{"id":394354,"date":"2025-09-03T19:03:11","date_gmt":"2025-09-03T19:03:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/394354\/"},"modified":"2025-09-03T19:03:11","modified_gmt":"2025-09-03T19:03:11","slug":"buchvorstellung-in-der-giessener-stadtbibliothek","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/394354\/","title":{"rendered":"Buchvorstellung in der Gie\u00dfener Stadtbibliothek"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.giessener-anzeiger.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_startseite\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Startseite<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.giessener-anzeiger.de\/stadt-giessen\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" gie=\"\" data-k5a-pos=\"2_stadtGiessen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stadt Gie\u00dfen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 03.09.2025, 19:40 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-authors id-Story-authors--default\">Von: Felix M\u00fcller<\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/39576454-gikult-gieszen-marketing-4c-3Afe.jpg\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\"   height=\"619\" width=\"1100\" alt=\"gikult_Gieszen_Marketing__4c\"\/>Gie\u00dfen hat er stets im Blick: Das neue Buch mit gesammelten Anzeiger-Kolumnen sowie Zeichnungen von Andreas Eikenroth. Fotos: Gie\u00dfen Marketing GmbH, M\u00fcller \u00a9\u00a0Gie\u00dfen Marketing GmbH, M\u00fcller<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Im Rahmen der Veranstaltungsreihe \u00bblokal.regional\u00ab stellte Andreas Eikenroth in der Stadtbibliothek sein Buch \u00bbStadt, Land, Stuss &#8211; Geschichten \u00fcber Gie\u00dfen, Hessen und den Rest der Welt\u00ab vor.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\"><strong>Gie\u00dfen. <\/strong>Ein voller Saal, gespannte Zuh\u00f6rer und ein Autor, der sein Publikum nicht nur zum Schmunzeln, sondern auch immer wieder zum Lachen brachte: Im Rahmen der Veranstaltungsreihe \u00bblokal.regional\u00ab stellte Andreas Eikenroth in der Stadtbibliothek Gie\u00dfen sein neues Buch \u00bbStadt, Land, Stuss &#8211; Geschichten \u00fcber Gie\u00dfen, Hessen und den Rest der Welt\u00ab vor. Die Lesung war zugleich Premiere des frisch erschienenen Bandes &#8211; und sie zeigte, wie viel Witz, Fantasie und Beobachtungsgabe in den Kolumnen des geb\u00fcrtigen Gie\u00dfeners steckt.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Seit \u00fcber zwanzig Jahren schreibt Eikenroth regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr den Gie\u00dfener Anzeiger. Rund 2000 Kolumnen sind in dieser Zeit entstanden, etwa hundert davon widmen sich seiner Heimatstadt und der mittelhessischen Region. F\u00fcr \u00bbStadt, Land, Stuss\u00ab hat er die schr\u00e4gsten, lustigsten und interessantesten seiner Texte ausgew\u00e4hlt, \u00fcberarbeitet und eigenh\u00e4ndig illustriert. Erg\u00e4nzt wird das Ganze durch seine unverwechselbaren Comic-Zeichnungen, die bei der Lesung per Beamer eingeblendet wurden &#8211; ein visuelles i-T\u00fcpfelchen zu den pointierten Geschichten.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Nat\u00fcrlich blieb der Autor inhaltlich seiner Heimatstadt treu. Gleich mehrere Geschichten drehten sich um Gie\u00dfen, dessen Besonderheiten und Eigenheiten er mit spitzer Feder und liebevoll-ironischem Unterton aufs Korn nahm. So erinnerte er etwa an den l\u00e4ngst vergessenen Slogan \u00bbIn Gie\u00dfen gibt\u2019s alles\u00ab und fragte sich augenzwinkernd, womit Mittelhessen heute eigentlich wirbt. Mit einem Seitenblick auf Wetzlar (\u00bbHeute Wetzlar, morgen Rio\u00ab) oder Herborn (\u00bbSo bunt wie das Leben\u00ab) machte er klar: Manchmal ist der Werbeeinfall kreativer als die Realit\u00e4t &#8211; und die Mittelhessen t\u00e4ten vielleicht gut daran, den Spruch \u00bbWir k\u00f6nnen alles au\u00dfer Hochdeutsch\u00ab zu \u00fcbernehmen, wenn er nicht schon anderweitig vergeben w\u00e4re.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Ein anderes Mal ging es um den Nachnamen \u00bbGoethe\u00ab. Zum Gl\u00fcck, so der Autor, habe der Dichterf\u00fcrst nicht M\u00fcller oder Meyer gehei\u00dfen &#8211; sonst m\u00fcssten sich unz\u00e4hlige Nachfahren bis heute mit l\u00e4stigen Verwandtschaftsfragen herumschlagen. Auch \u00fcber das Gie\u00dfener Stadtwappen machte sich der Autor seine Gedanken: Statt des L\u00f6wen, der weder heimisch noch sonderlich aktiv sei, schlug er eine lokale Version vor &#8211; mit Elefant (als Anspielung auf das \u00bbElefantenklo\u00ab), Dackel und Ameise. \u00bbEin Elefant macht was her, gilt als geduldig, stark und intelligent\u00ab, res\u00fcmierte Eikenroth und erntete zustimmendes Gel\u00e4chter.