{"id":394303,"date":"2025-09-03T18:37:14","date_gmt":"2025-09-03T18:37:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/394303\/"},"modified":"2025-09-03T18:37:14","modified_gmt":"2025-09-03T18:37:14","slug":"beeindruckende-persoenlichkeiten-drei-spd-ortsvereine-ehren-ihre-langjaehrigen-mitglieder-gemeinsam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/394303\/","title":{"rendered":"Beeindruckende Pers\u00f6nlichkeiten: Drei SPD-Ortsvereine ehren ihre langj\u00e4hrigen Mitglieder gemeinsam"},"content":{"rendered":"<p>Die Zusammenarbeit der SPD Ortsvereine Haarzopf, Holsterhausen und Margarethenh\u00f6he liegt in der gemeinsamen Wiedergr\u00fcndung am Sonntag, den 10. M\u00e4rz 1946, in der damaligen \u201eRestauration Kallenberg\u201c, dem heutigen Stadt Hotel Mintrop. Den zahlreich anwesenden Parteimitgliedern er\u00f6ffneten sich imponierende politische Biografien. Als Laudator stellte sich der ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete Hans-Willy K\u00f6rfges aus M\u00f6nchengladbach zur Verf\u00fcgung, der vor seinen Reden seine besondere Beziehung zur Stadt Essen und der Essener SPD vorstellte.<\/p>\n<p>Der 91-j\u00e4hrige Jubilar Johannes Gorlas erhielt seine Ehrennadel und seine Urkunde f\u00fcr seine 68-j\u00e4hrige Treue zur SPD. Dabei kann er auf eine vielf\u00e4ltige und lange dauernde politische T\u00e4tigkeit verweisen. Nach der Mittleren Reife 1951 absolvierte Johannes Gorlas eine Lehre als Chemielaborant bei der AG f\u00fcr Chemische Industrie in Gelsenkirchen-Schalke und studierte anschlie\u00dfend an der Staatlichen Ingenieurschule Essen, Abteilung Chemie. Von 1958 bis 1975 arbeitete er als Chemie-Ingenieur im Chemischen Laboratorium der Emschergenossenschaft in Essen.<\/p>\n<p>Im Jahre 1952 trat er der Gewerkschaft \u00d6TV bei und war von 1983 bis 1989 DGB-Vorsitzender in Essen. Der aus einem \u201estockkonservativen Elternhaus\u201c stammende Gorlas schloss sich der SPD in Essen an und war mehrere Jahre Mitglied im Essener Vorstand. Seit Mitte der 1950er Jahre engagierte er sich zusammen mit seiner Frau Gertrud f\u00fcr die \u201eNationale Befreiungsfront Algeriens\u201c, die f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit ihres Landes k\u00e4mpften.<\/p>\n<p>Vom 28. Mai 1975 bis zum 31. Mai 1995 wurde Johannes Gorlas in den Landtag gew\u00e4hlt. Im Wahlkreis Essen-Steele zog er stets als direkt gew\u00e4hlter Abgeordneter in den Landtag ein. Zun\u00e4chst war er stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses f\u00fcr Umweltschutz und Raumordnung; dann Sprecher der SPD-Fraktion f\u00fcr Ern\u00e4hrung, Landwirtschaft, Forst- und Wasserwirtschaft und 10 Jahre lang<br \/>Fraktionssprecher f\u00fcr Landwirtschaft, Forsten, Naturschutz und Wasserwirtschaft.<\/p>\n<p>Seit 40 Jahren ist Britta Altenkamp in der SPD Mitglied und kann auch auf ein sehr bewegtes politisches Leben zur\u00fcckblicken. Als Sch\u00fclerin und Studentin half sie ihren Eltern im Kult-Imbiss \u201ePimp\u2019s Pic\u201c aus, wodurch sie schon fr\u00fch den Umgang mit Menschen lernte. Britta Hans-Willy Altenkamp trat 1985 in die SPD ein, engagierte sich fr\u00fch bei den Jusos, deren Essener Vorsitzende sie von 1987 bis 1989 war, und \u00fcbernahm schon fr\u00fch Verantwortung in Partei und Parlament. Von 1988 bis 1991 arbeitete sie im Landtag NRW, anschlie\u00dfend bis 1999 im Wahlkreisb\u00fcro des Europaabgeordneten Detlev Samland.<br \/>Auch in Essen selbst setzte sie fr\u00fch Akzente: Von 1989 bis 1994 geh\u00f6rte sie der Bezirksvertretung II an, anschlie\u00dfend bis 2000 dem Rat der Stadt Essen. <\/p>\n<p>Besonders eindrucksvoll ist ihr parlamentarischer Werdegang im Landtag Nordrhein-Westfalen: Vom 2. Juni 2000 bis zum 1. Juni 2022 vertrat sie ununterbrochen \u2013 mit nur einer kurzen Unterbrechung \u2013 die Essenerinnen und Essener im D\u00fcsseldorfer Parlament. Zun\u00e4chst im Wahlkreis Essen I, sp\u00e4ter im Wahlkreis Essen III, konnte sie bei mehreren Landtagswahlen das Direktmandat f\u00fcr die SPD gewinnen. Innerhalb der SPD-Landtagsfraktion \u00fcbernahm sie zahlreiche verantwortungsvolle Aufgaben: migrationspolitische Sprecherin, Sprecherin f\u00fcr Generationen, Familie und Integration sowie von 2006 bis 2010 stellvertretende Fraktionsvorsitzende mit Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr Soziales, Gesundheit, Frauen, Kinder und Sport.