{"id":394590,"date":"2025-09-03T21:17:21","date_gmt":"2025-09-03T21:17:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/394590\/"},"modified":"2025-09-03T21:17:21","modified_gmt":"2025-09-03T21:17:21","slug":"niedersachsen-will-bodenmarkt-gerechter-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/394590\/","title":{"rendered":"Niedersachsen will Bodenmarkt gerechter machen"},"content":{"rendered":"<p class=\"fp-paragraph\"><strong>Hannover<\/strong> &#8211; Weil Ackerland immer teurer wird, will Niedersachsen den Bodenmarkt fairer machen. Daf\u00fcr hat das Kabinett Ende August den Entwurf f\u00fcr ein Agrarstrukturgesetz beschlossen und an den Landtag \u00fcberwiesen. Agrarministerin Miriam Staudte stellte ihn nun vor und sprach von einem \u201esehr wichtigen und wegweisenden Gesetz\u201c.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Nach Angaben der Ministerin stiegen die Kaufpreise f\u00fcr Ackerland von 2010 bis 2023 von 20.434 auf 65.717 Euro je Hektar. Die Pachtpreise legten von 351 auf 643 Euro zu. \u201eNaiv w\u00e4re zu glauben, dass die Preise sinken. Wir werden weiterhin einen Preisanstieg haben, aber er darf nicht so rasant sein wie bisher\u201c, sagte die Gr\u00fcnen-Politikerin.<\/p>\n<p>Mehr Eingriffsrechte f\u00fcr Beh\u00f6rden<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Die 51 Grundst\u00fccksverkehrsaussch\u00fcsse in Niedersachsen sollen nach dem Entwurf mehr Befugnisse erhalten. Sie k\u00f6nnten Kauf- oder Pachtvertr\u00e4ge untersagen, wenn die Preise mehr als 50 Prozent \u00fcber dem Durchschnitt liegen. Au\u00dferdem sind Grenzen f\u00fcr die Fl\u00e4chengr\u00f6\u00dfen vorgesehen: im Pachtverkehr das Vierfache der durchschnittlichen Betriebsgr\u00f6\u00dfe von 73 Hektar, beim Kauf das Achtfache f\u00fcr Einzelbetriebe und das Zehnfache f\u00fcr Personengesellschaften.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Eingriffe sind auch bei sogenannten Share Deals geplant, also wenn Anteile an Gesellschaften mit Grundbesitz verkauft werden. Diese Gesch\u00e4fte sollen genehmigungspflichtig werden. Zust\u00e4ndig w\u00e4re das Ministerium, Verst\u00f6\u00dfe k\u00f6nnten mit Bu\u00dfgeldern bis zu einer Million Euro geahndet werden. Geplant sind au\u00dferdem ein Verzicht auf doppelte Grunderwerbsteuer, wenn die nieders\u00e4chsische Landgesellschaft Fl\u00e4chen f\u00fcr Betriebe kauft, sowie mehr Transparenz \u00fcber Vorkaufsrechte.<\/p>\n<p>Verb\u00e4nde gespalten<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Das Landvolk Niedersachsen kritisierte den Entwurf. Vizepr\u00e4sident Frank Kohlenberg sprach von einem \u201eAgrarstrukturverschlimmerungsgesetz\u201c und warnte vor h\u00f6heren Pachtpreisen und mehr B\u00fcrokratie. Die Arbeitsgemeinschaft b\u00e4uerliche Landwirtschaft (AbL) dagegen begr\u00fc\u00dfte den Vorsto\u00df als \u201etragf\u00e4higen Kompromiss\u201c. Landesvorsitzender Ottmar Ilchmann betonte, junge Menschen h\u00e4tten ohne klare Regeln kaum noch eine Chance, an Fl\u00e4chen zu kommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hannover &#8211; Weil Ackerland immer teurer wird, will Niedersachsen den Bodenmarkt fairer machen. Daf\u00fcr hat das Kabinett Ende&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":394591,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1836],"tags":[36814,3364,29,30,46,1411,9326],"class_list":{"0":"post-394590","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hannover","8":"tag-agrar","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-hannover","13":"tag-niedersachsen","14":"tag-updateme"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115142449100491454","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/394590","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=394590"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/394590\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/394591"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=394590"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=394590"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=394590"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}