{"id":394510,"date":"2025-09-03T20:27:12","date_gmt":"2025-09-03T20:27:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/394510\/"},"modified":"2025-09-03T20:27:12","modified_gmt":"2025-09-03T20:27:12","slug":"krankenhaus-ludmillenstift-einblick-in-die-belastung-durch-chronischen-kopfschmerz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/394510\/","title":{"rendered":"Krankenhaus Ludmillenstift &#8211; Einblick in die Belastung durch chronischen Kopfschmerz"},"content":{"rendered":"<p>Alles begann 2018. Maurice sa\u00df im Unterricht seiner dreij\u00e4hrigen Pflegeausbildung, als im pl\u00f6tzlich die linke K\u00f6rperseite entglitt und ihm \u00fcbel wurde. Diagnose: Schlaganfall! Maurice ist ein positiv denkender Mensch und lie\u00df sich von dieser Erkrankung nicht unterkriegen. Einige kleine Wehwehchen blieben; dennoch kehrte er in seinen Arbeitsalltag zur\u00fcck.<\/p>\n<p>In der Folge des Schlaganfalls entwickelten sich daraufhin rechtsseitige, stechende Kopfschmerzen. Die Symptome wurden immer schlimmer. Erst waren es \u00dcbelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit. \u201eDie Kopfschmerzen waren durchgehend da. Aber dann bin ich vor Schmerzen irgendwann ohnm\u00e4chtig geworden.\u201c, erkl\u00e4rt er. Von da an traten die Schmerzen zunehmend t\u00e4glich h\u00e4ufiger und in einer unaufhaltbaren Intensit\u00e4t auf der rechten Seite auf.<\/p>\n<p>Der Hausarzt und der behandelnde Neurologe konnten mittels MRT kleine Ver\u00e4nderungen im Hirnstamm erkennen und es folgte die Diagnose: Migr\u00e4ne mit Aura, Migr\u00e4ne mit Hirnstammbeteiligung, chronische Clusterkopfschmerzen. \u201eIch war zwar froh, eine Diagnose bekommen zu haben, aber das Ausma\u00df war mir erst nicht bekannt. Die visuellen Effekte, die vor\u00fcbergehende Erblindung, Sehst\u00f6rungen und Sprachst\u00f6rungen haben mich im Vorfeld schon nichts Gutes ahnen lassen.\u201c, schildert er. Seine Ausbildung zur Pflegefachkraft konnte er daraufhin nicht mehr aus\u00fcben. Die Symptome haben ihn zu sehr eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Nach etlichen Notarzteins\u00e4tzen folgte die Aufnahme im Kieler Zentrum f\u00fcr Schmerztherapie. Bereits dreimal wurde Maurice dort behandelt und erhielt die Diagnose chronische Migr\u00e4ne! \u201eMigr\u00e4ne an sich ist schon unertr\u00e4glich. Die chronische Migr\u00e4ne hingegen ist eine der schlimmsten Schmerzzust\u00e4nde, die Menschen heimsuchen.\u201c, betont der Meppener Schmerztherapeut.<\/p>\n<p>Unter chronischer Migr\u00e4ne versteht man Kopfschmerzen, die an mindestens 15 Tagen im Monat auftreten, an mindestens 8 Tagen sollte es sich um Migr\u00e4nekopfschmerzen handeln und die Symptomatik sollte seit mindestens 3 Monaten bestehen. Charakteristisch sind meist einseitige Kopfschmerzen, \u00dcbelkeit, Erbrechen sowie \u00dcberempfindlichkeit auf Licht, Ger\u00e4usche und Ger\u00fcche. Besonders der brennende stechende Schmerz im Auge brachte Maraucie h\u00e4ufig aus der Bahn.