{"id":394631,"date":"2025-09-03T21:39:36","date_gmt":"2025-09-03T21:39:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/394631\/"},"modified":"2025-09-03T21:39:36","modified_gmt":"2025-09-03T21:39:36","slug":"landesarchaeologe-zu-u-boot-stuemperhafte-bergung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/394631\/","title":{"rendered":"Landesarch\u00e4ologe zu U-Boot: \u201eSt\u00fcmperhafte Bergung\u201d"},"content":{"rendered":"<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Hamburgs Landesarch\u00e4ologe Rainer-Maria Weiss hat die Bergung des 1919 in der Nordsee vor Scharh\u00f6rn gesunkenen deutschen U-Bootes U16 als \u201est\u00fcmperhaft\u201d und als \u201eillegale Hauruck-Aktion\u201d bewertet. Bei der Bergung in der Nacht zum Montag war das Boot in zwei Teile zerbrochen.<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Der Landesarch\u00e4ologe sagte, er habe erst aus der Zeitung von der Aktion erfahren. \u201eEs ist Hamburger Hoheitsgebiet und damit sind f\u00fcr alle Bodendenkmale rund um Scharh\u00f6rn wir zust\u00e4ndig\u201d, sagte Weiss der Deutschen Presse-Agentur. Er sprach von einer \u201egroben Missachtung jeglicher Regularien\u201d. Unter Normalbedingungen und fachlicher Aufsicht w\u00e4re das Boot seiner Ansicht nach nicht zerbrochen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Nat\u00fcrlich passiere immer mal wieder aus Versehen etwas. \u201eAber mit dem Vorhaben ranzugehen, ein bekanntes U-Boot, das identifiziert ist, einfach mal hochzurei\u00dfen, das ist schon ziemlich einzigartig.\u201d<\/p>\n<p>BSH rechtfertigt sich<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Das Bundesamt f\u00fcr Seeschifffahrt und Hydrographie bezeichnete die Bergung in einem Beitrag auf Linkedin dagegen als notwendig. \u201eDenn nach der Fahrrinnenanpassung der Unter- und Au\u00dfenelbe wurde das Wrack der U16 f\u00fcr die Sicherheit der Schifffahrt und der Fahrrinnenunterhaltung relevant.\u201d Es lag in rund 20 Metern Tiefe vor der Insel Scharh\u00f6rn.<\/p>\n<p>  Zustand von U16 ist eigentlich gut<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Der Erhaltungszustand von U16 wirke auf den Bildern der geborgenen U-Boot-H\u00e4lfte aber ausgezeichnet, sagte Landesarch\u00e4ologe Weiss. \u201eDas ist dickwandiger Stahl, da sind noch alle Versorgungsleitungen vorhanden. Das hat keine Fehlstellen, keine Durchrostungen. Dem geht es eigentlich richtig gut. Also fataler als so eine Bergung h\u00e4tte man es nicht machen k\u00f6nnen.\u201d Statt es zu bergen, h\u00e4tte man das U-Boot ein wenig anheben und ein paar Meter weiter wieder ins Wasser legen k\u00f6nnen, sagte der Arch\u00e4ologe.\u00a0<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Das geborgene Wrack werde nicht innerhalb weniger Tage wegrosten, sagte Weiss. \u201eEs ist nur aus unserer Sicht kein arch\u00e4ologisches Objekt, das wir in unsere Obhut genommen h\u00e4tten.\u201d Weiss geht von einer Kette von Vers\u00e4umnissen aus, die zu der Aktion f\u00fchrte. Ein Boot von solchem Kaliber spreche sich unter Militariasammlern und U-Boot-Fans herum.<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Das BSH berichtete auf den Bildern eines Echolots lie\u00dfen sich wassergef\u00fcllte Vertiefungen erkennen. Diese seien ein Grund f\u00fcr die h\u00e4ufigen Untersuchungen des Wracks gewesen, zuletzt 2023. Ein Teil des Wracks h\u00e4tte sich so heben k\u00f6nnen, wenn die andere Seite gekippt w\u00e4re.<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:250903-930-992262\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburgs Landesarch\u00e4ologe Rainer-Maria Weiss hat die Bergung des 1919 in der Nordsee vor Scharh\u00f6rn gesunkenen deutschen U-Bootes U16&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":394632,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[29,30,692],"class_list":{"0":"post-394631","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-hamburg"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115142535851527187","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/394631","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=394631"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/394631\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/394632"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=394631"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=394631"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=394631"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}