{"id":395251,"date":"2025-09-04T03:37:21","date_gmt":"2025-09-04T03:37:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/395251\/"},"modified":"2025-09-04T03:37:21","modified_gmt":"2025-09-04T03:37:21","slug":"energiewende-kostet-deutsche-bis-zu-5-billionen-euro-wirtschaft-schlaegt-alarm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/395251\/","title":{"rendered":"Energiewende kostet Deutsche bis zu 5 Billionen Euro: Wirtschaft schl\u00e4gt Alarm"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"headline__lead\">Die Bundesregierung senkt die Steuern und Abgaben auf Energie. Doch das reicht nicht, um den Standort Deutschland wieder wettbewerbsf\u00e4hig zu machen. Die Wirtschaft hat daher einen Plan entwickelt, um die Energiekosten nachhaltig zu senken.<\/p>\n<p>   <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" alt=\"Die Energiewende hat die Strompreise in Deutschland in luftige H\u00f6hen getrieben.\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"5151\" height=\"3434\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/1622c41d-5749-4c4f-b859-b3e5cd093e6f.jpg\" loading=\"eager\"  class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>    Die Energiewende hat die Strompreise in Deutschland in luftige H\u00f6hen getrieben. <\/p>\n<p>Daniel Kubirski \/ imago<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j47iddmv2\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text\">In kaum einem anderen Industrieland der Welt ist Energie so teuer wie in Deutschland. Die Energiewende hat die <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/visuals\/warum-ist-strom-in-deutschland-so-teuer-alle-zahlen-ld.1683901\" rel=\"nofollow noopener\">Preise f\u00fcr Strom<\/a> und Gas in den vergangenen Jahren massiv in die H\u00f6he getrieben. Viele Unternehmen haben ihre Produktion deshalb zur\u00fcckgefahren oder investieren verst\u00e4rkt im Ausland, wie der Chemiegigant BASF.<\/p>\n<p> Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen <\/p>\n<p>\n        NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. 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Das Entlastungsvolumen hieraus taxiert die Regierung auf 6,5 Milliarden Euro j\u00e4hrlich. Allerdings werden die Zusch\u00fcsse aus dem Klima- und Transformationsfonds finanziert, der sich durch die Steuer auf Kohlendioxidemissionen finanziert und auf diese Weise fossile Energietr\u00e4ger verteuert.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j481k1d00\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Ausserdem soll die Gasspeicherumlage (3,4 Milliarden Euro pro Jahr) k\u00fcnftig entfallen. Die Vorg\u00e4ngerregierung hatte diese Abgabe nach dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs 2022 eingef\u00fchrt, um die Gasspeicher rasch zu f\u00fcllen.<\/p>\n<p>Energiewende kostet mehr als 5 Billionen Euro<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j481k1d10\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Ob die von der Bundesregierung beschlossenen Massnahmen reichen, um Deutschland bei den Energiekosten international wieder wettbewerbsf\u00e4hig zu machen, ist allerdings fraglich. Das zeigt eine Studie des Wirtschaftsberatungsunternehmens Frontier Economics im Auftrag der <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.dihk.de\/\" rel=\"nofollow noopener\">Deutschen Industrie und Handelskammer (DIHK)<\/a> zur Energiewende, die an diesem Mittwoch ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j481k1d20\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Energiewende B\u00fcrger und Unternehmen in den n\u00e4chsten 25 Jahren weitere 4,8 bis 5,5 Billionen Euro kosten werde, falls es zu keiner durchgreifenden Wende in der Energiepolitik kommt. Diese m\u00fcsste \u00fcber die von der Bundesregierung beschlossenen Massnahmen hinausgehen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j481k1d21\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Mit der gegenw\u00e4rtigen Energiepolitik, die auf enge zeitliche Zielvorgaben f\u00fcr die <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/dogmatismus-schadet-der-dekarbonisierung-es-ist-fuer-die-schweiz-mehr-als-legitim-gasturbinen-zu-versichern-ld.1856059\" rel=\"nofollow noopener\">Dekarbonisierung,<\/a> Steuern auf fossile Energietr\u00e4ger sowie kleinteilige F\u00f6rderung erneuerbarer Energietr\u00e4ger setzt, sei die angestrebte Energiewende \u00abnicht zu stemmen\u00bb, sagte der DIHK-Pr\u00e4sident Peter Adrian.<\/p>\n<p>Unternehmen fliehen ins Ausland<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j481k1d30\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die gesamten privaten Investitionen, die sich im vergangenen Jahr auf 770 Milliarden Euro beliefen, m\u00fcssten zur Umsetzung der Energiewende um bis zu 41 Prozent zulegen. Weil den Investitionen meist kein direkter Ertrag gegen\u00fcbersteht, m\u00fcssten sie durch Mittel an anderer Stelle finanziert werden. Die Belastung von Unternehmen und B\u00fcrgern habe dadurch ein Niveau erreicht, das den Wirtschaftsstandort, den Wohlstand und die Akzeptanz der Energiewende gef\u00e4hrde, sagte Adrian.