<\/p>\n<p>Die medikament\u00f6se Therapie hielt daraufhin nur rund 4 Monate und die Migr\u00e4neattacken nahmen dennoch weiter zu. Der 26 j\u00e4hrige gab die Hoffnung nicht auf. Er hat sich von den verschiedensten Schmerztherapeuten, Spezialisten, Sachverst\u00e4ndiger und Psychologen beraten lassen. Es folgten Kortison-Injektionen in den Hinterkopf. Dies sollte die Schmerzen in den dort liegenden Nerven lindern. Allerdings bekam Maurice dadurch erhebliche Nebenwirkungen wie Osteoporose.<\/p>\n<p>Dr. Michael Schmidt ist Facharzt f\u00fcr Neurochirurgie und leitender Schmerztherapeut im Krankenhaus Ludmillenstift. Er bahnedelt zahlreiche Patienten in diesem Bereich. Sein Ziel ist es, die Schmerzpatienten mit modernsten und vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten zu behandeln, sodass diese wieder aktiv am t\u00e4glichen Leben teilnehmen k\u00f6nnen und sie den Schmerz nicht mehr als die Mittelpunkt ihres Alltags empfinden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>\u201eBei der Diagnose einer chronischen Migr\u00e4ne gilt es, den Teufelskreis von H\u00e4ufigkeit der Akutmedikation und Chronifizierung des Kopfschmerzes mithilfe von medikament\u00f6sen und nicht medikament\u00f6sen prophylaktischen Ma\u00dfnahmen zu durchbrechen.\u201c, so der Mediziner.<\/p>\n<p>Im Falle von Maurice injiziert er ihm einmal im Monat ein Lokalan\u00e4sthetikum, welches direkt an die Hinterkauptnerven gespritzt wird. \u201eDiese Behandlung hat mit Erfolg gezeigt, dass wir so den Nerv blockieren und quasi den Schmerz lindern.\u201c, freut sich Dr. Schmidt. \u201eIn Abst\u00e4nden von 3-4 Wochen werden diese Behandlungen wiederholt.\u201c, so Schmidt weiter. Die Behandlung dauert nur wenige Minuten und wird ambulant durchgef\u00fchrt. Die kurzweiligen Schmerzen werden dabei zur Nebensache.<\/p>\n<p>Kopfschmerzen ist eine der h\u00e4ufigsten Erkrankungen in Deutschland. Frauen sind bis zu dreimal h\u00e4ufiger betroffen als M\u00e4nner. Am h\u00e4ufigsten beginnt die Erkrankung zwischen dem 20. bis 40. Lebensjahr und kann die Betroffenen in ihrem Leben stark einschr\u00e4nken. Bei der Diagnose ist zwischen Spannungskopfschmerzen, Mirg\u00e4ne und Cluster-Kopfschmerzen zu unterscheiden.<\/p>\n<p>\u201eWir haben viele Patienten bei uns in der Klinik f\u00fcr Neurochirurgie, die mit den verschiedensten Symptomen zu uns kommen. Nicht immer kann sofort eindeutig die Kopfschmerzart klassifiziert werden, so dass wir die Diagnose erst in einem l\u00e4nger anhaltenden Anamneseprozess verifizieren k\u00f6nnen.\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Schmidt. Die Patienten m\u00fcssen sich also bis zur Diagnosestellung mehr als gedulden.<\/p>\n<p>Der erfahrene Schmerztherapeut empfiehlt Betroffenen mit heftigen und langanhaltenden sowie dauerhaft wiederkehrenden Kopfschmerzen den Gang zum Hausarzt. Von dort aus k\u00f6nnen weiterf\u00fchrende bildgebende Untersuchungen eingeleitet werden. Die Deutsche Migr\u00e4ne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) informiert auf ihrer Website \u00fcber derartige Migr\u00e4nekopfschmerzen und ist bei der Suche nach Experten behilflich: www.dmkg.de<\/p>\n<p class=\"s25\">______<\/p>\n<p class=\"s28\"><strong>Unser kostenloser Infoservice:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ihr m\u00f6chtet alle wichtigen News aus dem Emsland per WhatApp direkt auf Euer Smartphone bekommen? 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