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Wie breit das Spektrum seiner Geschichten ist, zeigte sich im weiteren Verlauf. Mal lie\u00df er die Zuh\u00f6rer \u00fcber die Eigenarten der mittelhessischen Sprache schmunzeln &#8211; \u00bbger\u00f6ntgt\u00ab wird hierzulande schlie\u00dflich eher zu \u00bbger\u00f6ntscht\u00ab. In \u00bbSchirmherrschaft\u00ab kombinierte Eikenroth Zahlenwitz mit absurdem Szenario: 75 000 in den Londoner U-Bahn-Stationen verlorene Regenschirme entsprechen etwa der Einwohnerzahl Gie\u00dfens im Jahr 2008. \u00bbStellt euch vor, alle Gie\u00dfener w\u00fcrden eine Klassenfahrt nach London machen &#8211; dann k\u00f6nnte jeder einen Schirm aus dem dortigen Fundb\u00fcro umsonst mitnehmen\u00ab, witzelte er.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Besonders gelungen war sein Beitrag, mit dem er sich auf das allj\u00e4hrlich stattfindende Krimi-Festival bezog. Daf\u00fcr erschuf der K\u00fcnstler eine eigene Gattung: Den regional-lyrisch-hessischen Kurz-Krimi. Das klang dann so: \u00bbDie Schw\u00e4tzer lieje b\u00f6s gemeuchelt, blutig uff de Pflastersteen. Un der Schlammbeiser is fl\u00fcchtig. Kerl, der steht doch ganz gewiss schon inner dunkle, stille Ecke. Un will Unschuldige meucheln &#8211; so eener, der hat Dreck am Stecke!\u00ab<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">F\u00fcr ein weiteres Highlight des Abends sorgte Eikenroths B\u00fcttenrede, bei der er das Publikum kurzerhand einband. Immer wenn er den Arm hob, erschallte im Saal das typische \u00bbDa-Da\u00ab im rheinischen Tonfall. In Reimform erkl\u00e4rte er, warum der Fasching an der Lahn doch ein wenig anders tickt als am Rhein: \u00bbWir sind ja nicht im Rheinland hier, statt K\u00f6lsch gibt es bei uns richtiges Bier. Das ist hier Fasching an der Lahn, Motivwagen tun kaum mitfahren. Auch tun wir uns hier nicht verkleiden, das k\u00f6nnen wir n\u00e4mlich nicht leiden.\u00ab<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Eikenroths Lesung bot genau das, was auch sein Buch verspricht: eine kurzweilige, humorvolle Reise durch den mittelhessischen Alltag, gespickt mit Sprachwitz, \u00fcberraschenden Gedankenspr\u00fcngen und liebevoll gezeichneten Comicbildern. Dabei blieb es nie bei reinen Scherzen &#8211; immer wieder blitzte durch, dass der Autor ein scharfes Auge f\u00fcr seine Heimat hat und gleichzeitig den Blick weit \u00fcber Mittelhessen hinaus richtet.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Das neue Buch mt Kolumnen von Andreas Eikenroth ist f\u00fcr 14,90 Euro in der Tourist-Information Gie\u00dfen erh\u00e4ltlich. Erschienen ist <strong>\u00bbStadt, Land, Stuss\u00ab <\/strong>im Wartbergverlag. Die Tourist-Information ist montags bis freitags von 10 bis 18 sowie samstags von 10 bis 14 Uhr ge\u00f6ffnet. (red)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/39576455-gikult-p1200061-040925-4c-1afe.jpg\" loading=\"lazy\"   height=\"619\" width=\"1100\" alt=\"gikult_P1200061_040925_4c\"\/>Andreas Eikenroth \u00a9\u00a0Felix M\u00fcller<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Startseite Stadt Gie\u00dfen Stand: 03.09.2025, 19:40 Uhr Von: Felix M\u00fcller DruckenTeilen Gie\u00dfen hat er stets im Blick: Das&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":394355,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1785,29,214,30,215],"class_list":{"0":"post-394354","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buecher","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115141922531663339","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/394354","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=394354"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/394354\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/394355"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=394354"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=394354"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=394354"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}