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j481k1d40\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Laut der DIHK-Studie entfallen von den k\u00fcnftig zu erwartenden Kosten der Energiewende in H\u00f6he von 5,5 Billionen Euro 2,0 bis 2,3 Billionen Euro auf den Import von Energie aus dem Ausland. 1,2 Billionen Euro fallen f\u00fcr den Bau und den Betrieb von Netzen an. Investitionen in die Energieerzeugung verursachen weitere Kosten von zwischen 1,1 und 1,5 Billionen Euro. Dazu kommen noch B\u00fcrokratiekosten durch staatliche Reglementierungen von j\u00e4hrlich rund 10 Milliarden Euro allein auf der Bundesebene.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j481k1d41\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Der mit der bisherigen Energiepolitik verbundene Transformationsdruck in Form unrealistischer Vorgaben f\u00fchre zu \u00abextrem hohen und weiter steigenden Kosten, Fehlallokationen und Ineffizienzen\u00bb, meinte Adrian warnend. Immer mehr Unternehmen z\u00f6gen die Konsequenzen und <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/mehr-bezahlen-fuers-autofahren-und-heizen-der-geplante-co2-preis-versetzt-europas-politik-in-furcht-ld.1874922\" rel=\"nofollow noopener\">verlagerten ihre Produktion und damit Arbeitspl\u00e4tze ins Ausland.<\/a> Setze die Bundesregierung den bisherigen Weg in der Energiepolitik fort, gef\u00e4hrde sie nicht nur den Wirtschaftsstandort Deutschland, sondern erweise dar\u00fcber hinaus dem Ziel der Klimaneutralit\u00e4t \u00abeinen B\u00e4rendienst\u00bb.<\/p>\n<p>Keine klimapolitischen Alleing\u00e4nge mehr<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j481k1d50\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">In der DIHK-Studie wird deshalb vorgeschlagen, in der Energiepolitik einen anderen Weg einzuschlagen. Dieser sieht im Kern vor, das bestehende EU-Emissionshandelssystem (ETS) zu einem umfassenden System auszubauen, das alle Sektoren umfasst. Statt jedoch ein starres Budget f\u00fcr die Menge handelbarer Zertifikate vorzugeben, sollte das Budget regelm\u00e4ssig an die Entwicklungen in anderen L\u00e4ndern angepasst werden.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j483aquj1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">So k\u00f6nnte eine Orientierung lauten, dass Deutschland maximal so viel Emissionen reduziert wie die G-20-L\u00e4nder plus X Prozent. Auf diese Weise liesse sich das Klima sch\u00fctzen, \u00abohne durch strukturelle Alleing\u00e4nge Nachteile f\u00fcr den Standort Deutschland zu erzeugen\u00bb, heisst es in der Studie.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j481k1d60\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Statt den technologischen Entwicklungspfad vorzuzeichnen und einzelne Technologien zu subventionieren, sollte die Bundesregierung <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/energiewende-wie-deutschland-die-kosten-senken-koennte-ld.1876499\" rel=\"nofollow noopener\">k\u00fcnftig auf den Technologiewettbewerb<\/a> setzen und die bestehende F\u00f6rderkulisse f\u00fcr erneuerbare Energien schrittweise zur\u00fcckfahren.<\/p>\n<p>Neue Heizungen erst, wenn es sich rechnet<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j481k1d70\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Durch eine systemische Neuausrichtung der Energiepolitik liessen sich die Kosten der Energiewende in den n\u00e4chsten 25 Jahren um mindestens 530 bis 910 Milliarden Euro senken, schreiben die Autoren. Das entspricht einer Ersparnis von 11 bis 17 Prozent.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j481k1d71\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Um die Kosten kurzfristig zu senken, schl\u00e4gt die DIHK zudem vor, die Stromsteuer auch f\u00fcr die Unternehmen jenseits des produzierenden Gewerbes auf das EU-Minimum zu senken. Zudem fordert der Verband, das Energieeffizienzgesetz abzuschaffen, das die Unternehmen zu b\u00fcrokratischem Energiemanagement und umfangreichen Dokumentationen zwingt. Dar\u00fcber hinaus sollte die Bundesregierung das <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/das-deutsche-heizungsgesetz-als-abschreckendes-lehrstueck-oder-was-die-schweiz-vom-grossen-nachbarn-lernen-kann-ld.1742494\" rel=\"nofollow noopener\">Geb\u00e4udeenergiegesetz (Heizungsgesetz)<\/a> radikal vereinfachen. Alte Heizungen sollten erst durch neue ersetzt werden, \u00abwenn es sich rechnet\u00bb, so die Industrie- und Handelskammer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Bundesregierung senkt die Steuern und Abgaben auf Energie. 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