<\/p>\n<p>Hans-Willy K\u00f6rfges betonte: \u201e\u201eBritta Altenkamp steht beispielhaft f\u00fcr eine Politik, die nah an den Menschen orientiert ist und soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt r\u00fcckt\u201c.<br \/>Mit Klaus F\u00e4nger wurde ein Jubilar geehrt, der seit sechs Jahrzehnten der SPD angeh\u00f6rt. Sein politisches und gesellschaftliches Engagement ist eng mit der genossenschaftlichen Idee verbunden: Ganze 33 Jahre lang war er Mitglied im Aufsichtsrat der Wohnbau e.G. Essen, einer der gr\u00f6\u00dften Wohnungsbaugenossenschaften der Region.<\/p>\n<p>F\u00e4nger pr\u00e4gte in dieser Zeit die Ausrichtung der Genossenschaft entscheidend mit \u2013 stets im Sinne von bezahlbarem Wohnraum und solidarischem Miteinander. Sein Wirken ist ein Beispiel f\u00fcr die enge Verbindung zwischen sozialdemokratischen Werten und praktischer Verantwortung im Alltag der Stadtgesellschaft.<\/p>\n<p>\u201eKlaus F\u00e4nger hat gezeigt, wie wichtig ehrenamtliches Engagement f\u00fcr das Gelingen einer solidarischen Stadt ist\u201c, hie\u00df es in der Laudatio von Hans-Willy K\u00f6rfges.<\/p>\n<p>F\u00fcr 40 Jahre Mitgliedschaft in der SPD wurde Martina Gorlas geehrt. Die Historikerin und Journalistin hat sich insbesondere mit der Aufarbeitung der NS-Zeit besch\u00e4ftigt. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit war das Schicksal des j\u00fcdischen Ingenieurs Herrmann Bach, der f\u00fcr die Emschergenossenschaft t\u00e4tig war und 1944 von den Nationalsozialisten ermordet wurde.<\/p>\n<p>Martina Gorlas setzte sich ma\u00dfgeblich f\u00fcr die Erinnerung an Bach ein, organisierte einen Stolperstein in Essen und brachte die Nachkommen des Ingenieurs aus den USA in die Ruhrmetropole. Damit schlug sie eine Br\u00fccke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und erinnerte daran, wie wichtig die aktive Auseinandersetzung mit der Geschichte f\u00fcr die demokratische Kultur ist.<\/p>\n<p>Als j\u00fcngster Jubilar wurde Marcus Juchem f\u00fcr 25 Jahre Mitgliedschaft in der SPD geehrt. Schon mit 16 Jahren trat er in die Partei ein. Nach vier Jahren trat er wieder aus \u2013 aus Protest gegen den autorit\u00e4ren F\u00fchrungsstil im Ortsverein Altendorf. Stattdessen engagierte er sich bei den Falken in Duisburg, wo er gemeinsam mit Jugendlichen den Arbeitskampf in Rheinhausen tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzte.<\/p>\n<p>Nach seinem Umzug nach Holsterhausen fand er zur\u00fcck in die SPD und arbeitete dort mehrere Jahre als stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender. Heute ist Juchem bei der AWO Holsterhausen aktiv, wo er sein Engagement f\u00fcr Solidarit\u00e4t und soziale Gerechtigkeit in der Praxis fortsetzt.<\/p>\n<p>Die Vorsitzenden der Ortsvereine, Mathias Collet, Benno Justfelder und Michael Manderscheid, zogen ein durchweg positives Fazit dieser Ehrung mit den beeindruckenden Jubilar*innen. Sie freuen sich schon auf die n\u00e4chste gemeinsame Feier zur Wiedergr\u00fcndung der Ortsvereine vor dann 80 Jahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Zusammenarbeit der SPD Ortsvereine Haarzopf, Holsterhausen und Margarethenh\u00f6he liegt in der gemeinsamen Wiedergr\u00fcndung am Sonntag, den 10.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":394304,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1834],"tags":[3364,29,3688,30,1209],"class_list":{"0":"post-394303","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-essen","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-essen","11":"tag-germany","12":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115141820181728657","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/394303","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=394303"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/394303\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/394304"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=394303"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=394303"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=394303"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}