{"id":394428,"date":"2025-09-03T19:42:21","date_gmt":"2025-09-03T19:42:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/394428\/"},"modified":"2025-09-03T19:42:21","modified_gmt":"2025-09-03T19:42:21","slug":"zolldeal-ein-deal-der-keiner-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/394428\/","title":{"rendered":"Zolldeal: Ein Deal, der keiner ist"},"content":{"rendered":"<p>    Inhalt<br \/>\n    <a class=\"article-toc__fullview z-text-button\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/38\/zoll-deal-eu-usa-donald-trump-unternehmen\/komplettansicht\" data-ct-label=\"all\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n        Auf einer Seite lesen    <\/a><\/p>\n<p>            Inhalt        <\/p>\n<ol class=\"article-toc__list\">\n<li class=\"article-toc__list-item\">\n<p>Seite 1Ein Deal, der keiner ist<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"article-toc__list-item\"><a class=\"article-toc__item article-toc__link\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/38\/zoll-deal-eu-usa-donald-trump-unternehmen\/seite-2\" data-ct-label=\"2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                    Seite 2Die europ\u00e4ische Techindustrie ist beunruhigt<br \/>\n                <\/a><\/li>\n<li class=\"article-toc__list-item\"><a class=\"article-toc__item article-toc__link\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/38\/zoll-deal-eu-usa-donald-trump-unternehmen\/seite-3\" data-ct-label=\"3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                    Seite 3Was l\u00e4sst sich Trump noch alles einfallen?<br \/>\n                <\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"paragraph article__item\">Da ist zum Beispiel Joachim Strobel vom Maschinenbauer Liebherr. Als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Sparten &#8222;Erdbewegung&#8220; und &#8222;Materialumschlag&#8220; verkauft er Bagger, Planierraupen und Radlader, die an H\u00e4fen und Baustellen eingesetzt werden. Viele seiner Kunden sitzen in den <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/usa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USA<\/a>. Nach dem Handschlag zwischen EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen und US-Pr\u00e4sident Donald Trump Ende Juli in Schottland war er erleichtert: &#8222;Alle haben gehofft, wir h\u00e4tten jetzt halbwegs Sicherheit&#8220;, berichtet Strobel am Telefon.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Es kam anders. Gerade mal vier Wochen nach dem Zollabkommen hat Strobel die Exporte in die USA vorerst gestoppt. Was der Liebherr-Manager und viele andere f\u00fcr einen Deal hielten, ist in Wirklichkeit keiner. Es trat das Gegenteil dessen ein, was <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/ursula-von-der-leyen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ursula von der Leyen<\/a> den Unternehmen versprochen hatte: Statt &#8222;dringend ben\u00f6tigter Klarheit&#8220; und &#8222;Planungssicherheit&#8220; herrscht gro\u00dfe Verunsicherung.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Schon in den Tagen nach der angeblichen Einigung ver\u00f6ffentlichten die USA und die <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/europaeische-union\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EU<\/a> teils widerspr\u00fcchliche Statements. Drei Wochen sp\u00e4ter lag ein gemeinsames Papier vor \u2013 mit etlichen Neuerungen. Pl\u00f6tzlich ging es zum Beispiel um einen bevorzugten Marktzugang f\u00fcr amerikanische Meeresfr\u00fcchte und um Ausnahmen von europ\u00e4ischen Nachhaltigkeitsvorgaben. Dazu stellte der US-Pr\u00e4sident neue Forderungen auf \u2013 mal ging es um Medikamente, mal um die europ\u00e4ische Digitalgesetzgebung. Und auch bei den 15 Prozent Z\u00f6llen ist es nicht geblieben.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ein Drama f\u00fcr Liebherr-Manager Strobel. F\u00fcr viele seiner Produkte gilt <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2025-08\/eu-usa-zoll-trump-export-handel\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nach den neuen Regeln der Amerikaner n\u00e4mlich nicht mehr nur der Zoll in H\u00f6he von 15 Prozent<\/a>, wie er f\u00fcr Maschinen vorgesehen ist. Auf darin verbaute Stahl- und Aluminiumteile werden zus\u00e4tzlich 50 Prozent <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/us-zoelle\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zoll<\/a> f\u00e4llig. &#8222;Wir versuchen gerade rauszufinden, wie wir den Stahlanteil in unseren Baumaschinen berechnen m\u00fcssen&#8220;, sagt Strobel. Die Vorgaben der Zollverordnung sind mehrdeutig. &#8222;Die Verunsicherung, was gilt, ist maximal gro\u00df.