unfertigkeit vor allem auf Aneignung ausgerichtet \u0096 mehr Werkzeug denn Design-Objekt.<\/p>\n<p>Durch den Anbau erh\u00e4lt das ZK\/U rund 1.500 Quadratmeter neue Nutzfl\u00e4che, was den Bestand knapp verdoppelt. Die zweite H\u00fclle dient zudem als W\u00e4rmeschutz. Die Pufferzone nutzt die solare W\u00e4rme, um die Energiestandards auch ohne \u00fcbliche D\u00e4mmung zu erreichen. So kann die Halle jetzt ganzj\u00e4hrig genutzt werden. Sie ist nun Ausstellungsobjekt Nummer Eins am ZK\/U, das sich in seiner t\u00e4glichen Arbeit einem experimentellen und k\u00fcnstlerischen Verst\u00e4ndnis von Nachhaltigkeit in Architektur und Stadtentwicklung verschrieben hat. (fh)<\/p>\n<p>Fotos: Yizhi Wang, Elisa Georgi (ZK\/U)<\/p>\n<p class=\"bold\">Zum Thema:<\/p>\n<p>Der Anbau ans ZK\/U befindet sich auch auf der <a href=\"https:\/\/www.baunetz.de\/meldungen\/Meldungen-Shortlist_DAM_Preis_2026_bekanntgegeben_10016014.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Shortlist des DAM Preises 2026<\/a>.<\/p>\n<p>Dieses Objekt &amp; Umgebung auf BauNetz-Maps anzeigen:<br \/>&#13;<br \/>\n                                    &#13;<br \/>\n                                            <a href=\"https:\/\/www.baunetz-maps.de\/quelle\/meldungen?cid=10027096\" title=\"Dieses Objekt &amp; Umgebung auf BauNetz-Maps anzeigen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#13;<br \/>\n                                                <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"BauNetz-Maps\" width=\"400\" height=\"200\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/deutschland_400x200.png\" \/>&#13;<br \/>\n                                            <\/a>&#13;<br \/>\n                                    &#13;<br \/>\n                                &#13;\n                                <\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\tKommentare:<br \/>&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.baunetz.de\/meldungen\/Meldungen-Erweiterung_fuer_Berliner_Kulturzentrum_von_Peter_Grundmann_Architekten_10027096.html?backurl=https%3A%2F%2Fwww.baunetz.de%2Fmeldungen%2Findex.html&amp;action=kommentieren\" class=\"lightgrey underline unvisible_print\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kommentare (3) lesen \/ Meldung kommentieren<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;\n\t\t\t\t\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Als \u0084Erweiterung eines G\u00fcterbahnhofs\u0093 bezeichnen Peter Grundmann Architekten (Berlin) ihr Projekt. 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