&#8220; Liebherr habe seine Anw\u00e4lte in den USA auf die Frage angesetzt, wie die Richtlinien zu deuten seien. Niemand k\u00f6nne eine rechtssichere Antwort geben.\n<\/p>\n<p>    <a class=\"volume-teaser__link\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/38\/index\" title=\"Zur Ausgabe DIE ZEIT Nr.\u00a038\/2025\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"volume-teaser__media-item volume-teaser__media-item--landscape\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/original__120x86.jpeg\" alt=\"\" width=\"120\" height=\"86\"\/><\/p>\n<p>        Dieser Artikel stammt aus der ZEIT Nr. 38\/2025. Hier k\u00f6nnen Sie die gesamte Ausgabe lesen.<\/p>\n<p>            Ausgabe entdecken<\/p>\n<p>    <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Unklar ist auch, welche Konsequenzen dem Unternehmen drohen, wenn es fehlerhafte Angaben macht. Zwischenzeitlich sah es so aus, als m\u00fcsste Liebherr in solchen F\u00e4llen einen Strafzoll von 200 Prozent auf den Gesamtwert der Maschine zahlen. &#8222;Da kann niemand das unternehmerische Risiko tragen, so eine Maschine aufs Schiff zu stellen und \u00fcber den Atlantik zu schicken&#8220;, sagte Strobel noch vergangene Woche. Am Dienstag die vorl\u00e4ufige Entwarnung: Die Strafe fiele mutma\u00dflich deutlich geringer aus als erwartet. In K\u00fcrze will Strobel deshalb dar\u00fcber entscheiden, ob Liebherr die Lieferungen in die USA wieder aufnehmen kann.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Noch im vergangenen Jahr galten die Vereinigten Staaten f\u00fcr Liebherr als wichtiger Wachstumsmarkt. 2,6 Milliarden Euro nahm das Unternehmen 2024 in Nordamerika ein, 18 Prozent des Gesamtumsatzes. Das wird in diesem Jahr anders sein.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0ZEIT ONLINE<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        ZEIT Geldkurs<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Tsch\u00fcss, Finanzchaos: In acht Wochen erkl\u00e4ren wir Schritt f\u00fcr Schritt, wie Sie bessere Geldroutinen aufbauen und das mit den ETFs endlich angehen. 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Die Liste der US-Beh\u00f6rden, auf denen steht, f\u00fcr welche Produkte dies gelte, werde regelm\u00e4\u00dfig und ohne Vorwarnung erweitert, hei\u00dft es in einem Brief des VDMA an Ursula von der Leyen. Wichtige Maschinenbausektoren gerieten dadurch &#8222;an den Rand einer existenziellen Krise&#8220;. Jetzt hofft die Branche, dass die EU nachverhandelt.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auch die wichtige Autoindustrie muss hoffen. Eigentlich konnte die EU-Kommission Donald <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/donald-trump\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Trump<\/a> davon \u00fcberzeugen, die Z\u00f6lle auf europ\u00e4ische Autoexporte von 27,5 auf 15 Prozent zu senken. Die EU hat ihren Teil der Abmachung eingehalten und am vergangenen Freitag ein Gesetz vorgelegt, mit dem sie auf Z\u00f6lle f\u00fcr amerikanische Industrieg\u00fcter verzichten will. Die USA sollten als Antwort die Autoz\u00f6lle r\u00fcckwirkend zum 1. August senken. Bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe ist das nicht passiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1Ein Deal, der keiner ist Seite 2Die europ\u00e4ische Techindustrie ist beunruhigt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":394429,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,106,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12,1493,1492,64,55,87777],"class_list":{"0":"post-394428","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-donald-trump","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europe","15":"tag-european-union","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-ursula-von-der-leyen","21":"tag-us-zoelle","22":"tag-usa","23":"tag-wirtschaft","24":"tag-zolldeal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115142075564588478","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/394428","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=394428"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/394428\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/394429"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=394428"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=394428"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=394428"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}